Personalia

Heidelberger Biologin im Deutschen Ethikrat

Heidelberger Biologin im Deutschen Ethikrat

27.04.2016 - Prof. Dr. Ursula Klingmüller gehört zu den neu nominierten 13 Mitgliedern des Deutschen Ethikrates.

Klingmüller leitet seit 2007 die Abteilung Systembiologie der Signaltransduktion am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Gemeinsam mit ihren Kollegen erforscht sie molekulare Mechanismen, die zelluläre Entscheidungen beeinflussen. Treten in diesem Prozess Störungen auf, kann das zu Krebs oder anderen Erkrankungen führen. Für ihre Arbeit nutzen die Wissenschaftler mathematische Modelle, die sie mit biologischen Experimenten verbinden. Ihr Ziel ist es, zum einen die optimale Therapie für einen Patienten zu finden und zum anderen vorherzusagen, welche Patienten mit besonders starken Therapienebenwirkungen zu rechnen haben. Klingmüller war bis 2015 Mitglied im Kuratorium des DKFZ und leitete zahlreiche systembiologische Forschungskonsortien.

Der Deutsche Ethikrat fördert als unabhängiges Gremium die gesellschaftliche Diskussion zu ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen sowie rechtlichen Fragen und berät die Bundesregierung sowie den Deutschen Bundestag. Er besteht aus 26 Experten, die für vier Jahre berufen werden. Eine Wiederberufung ist nur einmal möglich. Aus diesem Grund war die große Anzahl an Neunominierungen in diesem Jahr notwendig geworden. 

 © transkript.de/MaK Foto: dkfz.de

http://www.transkript.de/menschen/personalia/2016-01/ursula-klingmueller.html

25.04.2016 Maya Martinez-Davis wurde zur globalen Leiterin der Geschäftseinheit Onkologie innerhalb des Merck-Biopharma-Geschäfts ernannt.

 

Martinez-Davis kommt von Pfizer, wo sie mehr als zehn Jahre in leitender Position tätig war. Davor hatte sie unterschiedliche Führungspositionen bei Aventis Pharma im Bereich Onkologie inne. Die 46-Jährige wird in Billerica, am US-amerikanischen Standort der Darmstädter Merck KGaA, ihren Einsatzort haben. In ihre Zuständigkeit fallen unter anderem die Ausarbeitung globaler Strategien für das Therapiegebiet Onkologie und die Markteinführung von Therapien.

 © transkript.de/MaK Foto: Merck KGaA

20.04.2016 Prof. Dr. Andreas Reuter hat Mitte April seine Tätigkeit am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) beendet.

 

Er wird sich auf die Leitung anderer, ebenfalls von SAP-Mitgründer Klaus Tschira ins Leben gerufene Institutionen konzentrieren, zum Beispiel die HITS-Stiftung, die Heidelberg Laureate Forum Foundation sowie die EML European Media Laboratory GmbH. Seit dem Tod von Tschira Mitte März 2015 war Reuter alleiniger HITS-Geschäftsführer. In den Jahren zuvor hatte er gemeinsam mit ihm die EML European Media Laboratory GmbH und das Grundlagenforschungsinstitut EML Research aufgebaut, aus dem vor sechs Jahren das HITS entstand, eine private, gemeinnützige Forschungseinrichtung, an der Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik betrieben wird – alles auf Basis großer Datenmengen, die strukturiert, verarbeitet und ausgewertet werden. Reuters Nachfolgerin ist die Ökotrophologin Dr. Gesa Schönberger. Sie war zuvor als Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin bei der Dr. Rainer Wild-Stiftung in Heidelberg tätig.

 © transkript.de/MaK Foto: HITS

18.04.2016 Prof. Dr. Hassan Jumaa erforscht die Verwandlung von hilfreichen Immunzellen zu bösartigen Krebszellen. Seine Arbeit wird nun durch einen ERC Advanced Grant in Höhe von 2,25 Mio. Euro unterstützt.

