Personalia

Max-Planck-Forschungspreis 2016

Max-Planck-Forschungspreis 2016

24.08.2016 - Für seine Forschungen zur Interaktion von Tieren mit ihrer Umwelt wurde Prof. Dr. Martin Wikelski mit dem Max-Planck-Forschungspreis 2016 ausgezeichnet.

Sein Ziel ist es, ein globales Beobachtungssystem aufzubauen, das es ermöglicht, Naturkatastrophen, die Auswirkungen des Klimawandels oder auch die Verbreitung von Krankheitserregern anhand der Wanderbewegungen kleiner Tiere vorherzusagen. Dafür untersucht Wikelski im Freiland, wie diese Tiere Informationen aufnehmen, sie verarbeiten und dann in Entscheidungen umsetzen.  „Anhand ihrer besseren Messsysteme und überlegener Informationsverarbeitung können Tiere Vorhersagen machen, zu denen menschengemachte, technische Sensorik nicht in der Lage ist“, so der Biologe. Wikelski und seine Kollegen nutzen das von ihnen initiierte Satellitensystem ICARUS (International Cooperation for Animal Research Using Space). Es soll im Juni kommenden Jahres auf der internationalen Raumstation ISS installiert werden und erfasst die Signale, die von den Miniatursendern ausgehen, mit denen einzelne Tiere ausgestattet werden. Die Daten, die sowohl das Tierverhalten als auch die Umweltbedingungen beschreiben, werden in der Datenbank Movebank gespeichert und von den Wissenschaftlern analysiert. Wikelski studierte Zoologie in München und promovierte in Verhaltensökologie. Es folgten Postdoc-Aufenthalte in den USA und in Panama. 1998 wurde er Assistant Professor an der Universität von Illinois, Urbana-Champaign, und in Princeton, wo er eine Professur auf Lebenszeit erhielt. Seit 2008 ist Wikelski Max-Planck-Direktor am MPI für Ornithologie in Radolfzell und Professor an der Universität Konstanz. Der Forschungspreis wird gemeinsam von der Alexander von Humboldt Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft vergeben und ist mit 750.000 Euro dotiert.

 © transkript.de/MaK Foto: Universität Konstanz

http://www.transkript.de/menschen/personalia/2016-01/martin-wikelski.html

22.08.2016 Seit Anfang August ist Dr. Heikki Lanckriet (CEO der Expedeon Holdings Ltd.), Co-CEO und CSO der deutsch-spanischen Sygnis AG.

 

Im Juli dieses Jahres hatte Sygnis die britische Expedeon übernommen, zu deren Gründern Lanckriet im Jahr 2003 gehörte. Der promovierte Bioverfahrenstechniker verantwortete bei dem Hersteller von Proteomik-Tools und -Reagenzien den operativen und den wissenschaftlichen Bereich. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Großbritannien, den USA und Singapur und verfügt über ein gut ausgebautes Vertriebsnetz. Lanckriet leitet die Sygnis AG nun gemeinsam mit  CEO und CFO Pilar de la Huerta.

 © transkript.de/MaK Foto: Expedeon

17.08.2016 Mitte August erfolgte die einvernehmliche Trennung zwischen der Stada Arzneimittel AG und ihrem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff.

 

Seit Anfang Juni hatte Retzlaff sein Amt – wie es hieß  aus gesundheitlichen Gründen – ruhen lassen. Nun endet sein Vertrag Ende 2016 „aufgrund persönlicher Umstände“. Bis dahin ist Retzlaff von allen Aufgaben freigestellt. Diese hatten im Frühsommer bereits Finanzvorstand Helmut Kraft und Dr. Matthias Wiedenfels übernommen. Letzterer wurde vom Stada-Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Geplant ist nun die Vergrößerung des Vorstands von drei auf vier Mitglieder.

 © transkript.de/MaK Foto: Stada Arzneimittel AG

15.08.2016 Mitte August hat Mark Booth, Chief Business Officer der Hallenser Probiodrug AG, das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen.

 

Booth hatte erst im März 2016 bei Probiodrug begonnen. Olivier Litzka, Partner bei Edmond de Rothschild (EdRIP), ist dagegen schon seit sieben Jahren Mitglied des Aufsichtsrates und wird sein Mandat Mitte September 2016 zurückgeben. Nach dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 2014, erfolge damit der Übergang zu einem Aufsichtsrat, der einer öffentlich gelisteten Firma entspräche.

