Personalia

Von Princeton nach Berlin-Buch

Von Princeton nach Berlin-Buch

26.08.2015 - Prof. Dr. Dorothea Fiedler wurde zur neuen Direktorin am Leibniz-Institut für Pharmakologie (FMP) berufen.

Gemeinsam mit Geschäftsführer Prof. Dr. Volker Haucke leitet sie seit Ende Juli das Institut in Berlin-Buch. Fiedler forschte in den vergangenen fünf Jahren an der Princeton University in New Jersey . Sie beschäftigt sich mit der Übertragung von Signalen und dem Stoffwechsel in Körperzellen. Werden diese Prozesse gestört, kann das zu schweren Erkrankungen führen. Die Hamburgerin studierte anorganische Chemie in Würzburg und an der University of California in Berkeley. Nach der Promotion wechselte sie an die Universität in San Francisco. Immer wieder wurde Fiedler für ihre hervorragende wissenschaftliche Arbeit geehrt: Sie erhielt Förder-Grants der Sidney Kimmel Foundation für Krebsforschung (200.000 US-Dollar) und der Rita Allen Foundation (500.000 US-Dollar) sowie einen NIH Director’s New Innovator Award in Höhe von 1,5 Mio. US-Dollar.

 © transkript.de/MaK Foto: FMP

http://www.transkript.de/menschen/personalia/2015-02/dorothea-fiedler.html

24.08.2015 Die Bonner Neuway Pharma hat seit Anfang August einen neuen CEO: Dr. Rudi Scherhag.

Der erfahrene Manager war unter anderem für Boehringer Mannheim/Roche, Heidelberg Pharma und zuletzt für Imclone Systems International tätig. Der Wechsel erfolgte planmäßig. Scherhag folgte auf Dr. Stephan Rapp, der die Position des Geschäftsführers und CEO im Juli 2014 übernommen hatte, drei Monate nach Ausgründung des Unternehmens aus dem Life Science Inkubator in Bonn. Neuway Pharma entwickelt Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems.

 © transkript.de/MaK Foto: Neuway

19.08.2015 Prof. Dr. Helga Rübsamen-Schaeff wurde Mitte August mit dem "IUPAC 2015 Distinguished Women in Chemistry or Chemical Engineering Award" geehrt.

Rübsamen-Schaeff ist Mitgründerin der AiCuris GmbH & Co. KG und war bis März dieses Jahres deren Geschäftsführerin. Anschließend übernahm sie die Leitung des neugegründeten wissenschaftlichen Beirates des Wuppertaler Unternehmens. Die Auszeichnung wurde 2011 anlässlich des Jahres der Chemie von der International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) gestiftet und wird an Frauen für ihre herausragenden Leistungen in Forschung und Lehre oder Management im Bereich der Chemie vergeben. Die anderen elf Preisträgerinnen forschen und entwickeln an Universitäten und Instituten in der ganzen Welt.

 © transkript.de/MaK Foto: IUPAC

18.08.2015 Der Biophysiker Mikhail Kudryashev gehört zu den sechs Wissenschaftlern, die Mitte November mit dem Sofja-Kovalevskaja-Preis ausgezeichnet werden.

Bis zu 1,65 Mio. Euro Preisgeld stehen jedem von ihnen in den kommenden fünf Jahren für ihre Arbeit zur Verfügung und um eine eigene Forschungsgruppe aufzubauen. Kudryashev, geboren 1983 in der UdSSR, studierte in Krasnojarsk Physik und kam 2005 nach Deutschland. Er promovierte vier Jahre später an der Universität Heidelberg. Seit 2009 ist er Postdoktorand am Biozentrum der Universität Basel. Seine Forschungen wird Kudryashev am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt am Main bei Prof. Dr. Werner Kühlbrandt weiterführen. Kudryashev gilt als Experte der Kryo-Elektronenmikroskopie. Er entdeckte, dass die bakteriellen Injektionsnadeln von Yersinia enterocolitica, ein Magen-Darm-Erreger, unterschiedlich lang und dehnbar sind. Das weist darauf hin, dass sich der Erreger auf die jeweiligen Situationen einstellen kann. So bleibt sein Infektionspotential erhalten.  Ein anderer Forschungsschwerpunkt am MPI in Frankfurt werden Struktur und Funktion von Glutamat-NMDA-Rezeptoren sein, die eine zentrale Rolle bei neurodegenerativen Erkrankungen spielen.