 

Jumaa kann in den kommenden fünf Jahren seine Forschungen zu Mechanismen am B-Zellantigenrezeptor bei der Chronisch Lymphatischen Leukämie (CLL) weiterführen, eine der häufigsten Blutkrebserkrankungen im Erwachsenenalter, und so möglicherweise zur Entwicklung von CLL-Therapien beitragen. Bisher ist die einzige (vage) Hoffnung für Patienten eine Stammzelltransplantation. Bereits vor einigen Jahren hatte der Biologe entdeckt, dass die Ursache für die Entartung der Immunzellen in den Zellen selbst liegt. Nun möchte er herausfinden, was den B-Zellrezeptor steuert und so zur Entartung der körpereigenen Abwehrzellen führt. "Ein tieferes Verständnis des B-Zellrezeptor-Signalweges wird uns womöglich dabei helfen, Moleküle zu designen, die die Interaktion der Rezeptoren hemmen. So könnten wir gezielt krebsfördernde Signale unterbinden", beschreibt Jumaa eine mögliche klinische Anwendung, die zudem nebenwirkungsarm in einem frühen Stadium der Erkrankung eingesetzt werden könnte. Jumaa promovierte in Freiburg, wo er sich auch habilitierte. Er leitet das Institut für Immunologie der Universität Ulm.

 © transkript.de/MaK Foto: Eberhardt/Uni Ulm

15.04.2016 Dr. Jan Krönke hat für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit in der klinisch-therapeutischen Arzneimittelforschung den diesjährigen Paul-Martini-Preis der gleichnamigen Stiftung erhalten.

 

Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde dem Wissenschaftler auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin in Mannheim Mitte April überreicht. Krönke (36) versorgt als Assistenzarzt in der Klinik für Innere Medizin III an der Uniklinik Ulm Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen. Seit Anfang 2015 leitet er eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe. In seiner wissenschaftlichen Arbeit erforscht er die Wirkungsweise von Krebsmedikamenten. Krankheiten werden zum einen behandelt, in dem durch einen Arzneistoff bestimmte Enzyme oder Proteine abgeschaltet werden. Krönke fand nun einen weiteren Weg: Die Proteine werden durch die Medikamente als "Zellmüll" markiert und durch das zelleigene Proteinbeseitigungssystem entsorgt. Die Ergebnisse des 36-Jährigen können dazu führen, für Patienten die hilfreichste Therapie auszuwählen. 

 © transkript.de/MaK Foto: Paul-Martini-Stiftung

14.04.2016 Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard mit einem ERC Advanced Grant ausgezeichnet.

 

In den kommenden fünf Jahren erhält die Tübinger Wissenschaftlerin 2,2 Mio. Euro. Sie leitet am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie eine Emeritus-Forschungsgruppe, die sich mit molekularen und genetischen Grundlagen der Farbmuster bei Tieren beschäftigt. Nüsslein-Volhard und ihre Kollegen erforschen die Bildung und Vielfalt von Farbmustern bei Zebrafischen und verwandten Arten. Diese Farbmuster sind für soziale Interaktionen wie Partnerwahl, Erkennung von Artgenossen oder Fressfeinden von Bedeutung. Bisher ist jedoch nicht geklärt, welche Gene für die ganz unterschiedlichen Farbmuster verantwortlich sind. Mit den ERC Advanced Grants unterstützt der Europäische Forschungsrat langfristig vielversprechende, wegweisende Wissenschaftsprojekte. Nüsslein-Volhard war von 1985 bis 2015 Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. 1995 erhielt die Biologin den Nobelpreis für Medizin oder Physiologie für ihre Arbeit zur Embryonalentwicklung bei der Fruchtfliege.


 © transkript.de/MaK Foto: Bertram Schädle/MPI für Entwicklungsbiologie

06.04.2016 Nach knapp sechs Jahren im Aufsichtsrat der Wilex AG wird Andreas Krebs das Gremium Mitte Mai auf eigenen Wunsch verlassen.

