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Pharmaindustrie – ein Unwort mit D kehrt zurück

10.03.10 Viele Jahre lang war es an den internationalen Kapitalmärkten ein Unwort, jetzt sorgen der Kostendruck im Gesundheitswesen und dünne Pipelines dafür, dass es wieder gedacht und demnächst auch ausgesprochen werden dürfte: Diversifizierung. Unlängst erwarb die Merck KGaA den amerikanischen Laborausrüster Millipore (mehr…), um den deutschen Generikahersteller Ratiopharm rangelt sich der US-Konzern Pfizer mit zwei Konkurrenten, und jetzt tun sich die französische Sanofi-Aventis und die amerikanische Merck & Co. in der Tiermedizin zusammen. Mit einem addierten Umsatz von 3,7 Milliarden Euro und 14.000 Beschäftigten soll in einem Jahr der neue Weltmarktführer im hochprofitablen Nischenmarkt Tiergesundheit entstehen. Die beiden Pharmakonzerne sind an dem neuen, noch namenlosen Tochterunternehmen jeweils zu 50% beteiligt. Wie sinnvoll Diversifizierungsstrategien sein können, wenn sie auf der zukunftsträchtigen Biotechnologie basieren, zeigt auch die Göttinger Sartorius AG: Der traditionsreiche Waagenhersteller profitiert über seine börsennotierte Mehrheitsbeteiligung Sartorius Stedim Biotech S.A., die Einmalartikel für die Biotech-Forschung in der Pharmabranche liefert, vom nachhaltigen Boom in diesem Sektor. Nur dank der wachsenden Biotech-Sparte konnte Sartorius 2009 bei insgesamt sinkenden Umsätzen den Vorsteuergewinn (Ebita) von 56,8 auf 60,9 Mio. Euro verbessern und seine Gewinnmarge sogar von 9,3 auf 10,1 Prozent steigern. Die Göttinger haben bestimmt nichts gegen das bislang so verpönte Wort mit D.


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