Der Sofja-Kovalevskaja-Preis wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung an herausragende Nachwuchswissenschaftler vergeben. Die Finanzierung erfolgt über das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die nächste Auszeichnungsrunde hätte turnusgemäß erst 2016 stattgefunden. Aufgrund aufgestockter Finanzen war eine Vergabe jedoch schon in diesem Jahr möglich.

 © transkript.de/MaK Foto: Biozentrum Basel/Ariane Fecteau-Lefebvre

17.08.2015 Erstmals vergab das Deutsche Stammzellnetzwerk drei Wissenschaftspreise. Die Gewinner sind Prof. Dr. Magdalena Götz (München, Foto), Dr. Julia Ladewig (Bonn) und Jichang Wang (Berlin).

Götz ist seit 2004 Direktorin am Institut für Stammzellforschung des Helmholtz-Zentrums München und lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität Physiologische Genomik. Sie erhielt den GSCN Female Scientist Award für ihre wegweisenden Forschungen zu den molekularen Grundlagen der Gehirnentwicklung. In ihren Forschungen sucht sie nach Ersatzmöglichkeiten für Nervenzellen, die durch Verletzungen oder Krankheit zerstört wurden. Götz hatte entdeckt, dass Gliazellen während der Entwicklung des Gehirns Stammzellen sind, aus denen sich verschiedene Zellarten entwickeln können, auch Nervenzellen des Gehirns. Bis dahin waren die Experten davon ausgegangen, dass in der Gehirnsubstanz zwei Zellarten vorhanden sind: Nervenzellen für die Weiterleitung von Reizen und die Gliazellen mit ihrer Stütz- und Ernährungsfunktion. Im erwachsenen Gehirn bilden Gliazellen keine Nervenzellen, vermitteln aber die Wundreaktion. Für ihre Forschungsergebnisse wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ernst Schering Preis 2014 und 2007 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis.

Dr. Julia Ladewig ist Nachwuchsgruppenleiterin am Institut für Rekonstruktive Neurobiologie am Universitätsklinikum Bonn und erhielt den GSCN Young Investigator Award. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung des menschlichen Gehirns. Dafür nutzt die Biologin induziert pluripotente Stammzellen und über direkte Konversion gewonnene induzierte Neurone, um mehr über die Entstehung des menschlichen Kortex zu erfahren. Sie entwickelt dreidimensionale neuronale Zellkulturmodelle, die es ermöglichen, Wissen, das aus der Analyse von Tiermodellen stammt, in einem menschlichen System zu überprüfen und neue Einblicke in die normale Entwicklung des menschlichen Kortex sowie über Änderungen im Krankheitsfall zu gewinnen.

Mit dem GSCN Publication of the Year wurde Jichang Wang aus der Forschungsgruppe von Dr. Zsuzsanna Izsvák vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin ausgezeichnet. Die Wissenschaftler hatten in ihrer Veröffentlichung neue Identifikationsmöglichkeiten für naive und somit ursprüngliche menschliche embryonale Stammzellen nachgewiesen. Alle drei Preise sind mit jeweils 1.500 Euro dotiert und die Wissenschaftler erhalten die Gelegenheit, auf der Internationalen Stammzellkonferenz des GSCN Anfang September in Frankfurt am Main einen Vortrag zu halten.


 © transkript.de/MaK Foto: Bayer AG

12.08.2015 Mit einem Stipendium der Dr. Hilmer Stiftung wurde Ende Juli der Saarbrücker Doktorand Kevan Hosseini ausgezeichnet.

Der Apotheker erforscht an der Universität des Saarlandes in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Alexandra Kiemer die molekularen Prozesse, die bei entzündlichen Fettlebern ablaufen und zu Leberkrebs führen können. Seine Erkenntnisse könnten zur Entwicklung von wirksamen Medikamenten beitragen, denn bisher ist Leberkrebs sehr schlecht therapierbar – weltweit ist er die zweithäufigste Tumor-assoziierte Todesursache.  Die Dr. Hilmer Stiftung vergibt ihr Stipendium alle zwei Jahre an Doktoranden in der pharmazeutischen Forschung.

