Personalia

CFO wird CEO

CFO wird CEO

28.07.2014 - Seit November 2012 ist Marc Voigt Finanzvorstand der Prima Biomed Ltd., nun wurde er mit sofortiger Wirkung zum neuen Chief Executive Officer des Biotech-Unternehmens ernannt.

Sein Vorgänger Matthew Lehman scheidet aus dem Vorstand aus, steht aber als Berater zur Verfügung, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Grund für den Wechsel ist die Fokussierung auf das Europageschäft: Bereits im Mai 2010 begann eine Kooperation zwischen dem australischen Unternehmen und dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig. Hier wurden die klinischen Studien und die Herstellung des Therapiekandidaten CVac gegen Eierstockkrebs für sämtliche klinische Studien in Europa gebündelt. Die Sächsische Aufbaubank unterstützt das europäische Entwicklungsprogramm mit Fördermitteln. Voigt studierte Betriebswirtschaft an der Freien Universität in Berlin und war CFO und CBO der Medical Enzymes AG sowie der Revotar Biopharmaceuticals. Vor seinem Wechsel in die Biotechnologie war Voigt im Investmentbereich tätig. Die Prima Biomed Ltd. hat ihren Hauptsitz in Melbourne und Niederlassungen in Redwood City, Kalifornien, USA, sowie in Leipzig 

 © transkript.de/MAK Foto: Prima BioMed

24.07.2014 Nach neun Jahren am Centre for Neuroregeneration an der Universität Edinburgh (UK) wechselt Dr. Michell Reimer als neuer Juniorgruppenleiter an das Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD).

Der Neurobiologe erforscht Mechanismen, die in Zebrafischen durch Rückenmarksverletzungen zerstörte Areale wiederherstellen und funktionell regenerieren. Als erster Forscher weltweit beschrieb er die Neubildung motorischer Nervenzellen aus körpereigenen Vorläuferzellen bei Zebrafischen nach Rückenmarksverletzungen. Am CRTD will Reimer eine neue molekularzelluläre Analysemethode etablieren, um seine Forschungen fortzusetzen.

 © transkript.de/MAK Foto: privat

23.07.2014 Prof. Dr. John P. Donoghue übernimmt die Leitung des Genfer Wyss Center for Bio- and Neuro-Engineering auf dem Campus Biotech.

Donoghues Berufung als außerordentlicher Professor an die Ecole polytechnique federale de Lausanne (EFPL) und Gastprofessor an die Universität Genf erfolgte Mitte Juli. Der international renommierte Neurowissenschaftler ist Gründer des Institute for Brain Science an der Brown University in Rhode Island (USA) und einer der Väter der Neuroprothetik, der Verbindung von Neurowissenschaft und Kybernetik. Er wird an seiner Universität ein Sabbatjahr nehmen und während dieser Zeit als Leiter des Wyss Center tätig sein. In dem Wissenschaftszentrum werden Forscher und Ingenieure aus aller Welt gemeinsam unter anderem neue medizinische Geräte entwickeln. Das Wyss Center for Bio- and Nanoengineering entsteht seit Mai 2013 auf dem ehemaligen Gelände von Merck Serono. Das Unternehmen hatte damals seinen Genfer Unternehmenssitz an das Konsortium Campus Biotech verkauft. Dahinter stehen die Schweizer Investoren und Unternehmer Hansjörg Wyss und Ernesto Bertarelli (ehemaliger Serono-Eigner), die Wyss Foundation sowie die ETH Lausanne und die Universität Genf. Der Kauf des Areals wurde je zur Hälfte durch die Wyss Foundation und die Familie Bertarelli finanziert.

 © transkript.de/MAK Foto: Campus Biotech/Wyss Foundation

21.07.2014 Sie gehört zu den 100 mächtigsten Frauen der Welt (Forbes-Magazin) und ist eine der besten 50 Frauen in der Wirtschaft (Financial Times): Kiran Mazumdar-Shaw. Nun wurde sie mit dem Weltwirtschaftlichen Preis des Institutes für Weltwirtschaft in Kiel ausgezeichnet.

Mazumdar-Shaw ist CEO der Biocon Ltd., einem Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Bangalore, Indien. Nach dem Zoologie-Studium und einem Abschluss als Braumeister, arbeitete sie in verschiedenen Brauereien in Australien und Indien. 1978 ging sie nach Europa und wurde Trainee-Manager bei Biocon Biochemicals Ltd. in Irland. Im selben Jahr gründete sie die Biocon India und entwickelte sie – trotz aller Widrigkeiten – zu einem weltweit erfolgreichen Unternehmen, das als erste indische Firma Enzyme herstellte und in die USA sowie nach Europa verkaufte. Neben einem umfangreichen Produktportfolio liegen die Forschungsschwerpunkte des Unternehmens heute auf Diabetes, Onkologie und Autoimmunerkrankungen. 1994 und 2000 gründete Mazumdar-Shaw zwei weitere Firmen: Syngene und Clinigene. Der Börsengang von Biocon im Jahr 2004 machte sie zur reichsten Frau Indiens, die sich aber auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist: Mit ihrer Biocon-Foundation ermöglicht sie Menschen aus ärmeren Gesellschaftsschichten Indiens den Zugang zu medizinischer Versorgung. Sieben Kliniken gehören zu ihrer Stiftung, jede einzelne versorgt 50.000 Menschen. Der Weltwirtschaftliche Preis wird jährlich in enger Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Kiel und der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein an einen Wirtschaftswissenschaftler, einen Politiker und einen Unternehmer verliehen. Bei den Gewinnern handelt es sich um herausragende Persönlichkeiten, die einen besonderen Beitrag zu einer auf Eigenverantwortung basierenden, sozial verantwortungsvollen Gesellschaft geleistet haben.

