Personalia

33. BMEL-Tierschutz-Forschungspreis

33. BMEL-Tierschutz-Forschungspreis

10.12.2014 - Drei Wissenschaftler wurden mit dem 33. Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ausgezeichnet: Dr. Uwe Marx (TissUse GmbH, Spreenhagen), Dr. Peter Reinhardt (MPI für molekulare Biomedizin Münster) und Prof. Dr. Vera Rogiers (Vrije Universität Brüssel).

Marx (Foto) entwickelte einen Zwei-Organ-Chip, mit dem Chemikalien auf ihre Sicherheit und Medikamente auf ihre Wirksamkeit getestet werden können. Mit dem Chip wird das Zusammenspiel verschiedener Organe simuliert. Dafür setzt Marx Zellklümpchen auf eine Unterlage und verbindet diese mit „Adern“, durch die eine blutähnliche Flüssigkeit geleitet wird. Auf diese Weise gelang es ihm und seinen Kollegen bereits, Haut und Immunsystem miteinander zu verbinden, aber auch Leber und Niere. Ziel ist nun ein Chip, auf dem zehn Organe miteinander verbunden werden. Marx gehörte 1994 zu den Gründern der ProBiogen AG und war bis 2010 deren CSO. Dann wechselte er zur TissUse GmbH, einem Spin-off der TU Berlin. Reinhardt entwickelt Zellkulturmodelle für die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen. Mit seinem iPS-zellbasierten Krankheitsmodell für Parkinson lassen sich Mechanismen der Krankheit und mögliche therapeutische Wirkstoffe testen, ohne dass Versuchstiere zum Einsatz kommen müssen. Reinhardt erhielt erst Ende November für seine Forschungsarbeiten den MTZ®-MPI-Award der Monika-und-Thomas-Zimmermann-Stiftung. Die Arbeitsgruppe um Vera Rogiers an der Fakultät für Medizin und pharmakologische Wissenschaften der Universität Brüssel entwickelte eine stammzellbasierte-Screening-Methode, mit der das lebertoxische Potential von Stoffen überprüft werden kann. Dafür nutzten sie humane Hautstammzellen, die sie zuvor in Leberzellen differenzieren konnten. Der Tierschutzforschungspreis des BMEL ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand Anfang Dezember statt.

 © transkript.de/MaK Foto: TU Berlin/MedBT

http://www.transkript.de/menschen/personalia/2014/uwe-marx.html

08.12.2014 Cristina Müller ist die diesjährige Gewinnerin des Ruzicka-Preises – eine der bedeutendsten Schweizer Auszeichnungen für Nachwuchsforscher auf dem Gebiet der Chemie.

Müller leitet eine Forschungsgruppe am Zentrum für Radiopharmazeutische Wissenschaften, die zur ETH Zürich, dem Paul-Scherrer-Institut und dem Universitätsspital Zürich gehört. Die 39-Jährige forscht bereits seit ihrer Diplomarbeit auf dem Gebiet der radiopharmazeutischen Diagnostik und Therapie von Krebs. Ihr Ziel ist es, Tumorgewebe direkt im Körperinneren zu bestrahlen. Dafür entwickelte sie in den vergangenen Jahren einen Molekülkomplex, der in Zukunft sowohl für die Diagnostik durch bildgebende Verfahren als auch für die Strahlentherapie bestimmter Krebsarten eingesetzt werden soll. Der Komplex besteht aus Folsäure und einem radioaktiven Metallatom. Er bindet an Krebszellen, die verstärkt den Folsäure-Rezeptor bilden. Je nach Einsatzgebiet wird ein Radiometall mit unterschiedlicher Masse verwendet, ansonsten sind die Komplexe chemisch identisch. Da sich bei weiteren Untersuchungen herausstellte, dass sich Folsäure-Moleküle nicht nur in den Tumoren, sondern auch in den Nieren anreichern, erweiterte Müller den Komplex um eine dritte Komponente, die reversibel an das Bluteiweiß Albumin bindet. Dieser Komplex durchläuft den Blutkreislauf mehrfach und passiert dabei den Tumor häufiger, was zu einer vermehrten Anreicherung im Tumorgewebe führte, nicht in den Nieren. Der Ruzicka-Preis wird bereits seit 1957 vergeben, er ist mit 10.000 CHF dotiert.