 © transkript.de/MaK Foto: Saar-Uni

10.08.2015 Prof. Dr. Robson Augusto Souza dos Santos wurde im Juli mit dem Georg Forster-Forschungspreis geehrt.

Seit 1998 arbeitet Santos eng mit der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Michael Bader am Max-Delbrück-Centum für Molekulare Medizin in Berlin zusammen. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit, die bereits zur Entwicklung von neuartigen Wirkstoffen gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und gemeinsamen Patenten führte, kann nun vertieft werden, denn Santos erhielt Ende Juli den Georg Forster-Forschungspreis, der mit 60.000 Euro dotiert ist. Der Brasilianer erforscht Angiotensine. Dabei handelt es sich um Hormone, die die Herz-Kreislauf-Regulierung beeinflussen und bei der Entstehung von Bluthochdruck und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie der Nieren eine Rolle spielen. Santos (Jahrgang 1951) studierte Medizin und Biologie und lehrt seit 2002 am Institut für Biologische Wissenschaften der Bundesuniversität von Minas Gerais in Belo Horizonte (Brasilien).

 © transkript.de/MaK Foto: privat

06.08.2015 Thomas Bachmann, zuvor Präsident der Bruker BioSpin Group, hat Anfang August den Vorstandsvorsitz bei der Eppendorf-Gruppe übernommen.

Der  56-Jährige kennt das Unternehmen bereits seit 2013 aus seiner Tätigkeit im Eppendorf-Aufsichtsrat. Bis Ende Juli dieses Jahres war Finanzvorstand Detmar Ammermann übergangsweise Vorstandsvorsitzender. Sein Vorgänger, Dr. Dirk Ehlers hatte das Hamburger Unternehmen Mitte 2014 verlassen. Bachmann startete 2005 als Leiter der Schweizer Tecan-Gruppe seinen beruflichen Werdegang in der Life-Sciences-Branche.

 © transkript.de/MaK Foto: Eppendorf AG

04.08.2015 Die Bonner Rigontec GmbH hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Dr. J. Donald deBethizy folgt auf Prof. Dr. Gunther Hartmann.

Hartmann, Mitgründer des Biopharma-Unternehmens, gibt den Vorsitz ab, bleibt jedoch Vorstandsmitglied. Dr. deBethizy bringt umfangreiche Erfahrungen in Forschung und Entwicklung mit, aber auch im Finanz- und operativen Management. Er ist Präsident der dänischen White City Consulting ApS und Aufsichtsratsmitglied  bei arGEN-X NV, Newron Pharmaceuticals Spa, Serendex Pharmaceuticals und der Noxxon Pharma AG. Zuvor war deBethizy Präsident sowie CEO von Santaris Pharma A/S, bis das Unternehmen an Roche verkauft wurde, und CEO von Contera Pharma. Außerdem gehört der Toxikologe zu den Mitgründern der US-amerikanischen Targacept Inc.

 © transkript.de/MaK Foto: Tammi Bogestrand Imgages

30.07.2015 Prof. Dr. Jochen Meier wurde im Juli auf eine W2-Professur für Zellphysiologie an der Technischen Universität Braunschweig berufen.

Meier erforscht, was bei der Informationsverarbeitung im Gehirn passiert, wenn das Zentralnervensystem hypererregt ist. Das ist unter anderem bei Epilepsien und Muskelkrämpfen der Fall. Am Institut für Zoologie in Braunschweig wird er seine Arbeiten zur „RNA-Editierung“ weiterführen. Dabei werden ursprüngliche Informationen in DNA-Texbausteinen auf enzymatischem Wege überschrieben „Mit dieser Maßnahme gelingt es der Zelle, sich über die im Genom vorgeschriebene Information hinwegzusetzen und ihrer eigenen genetischen Textvorgabe durch gezielt gesetzte Änderungen einen völlig anderen Sinn zu geben“, so der Biologe, der seit 2006 eine Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin leitet. Meier studierte in Mainz, Tübingen und Heidelberg Biologie und promovierte an der Universität Pierre et Marie Curie in Paris. Schon zweimal wurde er von den Studenten des Internationalen Studienganges Medical Neursosciences an der Charité für seine Lehrveranstaltungen ausgezeichnet.

 © transkript.de/MaK Foto: David Ausserhofer/MDC

28.07.2015 Dr. Aram Mangasarian wurde Mitte Juli zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Noxxon Pharma AG ernannt.

Mangasarian ist bereits sei Mai 2010 Chief Business Officer bei dem biopharmazeutischen Unternehmen und verantwortete bisher das Business Development der Berliner. Weitere Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren ExonHit Therapeutics (jetzt Diaxonhit) und bis zur Übernahme durch AstraZeneca Novexel. Sein Vorgänger, Iain Buchanan, scheidet aus dem operativen Tagesgeschäft aus und soll in den Noxxon-Aufsichtsrat wechseln. Bis es soweit ist, bleibt er Berater des Managements.

 © transkript.de/MaK Foto: Noxxon Pharma AG

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