 © transkript.de/MAK Foto: BIOCOM AG

17.07.2014 Prof. Dr. Martin Stratmann hat sein Amt als Präsident der Max-Planck-Gesellschaft angetreten.

Der bisherige Vizepräsident wurde bereits vor einem Jahr vom Senat der Gesellschaft für sechs Jahre gewählt. Stratmann (Jahrgang 1954) studierte Physik und promovierte am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf. Nach einem zweijährigen Postdoc-Aufenthalt in den USA kehrte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das MPI nach Düsseldorf zurück und übernahm später die Arbeitsgruppe Korrosionsforschung. Von 1994 bis 1999 lehrte Stratmann an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg am Lehrstuhl für Korrosion und Oberflächentechnik. 2000 wurde er Wissenschaftliches Mitglied und Direktor der Abteilung Grenzflächenchemie und Oberflächentechnik am Düsseldorfer MPI. 2002 erfolgte seine Ernennung zum Vorsitzenden der Geschäftsführung. Von 2006 bis 2008 war Stratmann Vorsitzender der Chemisch-Physikalisch-Technischen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft und wurde 2008 ihr Vizepräsident. In dem Jahr wurde er zudem Geschäftsführer der Minerva-Stiftung, eine MPG-Tochtergesellschaft, die für die deutsch-israelische Wissenschaftskooperation zuständig ist. Auf seine Initiative hin wurde das Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation in Bochum gegründet, in dem Stratmann Vorsitzender des Scientific Advisory Boards ist. Außerdem ist der mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsmanager Mitglied des Exzellenzclusters Resolv an der Ruhr-Universität Bochum.

 © transkript.de/MAK Foto: Axel Griesch/MPG

16.07.2014 Das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin kann sich über einen renommierten Neuzugang freuen. Prof. Dr. Adam Lange wechselte vom Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen nach Berlin.

Gleichzeitig nahm er den Ruf auf eine Professur an der Humboldt-Universität Berlin an. Lange beschäftigt sich mit Strukturen von Biomolekülen. Der Biophysiker konnte zeigen, dass sich innerhalb von hochkomplexen Bioaggregaten Hunderte von Proteinen in einem sich selbst organisierenden Prozess aneinanderreihen. Auf diese Weise entsteht eine lange Injektionsnadel von zwei Nanometer Durchmesser, mit der Bakterien ihre Wirtszellen angreifen. Die Substanzen, die sie dafür benutzen, sind immer unterschiedlich, das Verfahren bleibt jedoch immer gleich. Am FMP wird Lange mit Hilfe der Festkörper-NMR (-Nuclear magnetic resonance) seine Forschungen fortführen. Mit dieser Technik ist es möglich, auch Strukturen zu untersuchen, die bisher nicht zugänglich waren. Kombinieren werden die Wissenschaftler das mit einer systematischen Wirkstoffforschung. Ziel könnte sein, Wirkstoffe zu finden, um die Injektionsnadeln der Bakterien zu verstopfen. 

  

 © transkript.de/MAK Foto: Silke Oßwald

14.07.2014 Seit Juni ist Dr. Erich Enghofer Executive Vice President Oncology and Haematology bei der bayerischen 4SC AG – eine Position, die erst kürzlich geschaffen wurde.

Enghofer bringt umfangreiche Erfahrungen aus der Pharmabranche mit, die er unter anderem bei Bayer, Medac Schering Onkologie, Amgen und Klinge Pharma (heute Astellas) sammelte. Bis Mai dieses Jahres leitete er bei Bayer HealthCare in Leverkusen den Bereich Onkologie (seit 2011 Hämatologie-Onkologie). Großen Anteil hatte er dort an der Zulassung und dem Markterfolg von Sorafenib (Nexavar®) zur Behandlung von Leberkrebs. 4SCs Hauptprodukt Resminostat wird ebenfalls in der Indikation Leberkrebs eingesetzt. Enghofer soll nun das strategische Marketing in Richtung Marktzulassung  vorantreiben. Dazu wird er das Unternehmen sowohl bei Partnering-Aktivitäten als auch im Bereich Business Development unterstützen.

  

 © transkript.de/MAK Foto: Bayer

10.07.2014 Dr. Marijn Dekkers bleibt bis Ende 2016 Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. Nach fünf Jahren im Unternehmen erfolgte die Vertragsverlängerung nur um zwei weitere Jahre.