 

Krebs ist Geschäftsführer und Partner bei der CologneInvest GmbH und war erst im Juli 2015 erneut in den Aufsichtsrat des Biopharmazie-Unternehmens gewählt worden. Einen Nachfolger wird es für ihn nicht geben, da die Hauptversammlung Mitte Mai eine Reduzierung der Aufsichtsratsmitglieder auf fünf beschließen soll. Das Unternehmen wolle die neuen aktienrechtlichen Möglichkeiten nutzen und der Hauptversammlung einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten, hieß es Anfang April.

 © transkript.de/MaK Foto: Merz Pharma GmbH & Co. KGaA

05.04.2016 Dr. Roland Bindeus hat Anfang April die Leitung des Bereichs Hämatologie und Onkologie bei der Wiener AOP Orphan Pharmaceuticals übernommen.

 

Der 38-Jährige kommt von Baxalta Österreich. Dort begann er 2008 im Bereich Global Medical Affairs und konzentrierte sich zunächst auf seltene immunologische und hämatologische Erkrankungen.  Später wurde er Produkt-Manager und war im Bereich Sales und Marketing tätig. 2015 übernahm er das Immunologie-Geschäft in Österreich und der Schweiz sowie die Geschäftsleitung der österreichischen Vertriebsorganisation. Seine berufliche Karriere begann der Biochemiker 2005 bei Amgen im Management klinischer Studien.

 © transkript.de/MaK Foto: AOP Orphan Pharmaceuticals AG

04.04.2016 Den diesjährigen Forschungspreis der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) erhielt Prof. Dr. Julia Frunzke für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit sowie ihr Engagement außerhalb der Forschung.

 

Die 36-Jährige entwickelte mit ihrer Arbeitsgruppe Biosensoren, die Aminosäuren in Corynebacterium glutamicum aufspüren, das in der Biotechnologie verwendet wird, um in großem Maßstab zum Beispiel Aminosäuren und Proteine zu produzieren. Frunzke und Kollegen koppelten den Sensor mit einem Fluoreszenz-Protein und konnten so die Produktion von Aminosäuren in einzelnen Zellen als leuchtendes Signal zeigen. Mit dessen Hilfe können nun gezielt Bakterien, die große Mengen Aminosäure produzieren, ausgewählt und vermehrt werden. Damit ist eine Steigerung der Produktion von Aminosäuren um das Zehnfache möglich. Ein weiteres Arbeitsgebiet der 36-jährigen Biologin ist die Phagen-Forschung. Frunzke leitet eine Arbeitsgruppe am Institut für Bio- und Geowissenschaften des Forschungszentrums Jülich und ist Professorin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie ist verheiratet und zweifache Mutter. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde auf  der VAAM-Jahrestagung in Jena vergeben.

 © transkript.de/MaK Foto: VAAM/Störiko

30.03.2016 Mitte Mai werden in Bonn die Heinz Maier Leibnitz-Preise vergeben. Unter den zehn Gewinnern ist auch die Biochemikerin Prof. Dr. Aline Bozec von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

 

Bozec (Jahrgang 1977) studierte Biochemie in Orleans und promovierte an der Universität von Lyon. Anschließend forschte sie in Wien am Institut für Molekulare Biologie und in Madrid am CNIO, dem spanischen Krebsforschungszentrum. Ihr Forschungsschwerpunkt ist das Zusammenspiel von Knochen mit dem Immunsystem. In ihren Arbeiten hatte sie festgestellt, dass Knochen über integrierende Schnittstellen mit anderen Gewebe- und Organsystemen verbunden sind. Sie beschrieb zentrale Transkriptionsfaktoren und Signalwege, die in knochenfressenden Zellen (Osteoklasten), knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) und Fettzellen als Schaltstellen für die Differenzierung und die Aktivität der Zellen relevant sind. 2011 erhielt die Biochemikerin eine Juniorprofessur für Osteoimmunologie und wurde Leiterin einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Universitätsklinikum Erlangen. Bozec leitet außerdem ein Teilprojekt im DFG-Schwerpunktprogramm Osteoimmunologie. Der Heinz Maier Leibnitz-Preis gehört zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen für Nachwuchsforscher in Deutschland. Er ist mit 20.000 Euro dotiert, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung stellt. Jährlich wird er an zehn hervorragende junge Forscher vergeben.