 © transkript.de/MaK Foto: zvg

05.12.2014 Nobelpreis-Trägerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard erhielt Ende November den bayrischen Maximiliansorden.

Damit kommt zu ihren zahlreichen renommierten Auszeichnungen – 1986 der Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und 1995 der Medizin-Nobelpreis –  die höchste des Freistaates Bayern auf dem Gebiet der Wissenschaft und Kunst hinzu. Die Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen forscht seit Jahren auf dem Gebiet der genetischen Steuerung der Embryonalentwicklung. Außerdem unterstützt sie mit dem Geld ihrer Stiftung begabte Nachwuchswissenschaftlerinnen dabei, Forschungsarbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. Denn oft bedeutet die Gründung einer Familie das Aus für Forschung auf höchstem Niveau. Der Maximiliansorden wurde 1853 von König Maximilian II. von Bayern als Gegenstück zum preußischen Orden Pour le Merité für Wissenschaften und Künste gestiftet, dessen Kanzlerin Nüsslein-Volhard seit 2013 ist. Die Zahl der Träger des Maximiliansordens soll die 100 nicht übersteigen. Sie treffen sich regelmäßig auf Einladung des bayerischen Ministerpräsidenten zu einer Festsitzung und zum Gedankenaustausch. 

 © transkript.de/MaK Foto: Momentum Photo

03.12.2014 Mit dem Hessischen Tierschutz-Forschungspreis 2014 wurden Prof. Dr. Thorsten Stiewe (Foto) von der Philipps-Universität Marburg und Dr. Stefan Weigt von Merck geehrt.

Die Preisübergabe erfolgte Mitte November im Hessischen Landtag durch Umweltministerin Priska Hinz. Stiewe und seine Kollegen Joel Charles und Jeannette Fuchs wurden für ihre Methode zum Monitoring von transplantierten Tumoren in Mäusen ausgezeichnet. Damit ist es möglich, das therapeutische Ansprechen zweier unterschiedlich mutierter Tumore nebeneinander in nur einem Tier zu vergleichen. Dabei werden die Tumorzellen mit künstlichen Markern (Luciferasen) versehen. Ein Tropfen Blut aus der Schwanzvene der Mäuse genügt, um die Luciferase zu messen. Das Verfahren ist sensitiver und technisch nicht so aufwendig und teuer wie bisherige Untersuchungen mittels bildgebender Verfahren. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe um Stiewe führen zu einer Reduzierung der Belastung für die Tiere und senken die Zahl der notwendigen Tierversuche. Die Auszeichnung für die drei Wissenschaftler ist mit 10.000 Euro dotiert. Weigt entwickelte einen In-Vitro-Test zur Untersuchung der Teratogenität mittels Zebrafischembryonen. Er basiert auf einer Methode, die vor einigen Jahren von Thomas Broschard und Francois Busquet entwickelt wurde. Teratogene Substanzen verursachen am Embryo Miss- und Fehlbildungen, und die Suche nach ihnen ist gesetzlich vorgeschrieben. Bei diesen Untersuchungen, die jedes Jahr in großer Menge anfallen, werden Millionen trächtiger Ratten und Kaninchen verwendet. Da der In-Vitro-Test von Weigt nun die gesamte Embryonalentwickung berücksichtigt und nicht mehr auf der Aktivierung der Testsubstanzen durch Säugetiergewebe beruht, kann die Zahl der Versuchstiere reduziert werden. Sein Preisgeld beträgt 5.000 Euro. Der Hessische Tierschutz-Forschungspreis wird alle zwei Jahre an Wissenschaftler, Firmen oder Einrichtungen in Hessen vergeben. Er ist mit 15.000 Euro dotiert.