 © transkript.de/MaK Foto: Probiodrug

11.08.2016 Dr. Titus Kaletta wurde im Juli vom Aufsichtsrat der Regensburger numares AG zum Mitglied des Vorstands bestellt.

 

Der Biochemiker promovierte zwischen 1994 und 1998 am Max-Planck-Institut in München und begann anschließend bei Devgen NV (Gent, Belgien), wo er als Head of Preclinical Development, CBO, tätig war. Von 2009 bis 2012 leitete er den Bereich Forschung und Entwicklung bei der Mainzer Galantos Pharma GmbH. Außerdem berät er seit 2008 KMUs aus der Life-Sciences-Branche. Bei numares verantwortet der 47-Jährige den weiteren Ausbau des Vertriebs in Europa und Asien.

 © transkript.de/MaK Foto: numares AG

08.08.2016 Prof. Dr. Johannes Jehle ist neuer Präsident der Society of Invertebrate Pathology SIP. Seine Wahl erfolgte für zwei Jahre.

 

Die SIP hat mehr als 450 Mitglieder aus aller Welt. Sie wurde 1967 gegründet und trägt mit ihrer Arbeit zur Erforschung von Insektenkrankheiten, der Entwicklung von biologischen Pflanzenschutzverfahren zur Bekämpfung von Schadinsekten oder auch der Gesunderhaltung von aquakultivierten Krustentieren bei. Außerdem fördert sie die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet und unterstützt Nachwuchswissenschaftler und Studenten. Jehle leitet das Fachinstitut für Biologischen Pflanzenschutz im Julius Kühn-Institut am Standort Darmstadt. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der Insektenvirologie sowie der molekularen Insektenpathologie, der Bewertung der Wirksamkeit biologischer Pflanzenschutzmittel und der Charakterisierung und Klassifizierung von Insektenviren.

 © transkript.de/MaK Foto: Simon Feiertag/JKI

05.08.2016 Prof. Dr. F.-Ulrich Hartl gehört zu den diesjährigen Gewinnern des Albany Medical Center-Preises, einem der renommiertesten Wissenschaftspreise der USA.

 

Die Auszeichnung ist mit rund 450.000 Euro dotiert und wird Ende September in Albany (NY, USA) verliehen. Hartl und seine Kollegen Arthur L. Horwich und Susan Lee Lindquist werden für ihre herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Proteinfaltung geehrt. Hartl und Horwich hatten herausgefunden, dass Proteine sich nur mit der Hilfe von Chaperonen korrekt falten. Sie beeinflussen, ob Proteine die richtige Form annehmen und ihre biologischen Aufgaben in der Zelle erfüllen. Fehler in der Proteinfaltung können zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson führen. Hartl leitet die Forschungsabteilung Zelluläre Biochemie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, dessen Direktor er seit 1997 ist. Für seine wissenschaftliche Arbeit wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, so unter anderem mit dem Leibniz-Preis und dem Albert-Lasker-Preis für grundlagenmedizinische Forschung.

 © transkript.de/MaK Foto: MPI für Biochemie

02.08.2016 Neue Juniorprofessorin an der Fakultät für Biologie der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg ist seit dem Sommersemester Prof. Dr. Franziska Matthäus.

 

Die gebürtige Thüringerin erforscht das Bewegungsverhalten von Zellen und nutzt dafür mathematische Modelle und Simulationen von biologischen Systemen. Ein Schwerpunkt in ihren Vorlesungen wird die stärkere Verknüpfung von Mathematik und Informatik mit biologischen Fragestellungen sein, um die umfangreichen anfallenden Datenmengen in dem Bereich besser auswerten und nutzen zu können. Dafür wurde auch das Center for Computational and Theoretical Biology (CCTB) an der Universität Würzburg gegründet, an dem Studenten der Bereiche Mathematik, Physik, Biologie und Informatik fächerübergreifend zusammenarbeiten. Matthäus studierte an der Humboldt-Universität in Berlin Biophysik und wechselte dann für ihre Doktorarbeit an das Interdisciplinary Center for Mathematical and Computational Modeling (ICM) der Universität Warschau. Sie promovierte bei der Polnischen Akademie der Wissenschaften und ging anschließend an die Universität in Heidelberg, wo sie 2011 die Forschungsgruppe "Komplexe biologische Prozesse" am Center for Modeling and Simulation in the Biosciences (BIOMS) übernahm.