 © transkript.de/MaK Foto: Jens Wegener

28.03.2016 Zu den fünf Gewinnerinnen des diesjährigen L’Oréal-UNESCO For Women in Science-Preis gehört auch Prof. Dr. Emmanuelle Charpentier vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin.

 

Ende März wurde die Auszeichnung, die mit jeweils 100.000 Euro dotiert ist, an der Pariser Sorbonne an die Forscherinnen vergeben, die aus fünf verschieden Regionen der Welt kommen. Charpentier war die Vertreterin Europas und erhielt den Preis für ihre Forschungen, die zur Entwicklung der technischen Grundlage für die Genomchirurgie, die Genschere CRISPR-Cas9, führten. Die zerschnittenen Gene können abgeschaltet, verändert oder durch andere Gene ersetzt werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten bei der Behandlung von Erbkrankheiten oder chronischen Erkrankungen wie Aids oder Krebs, aber auch in der Pflanzenzüchtung. Als Vertreterin Nordamerikas wurde Charpentiers Forscherkollegin Prof. Dr. Jennifer Doudna (University of California, Berkeley) geehrt. Die beiden Wissenschaftlerinnen hatten gemeinsam an der Entwicklung der Genschere gearbeitet. Das For Women in Science-Programm wendet sich in Deutschland an hochtalentierte Wissenschaftlerinnen mit Kindern, um Ansporn und Unterstützung zu vermitteln. Denn oftmals ist die Gründung einer Familie hierzulande Anlass dafür, beruflich kürzerzutreten oder ganz auszusteigen – auch in der wissenschaftlichen Forschung.

 © transkript.de/MaK Foto: obs/L'Oréal Deutschland GmbH/L'Oréal Stiftung

1/56Nächste Seite

Kurszettel

Alle Kurse

TOP

  • EPIGENOMICS5.39 EUR9.33%
  • CO.DON3.15 EUR8.62%
  • WILEX1.92 EUR3.23%

FLOP

  • THERAMETRICS0.02 CHF-33.33%
  • ADDEX2.62 CHF-4.03%
  • SARTORIUS261.00 EUR-3.99%

TOP

  • BIOFRONTERA3.19 EUR36.9%
  • MEDIGENE9.18 EUR23.6%
  • FORMYCON24.60 EUR21.8%

FLOP

  • THERAMETRICS0.02 CHF-50.0%
  • 4SC3.22 EUR-17.4%
  • EVOLVA0.66 CHF-9.6%

TOP

  • SARTORIUS261.00 EUR72.8%
  • BIOFRONTERA3.19 EUR38.7%
  • ACTELION154.50 CHF24.6%

FLOP

  • BB BIOTECH46.44 EUR-82.3%
  • BIOTEST16.65 EUR-76.5%
  • CYTOS0.25 CHF-75.2%

Angaben ohne Gewähr, Stand: 02.05.2016

Jobs der Woche

Alle Jobs

  • Eternit Aktiengesellschaft, c/o Etex Holding GmbH

    Lacktechniker/Lacklaborant (m/w)

    Farbentwicklung und damit verbundene lacktechnische Prüfungen mehr

  • EOS

    Ingenieur / Techniker (m/w) im Bereich Additive Fertigung

    Abwicklung von Benchmarks und Anwen­dungs­beratung und -entwicklung mehr

  • OHB System AG

    Reinraumbeauftragter (m/w)

    Einführung eines Instandhaltungs- und Kalibrierungsplanes und … mehr

News auf medtech-zwo.de