 © transkript.de/MaK Foto: Philipps-Universität Marburg/Reinhold Eckstein

01.12.2014 Im Januar 2015 übernimmt Prof. Dr. Ralf Gold den Ersten Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Er wurde auf der Neurowoche in München gewählt und folgt auf Prof. Dr. Martin Grond (Siegen), nun Zweiter Vorsitzender. Der dritte Vorsitzende ist Prof. Dr. Gereon R. Fink (Universitätsklinikum Köln) gewählt. Gold ist ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik an der Ruhr-Universität Bochum und dort seit fünf Jahren Forschungsdekan. Der renommierte Multiple-Sklerose-Forscher ist außerdem langjähriges Mitglied des Neurowissenschaftlichen Fachkollegiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Vorstandsmitglied des Forschungsnetzwerks KKNMS.

 © transkript.de/MaK Foto: DGN/D. Gust

28.11.2014 Den diesjährigen Alzheimer-Forschungspreis der Hans und Ilse Breuer-Stiftung teilen sich Prof. Dr. Stefan F. Lichtenthaler (Foto) und Prof. Dr. Mikael Simons.

Lichtenthaler erforscht am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der TU München die Funktion und Regulation von Proteasen, die an neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer beteiligt sind. Seine Ziele sind neue diagnostische und therapeutische Ansätze sowie eine bessere Vorhersage von eventuellen Nebenwirkungen eingesetzter Medikamente. Simons forscht am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin und der Universität Göttingen auf dem Gebiet der Multiplen Sklerose. Der Finne untersucht die elektrische Isolation von Nervenfasern und konzentriert sich dabei auf die Prozesse, die zum Aufbau beziehungsweise zur Zerstörung der Isolationsschicht führen. Dabei geht es ihm darum, Krankheitssymptome abzumildern und möglicherweise eine Heilung zu erreichen. Der Preis wird seit zehn Jahren von der gemeinnützigen Hans und Ilse Breuer-Stiftung vergeben. Er ist mit 100.000 Euro dotiert.

 © transkript.de/MaK Foto: Hans und Ilse Breuer-Stiftung/Kai Gettner

26.11.2014 Prof. Dr. Bernd Müller-Röber ist seit Ende November neuer Präsident des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO).

Müller-Röber hat eine Professur für Molekularbiologie an der Universität Potsdam inne und ist dort Sprecher des Forschungsschwerpunktes Pflanzengenomforschung und Systembiologie. Das langjährige VBIO-Mitglied war seit 2011 bereits Vizepräsident des Verbandes. Nun folgte er auf Prof. Dr. Wolfgang Nellen von der Universität Kassel. Die weiteren Präsidiumsmitglieder sind Schatzmeister Prof. Dr. Johannes Beckers (Helmholtz-Zentrum München), Prof. Dr. Susanne Bickel (Universität Düsseldorf) als Sprecherin der Landesverbände, Sprecherin der Fachgesellschaften wurde Prof. Dr. Felicitas Pfeifer (TU Darmstadt). Ilka Gropengießer (Bremen), Prof. Dr. Gerhard Haszprunar (München), Prof. Dr. Hans-Martin Jäck (Erlangen), Prof. Dr. Dieter Jahn (Braunschweig) und PD Dr. Sabine Specht (Bonn) gehören dem Gremium ebenfalls an.

 © transkript.de/MaK Foto: VBIO

24.11.2014 Dr. Anna C. Eichhorn, Vorstand der Humatrix AG in Pfungstadt, ist nun auch Vorstandsmitglied des House of Pharma & Healthcare e.V. Ihre Wahl erfolgte im Rahmen der vergangenen Jahrestagung im Herbst.

An der interdisziplinären Dialog- und Forschungsplattform, die im Oktober 2013 startete, beteiligen sich die Universitäten Frankfurt am Main, Gießen und Marburg sowie Unternehmen aus den Bereichen Pharmazie, Diagnostik und Medizintechnik. Daneben sind auch Vertreter der Politik, Krankenkassen, Patientenorganisationen, Ärzte und Apotheker, Gesundheitsinitiativen und regulatorische Behörden eingeladen, gemeinsam den Pharmastandort Rhein-Main zu stärken. Das soll zum einen durch die Entwicklung neuer Produkte und Wirkstoffe geschehen, aber auch durch eine intensivere Förderung von Nachwuchswissenschaftlern. Eichhorns Fokus liegt insbesondere auf den Themen individualisierte Medizin und Biotechnologie. Für das nächste Jahr ist deshalb die Durchführung eines Expertenforums zum Thema Perspektiven der individualisierten Medizin geplant. Neben dem House of Pharma & Healthcare gibt es in Hessen bereits das House of Logistics and Mobility sowie ein House of IT.

