Personalia

EMBO Gold Medal 2014 für Schweizer Biologin

EMBO Gold Medal 2014 für Schweizer Biologin

27.08.2014 - Ende September wird Prof. Dr. Sophie Martin auf der FEBS-EMBO Konferenz in Paris mit der „Goldmedaille“ der EMBO ausgezeichnet.

Die Biologin erforscht seit etwa 15 Jahren die zelluläre Polarität, das heißt die Unterschiede zwischen Zellen, bezogen auf Form, räumliche Aufteilung und Funktion. Dabei liegt ihr besonderes Interesse darauf, herauszufinden, wie sich die räumliche Organisation einer Zelle auf ihre Größe und Zellteilung auswirkt. 2009 entdeckte sie die Proteinkinase Pom1, die für den Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung ist. Martin erforschte bereits in ihrer Doktorarbeit, die sie 2003 beendete, die Zellpolarität bei der Taufliege Drosophila. 2007 übernahm sie eine Professur des Schweizerischen Nationalfonds SNF am Center for Integrative Genomics an der Universität Lausanne, 2010 wurde sie dort Associate Professor im Fachbereich Fundamental Microbiology. Für ihre exzellenten wissenschaftlichen Arbeiten wurde Martin bereits mehrfach ausgezeichnet: 2010 mit einem ERC Starting Grant, 2012 mit dem Women in Cell Biology Junior Award der American Society of Cell und in diesem Jahr mit dem Friedrich-Miescher-Preis sowie der EMBO Gold Medal, die mit 10.000 Euro dotiert ist. 

 © transkript.de/MaK Foto: Universität Lausanne

http://www.transkript.de/menschen/personalia/2014/sophie-martin.html

25.08.2014 Prof. Dr. Reinhold Leinfelder wurde zum Gründungsdirektor des Hauses der Zukunft ernannt, das 2017 in Berlin eröffnet werden soll.

Das Haus soll ein Ort sein, in dem Zukunftsthemen der Wissenschaft zur Sprache kommen und im gesellschaftlichen Rahmen diskutiert werden. Der ehemalige Direktor des Berliner Naturkundemuseums und der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns ist ab September verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung des Projektes. Mitte Juli wurde die gemeinnützige Trägerschaft für das Haus der Zukunft gegründet. Beteiligt daran sind das BMBF, die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Leopoldina, Acatech, die Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft sowie die Helmholtz- und die Leibniz-Gemeinschaft. Außerdem auch die BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, Siemens und Infineon sowie die Deutsche Telekom-Stiftung.

 © transkript.de/MaK Foto: privat

21.08.2014 Nach 25 Jahren an der Spitze des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München hat Prof. Dr. Florian Holzboer seinen Vertrag vorzeitig aufgelöst und im Juli den Posten des Geschäftsführers bei der Holsboer Maschmeyer Neurochemie (HMNC) GmbH übernommen.

Ausschlaggebend für diesen Wechsel war, so Holsboer, die Lust auf unternehmerisches Denken nach so vielen Jahren an der Forschungseinrichtung. Die HMNC GmbH ist ebenfalls in München ansässig und wurde 2010 von Hoelsboer und dem Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer gegründet. Sie entwickelt Therapien gegen Angsterkrankungen und Depressionen. Gentests und Biomarker sollen dabei helfen, auf den einzelnen Patienten individuell zugeschnittene Behandlungsmöglichkeiten zu finden. Die Wirkstoffe, die HMNC dafür nutzt, stammen von Pharmafirmen oder auch von Einrichtungen wie dem MPI, von dem das Unternehmen Lizenzen für Entwicklungen und Patente erworben hat. Gemeinsam mit Investoren sollen daraus marktfähige Konzepte entstehen.

 © transkript.de/MaK Foto: HMNC

19.08.2014 Dr. Maria Moreno-Villanueva wurde mit dem diesjährigen LBS-Umweltpreis ausgezeichnet.

Die Biologin erforscht an der Universität Konstanz die Reparaturmechanismen von geschädigtem Erbgut, insbesondere die Auswirkungen von traumatischem Stress auf die menschliche DNA. Für ihre Ergebnisse erhielt sie den mit 10.000 Euro dotierten Umweltpreis der LBS Landesbausparkasse Baden-Württemberg und der Stiftung Umwelt und Wohnen an der Universität Konstanz. Moreno-Villanueva konnte in einer Studie nachweisen, dass nach einer erfolgreichen Psychotherapie von posttraumatischen Belastungsstörungen Schäden an der DNA nicht mehr vermehrt vorhanden waren. Dafür analysierte sie die DNA-Schäden in peripheren mononuklearen Blutzellen vor und nach der Psychotherapie. Ihre Erkenntnisse tragen dazu bei, die Folgen von traumatischem Stress auf molekularer Ebene besser zu verstehen und daraus neue Diagnose- und Therapiestrategien zu entwickeln.