 © transkript.de/MaK Foto: privat

28.07.2016 Ab September leitet Matthias Bürk das Darmstädter Werk der Merck KGaA.

 

Der Jurist folgt auf Sigmar Herberg, der vor 35 Jahren als Assistent der Leitung anorganische Fabrikbetriebe begann und 1999 Leiter des Werks in Darmstadt wurde.  Nun geht er planmäßig in den Ruhestand. Bürk ist Personalleiter Deutschland und zuständig für den Umbau des Standortes Darmstadt zu einer modernen, globalen Konzernzentrale im Rahmen des konzerneigenen Transformations- und Wachstumsprozesses „Fit für 2018“.

 © transkript.de/MaK Foto: Merck KGaA

26.07.2016 Prof. Dr. Matthias Schwab wurde Mitte Juli für seine wegweisenden Arbeiten zur individualisierten Medizin mit dem Forschungspreis der Doktor Robert-Pfleger-Stiftung geehrt.

 

Schwab gilt als Experte und Vorreiter auf dem Gebiet der Pharmakogenetik. Er erforscht, welchen Einfluss die genetische Veranlagung von Patienten auf die Arzneimittelwirkung hat. Die Erbsubstanz kann die Wirkung von verordneten Medikamenten in bestimmten Fällen so verändern, dass die Arzneimittel eher schaden als nutzen. Dank seiner wissenschaftlichen Arbeit und seines großen Engagements gelang es, in der klinischen Praxis einen Routinetest zu etablieren, der es möglich macht, das geeignete Medikament in der passenden Dosis festzulegen. Eingesetzt wird dieser Test zum Beispiel bei leukämiekranken Kindern, bei denen eine Standardmedikamentierung aufgrund ihrer genetischen Veranlagung zu einer schweren, tödlich endenden Knochenmarkerkrankung führen könnte. Schwabs Einsatz führte außerdem zur Etablierung von „Fighting Drug Failure!“, dem ersten pharmakogenetischen Netzwerk in Europa, gefördert durch die Europäische Union.  Schwab leitet das Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie in Stuttgart und ist Ärztlicher Direktor der Abteilung für Klinische Pharmakologie am Uniklinikum Tübingen. Der Robert Pfleger-Forschungspreis wird alle zwei Jahre von der gleichnamigen Stiftung vergeben und ist mit 50.000 Euro dotiert.

 © transkript.de/MaK Foto: Robert-Bosch-Stiftung

20.07.2016 Chemiker der Universität Ulm erhielten für ihr Verfahren zur Atemgasanalytik den zweiten Preis der britischen Royal Society of Chemistry im Wettbewerb Emerging Technologies Competition.

 

Methoden zur Atemgasanalyse gibt es schon seit einiger Zeit. Die Anschaffung der dafür notwendigen Geräte war bisher für die meisten Arztpraxen jedoch zu teuer. Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Boris Mizaikoff (Foto), Leiter des Instituts für Analytische und Bioanalytische ChemieIABC, entwickelten in den vergangenen Jahren eine neue kostensparende, nicht-invasive Messmethode zur Analyse der Atemluft. Mit ihrem neuen Verfahren, das die Wissenschaftler erst vor drei Jahren im Fachjournal Analytical Chemistry vorstellten, kann die Konzentration krankheitsspezifischer Biomarker in einem frühen Stadium der Erkrankung gemessen werden. Damit ist eine Diagnose von Krankheiten der Lunge, der Leber, der Nieren oder auch von Brustkrebs möglich. Das Verfahren heißt µbreath und kann nicht nur in der medizinischen Diagnostik angewendet werden, sondern auch in der Umweltanalytik. Es basiert auf einem frequenz-abstimmbaren Laserstrahl, der in einem hohlen Lichtwellenleiter die Atemluft der Patienten analysiert. Der Lichtwellenleiter kann auf winzige Chips aufgebracht oder auch in kleinste Substrate integriert werden, was seine Einsatzmöglichkeit beträchtlich erhöht. Da eine Veränderung der Atemgase jedoch nicht unbedingt  krankheitsbedingt ist – auch die Ernährung kann dazu beitragen – muss gegenwärtig eine zweite Messmethode angewendet werden, um Fehldiagnosen zu vermeiden. Mit dem zweiten Platz in der Kategorie Health and Wellbeing erhalten die Forscher um Mizaikoff Zugang zu künftigen Industriepartnern, Unterstützung bei einer möglichen Ausgründung sowie ein Preisgeld in Höhe von 3.000 britischen Pfund (etwa 3.500 Euro).

 © transkript.de/MaK Foto: privat

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Angaben ohne Gewähr, Stand: 28.08.2016

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