 © transkript.de/MaK Foto: Humatrix AG

20.11.2014 Prof. Dr. Thomas Groth wird im Januar 2015 Präsident der Europäischen Gesellschaft für künstliche Organe (ESAO).

Er folgt damit auf Prof. Dr. Bernd Stegmayer. Die ESAO unterstützt Forschung und Entwicklung in den Bereichen künstliche Organe, Implantate und Tissue Engineering. Ihre Hauptaufgabe sieht die europäische Organisation darin, die Zusammenarbeit von Grundlagenwissenschaften, klinischer Medizin und biomedizinischer Industrie enger zu gestalten und zu fördern. Groth studierte in Berlin Biophysik und promovierte dort 1991. Bis zu seiner Habilitation im Jahr 2003 an der Universität Potsdam arbeitete er am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. 2004 wurde er Professor für Biomedizinische Materialien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 © transkript.de/MaK Foto: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

18.11.2014 Mit dem Forschungspreis der Dr.-Günther-und-ImmeWille-Stiftung wurde Mitte November Dr. Henrike Sell vom Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf ausgezeichnet.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird jährlich von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an hervorragende Nachwuchswissenschaftler vergeben, die auf dem Gebiet der translationalen Medizin und verwandter Lebenswissenschaften tätig sind. Sell ist stellvertretende Leiterin der Paul-Langerhans-Gruppe für Integrative Physiologie am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ). Sie erforscht die Entstehung Adipositas-bedingter Stoffwechselerkrankungen. Dabei konzentriert sie sich unter anderem auf das Enzym Dipeptidylpeptidase 4, das eine zentrale Rolle in der Organkommunikation spielt.

 © transkript.de/MaK Foto: DDZ

17.11.2014 Prof. Dr. Oliver Brüstle wurde Mitte November zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Kompetenznetzwerks Stammzellforschung NRW ernannt.

Er folgte auf Prof. Dr. Hans Schöler (Münster), der die Funktion neun Jahre bekleidete. Brüstle, Direktor des Instituts für Rekonstruktive Neurobiologie der Rheinischen Friedrich‐Wilhelms‐Universität Bonn und wissenschaftlicher Direktor der Bonner Life & Brain GmbH, gehörte 2002 bereits zu den Initiatoren des Netzwerks. Neben seiner Arbeit im Vorstand war er bisher auch Sprecher des biomedizinischen Lenkungskreises. Das ist nun Prof. Dr. Peter Horn vom Universitätsklinikum Essen. Brüstles Forschungsschwerpunkte liegen auf der Zellreprogrammierung und der Nutzung pluripotenter Stammzellen. Das Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW wird vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein‐Westfalen gefördert. Es vernetzt die Aktivitäten seiner verschiedenen Standorte in Deutschland und beschäftigt sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen zur adulten und pluripotenten Stammzellforschung.

© transkript.de/MaK Foto: Institut für Rekonstruktive Neurobiologie/Uni Bonn

1/39Nächste Seite

Kurszettel

Alle Kurse

TOP

    FLOP

      TOP

        FLOP

          TOP

            FLOP

              Angaben ohne Gewähr, Stand: 17.12.2014

              Jobs der Woche

              Alle Jobs

              • BEGO Medical GmbH

                Mitarbeiter (m/w) technischer Außendienst

                Betreuung und Erschließung von Bestandskunden, CAD-/CAM-Schulung und … mehr

              • GlaxoSmithKline (GSK)

                Head of Clinical Research (f/m)

                Responsible for preparation of Clinical Research budgets, headcount … mehr

              • BAM - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

                Diplom-Ingenieur/in / Bachelor der Fachrichtung Chemie mit Schwerpunkt anorganische Analytik

                Erstellung von zertifizierten Referenzmaterialien für Böden und … mehr

              News auf medtech-zwo.de