Der 56-Jährige nannte familiäre Gründe für seine Entscheidung, die nun Anlass für Bayers Aufsichtsrat war, die Zusammensetzung des Vorstandes zu verändern. Ab Oktober dieses Jahres wird der bisherige Finanzvorstand Werner Baumann zum Vorstand für Strategie und Portfoliomanagement ernannt. Seine Funktion übernimmt Johannes Dietsch. Beide sind langjährige Bayer-Mitarbeiter: Baumann begann 1988 nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften bei Bayer im Ressort Konzernfinanzen. Er gehört seit Januar 2010 zum Vorstand der Bayer AG. Dietsch schloss 1984 im Werk in Leverkusen eine Ausbildung zum Industriekaufmann und Wirtschaftsassistenten ab und übernahm Leitungsfunktionen in verschiedenen Unternehmensteilen. Seit 2010 ist er Landessprecher und CFO Greater China bei Bayer China in Shanghai. 

 © transkript.de/MAK Foto: Bayer AG

08.07.2014 Für seine bahnbrechenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Biophysik wurde Prof. Dr. Andreas R. Bausch mit dem Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) ausgezeichnet.

Auf Bauschs wissenschaftliches Konto gehen zahlreiche Entwicklungen, die das Gebiet der Physik biologischer und biomimetischer Materialien maßgeblich beeinflusst haben. So zum Beispiel die magnetischen Pinzetten, mit denen erstmals Messungen nanoskopischer viskoelastischer Module spezifischer Zell-Organellen möglich wurden – inzwischen eine Standardanwendung. Der 44-Jährige erfand auch die Colloidosom-Technik, eine Einkapselungsmethode für eine exakte Medikamentendosierung und -freisetzung, und entwickelte eine neue Generation von Biosensoren auf der Basis von Silizium-Chips, mit einzigartiger Nachweisempfindlichkeit von Biomolekülen. Bausch wurde in München promoviert und folgte nach einem Postdoc-Aufenthalt an der Harvard University einem Ruf an die TU München, dort hat er eine Professur für Biophysik inne. 2011 wurde ihm ein ERC Starting Grant verliehen, nur ein Jahr später ein ERC Advanced Grant – als erstem Wissenschaftler in Europa. Der Akademiepreis der BBAW ist mit 50.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung erfolgte Ende Juni im Rahmen des Leibniztages in Berlin.

 © transkript.de/MAK Foto: Eckert/TUM

04.07.2014 Seit Anfang Juli ist Dr. Dirk Ehlers nicht mehr der Vorstandsvorsitzende der Eppendorf AG. Er hat das Unternehmen im gegenseitigem Einvernehmen verlassen, mit bisher unbekanntem Ziel.

Ehlers kam Anfang Mai 2011 von Roche zu Eppendorf und war davor von 2001 bis 2007 Finanzvorstand des Biotech-Unternehmens Evotec. Neuer Vorstandssprecher bei Eppendorf ist nun Finanzvorstand Detmar Ammermann. Dr. Ralf Hermann, verantwortlich fürs Marketing des Hamburger Unternehmens, und Dr. Wilhelm Plüster (Bereich Technologie) wurden neu in den Vorstand berufen. Dr. Heinz Gerhard Köhn, verantwortlich für Qualitätsmanagement und Technologieprojekte, und Vertriebschef Dr. Michael Schröder gehören ebenfalls der Unternehmensleitung an.

 © transkript.de/MAK Foto: Eppendorf

01.07.2014 Prof. Dr. Emmanuelle Charpentier (Foto) vom Helmhotz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig ist gemeinsam mit Prof. Dr. Jennifer Doudna (University of California, Berkeley) Gewinnerin des diesjährigen Dr. Paul Janssen-Preises.

Damit wird den zahlreichen Auszeichnungen, die Charpentier in den vergangenen Jahren verliehen wurden, eine weitere hinzugefügt: Sie hat eine Alexander von Humboldt-Professur an der Medizinischen Hochschule in Hannover inne, ist Gastprofessorin an der schwedischen Umea-Universität, wurde kürzlich zum EMBO-Mitglied gewählt und mit dem Göran-Gustaffson-Preis der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften geehrt. Gemeinsam mit der Gruppe von Doudna erforschte sie das Enzym Cas9, das DNA präzise schneidet. Daraus entwickelten die Wissenschaftler die CRISPR-Cas9-Technologie, die gentechnische Arbeiten beschleunigt und ihre Effizienz erhöht. Mit ihrer Hilfe können im Labor Modellsysteme für menschliche Krankheiten entwickelt werden, um beispielsweise neue Behandlungswege für Erbkrankheiten zu finden. Charpentier leitet am HZI die Abteilung Regulation in der Infektionsbiologie. Die Auszeichnung wird von Johnson & Johnson für herausragende biomedizinische Forschungsergebnisse gestiftet und ist mit 100.000 US-Dollar dotiert.

 © transkript.de/MAK Foto: HZI

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