 © transkript.de/MaK Foto: Universität Konstanz

18.08.2014 Das Jenaer Biotech-Unternehmen InflaRx GmbH erhielt für seinen Antikörper gegen lebensbedrohliche Entzündungen den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland.

Die Thüringer entwickelten den ersten Antikörper gegen lebensbedrohliche Entzündungen, die weltweit mehr Todesfälle verursachen als Herzinfarkte. Dabei spielt das Protein C5 eine wichtige Rolle, das bei Aktivierung in zwei Teile zerfällt: C5a verstärkt ungewollte Entzündungen, C5b wehrt bakterielle Infektionen ab. Der Antikörper IFX-1, der sich bereits in der klinischen Phase II befindet, ist in der Lage, C5a zu blockieren, dabei aber C5b nicht zu hemmen. In drei bis fünf Jahren könnte daraus ein Medikament entstehen. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert. Sie wurde gemeinsam von den drei Industrie- und Handelskammern aus Halle-Dessau, Leipzig und Ostthüringen gesponsert und feierlich an den InflaRx-CEO Prof. Dr. Niels C. Riedemann (Foto) übergeben. Außerdem erhielt Inflarx auch den Clusterpreis Life Sciences, der vom Serumwerk Bernburg gestiftet wurde.

 © transkript.de/MaK Foto: Guido Werner

14.08.2014 Prof. Dr. Ulrich Nübel hat die neue W2-Professur für Mikrobielle Genomforschung am Leibniz-Institut Deutsche Sammlung von Mikroorganismen DSMZ übernommen.

Die Professur wurde gemeinsam mit der TU Braunschweig im Rahmen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) eingerichtet. Der Mikrobiologe wird am DSMZ gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe die Bakterienevolution und die phänotypischen Auswirkungen der Genomvariation untersuchen. Ein anderes großes Feld wird die genombasierte Identifikation neuartiger mikrobieller Wirkstoffproduzenten sein. Nübel studierte Biotechnologie an der TU Braunschweig und promovierte am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie an der Universität Bremen. Seine Habilitation erfolgte an der TU Braunschweig. Am  Robert-Koch-Institut (Außenstelle Wernigerode) forschte er auf dem Gebiet der Populationsgenomik und der molekularen Epidemiologie bakterieller Krankheitserreger.

 © transkript.de/MaK Foto: DSMZ/Hanno Keppel

11.08.2014 Dr. Matthias Suermondt folgt auf den langjährigen Geschäftsführer Medizin und Gesundheitspolitik der Sanofi Aventis Deutschland GmbH, Dr. Heinz Riederer, der Ende Juli planmäßig in den Ruhestand gegangen ist.

Auf seine neue Aufgabe als Vice President Public Affairs und Access hat sich Suermondt bereits seit Anfang dieses Jahres vorbereitet.  Dafür kehrte er aus Paris zurück, wo er bis Ende 2013 die Sanofi-Division Onkologie Europa leitete. 1991 begann er als Trainee bei Schehring in Berlin. Zuvor hatte er eine kaufmännische Ausbildung sowie ein Medizinstudium absolviert. Im Jahr 2000 übernahm er die Geschäftseinheit Onkologie bei der damaligen Sanofi-Synthelabo. Nach verschiedenen Stationen innerhalb des Unternehmens wechselte er Mitte 2010 in die Europaorganisation und übernahm die Division Onkologie. Riederer war seit 2000 Mitglied der Sanofi-Geschäftsführung.

 © transkript.de/MaK Foto: Sanofi

08.08.2014 Der neue Vorstand des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) ist gewählt. Das Amt des Vorsitzenden hat Dr. Martin Zentgraf übernommen.

Der Mediziner ist Geschäftsführer der Desitin Arzneimittel GmbH in Hamburg und folgte auf Dr. Bernd Wegener, der mehr als 14 Jahre lang dem Verband vorstand und auch weiterhin im BPI-Vorstand mitarbeiten wird. Seit Juni 2011 gehört Zentgraf dem BPI-Bundesvorstand an. Zuvor war er Mitglied des Vorstandes im Landesverband Nord, den er von April 2011 bis Mai 2014 als Vorsitzender leitete. Von November 2006 bis Oktober 2012 gehörte er als BPI-Vertreter zum Gesundheitsforschungsrat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

  © transkript.de/MaK Foto: BPI

07.08.2014 Anfang August wurde der neue Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in sein Amt eingeführt.

Sein Vorgänger, Prof. Dr. Walter Schwerdtfeger, war aus Altersgründen Ende Juli aus dem Amt ausgeschieden und wurde feierlich verabschiedet. Der neue Präsident kennt das Institut, das für die Sicherheit von Arnzeimitteln und Medizinprodukten zuständig ist, sehr gut. Der Humanmediziner und Facharzt für Nervenheilkunde leitete von 2000 bis 2005 das Fachgebiet Neurologie/Psychiatrie im BfArM und übernahm anschließend die Leitung der Abteilung Zulassung 4. Ende Mai 2009 wurde er zum Vizepräsidenten der obersten Bundesoberbehörde mit Sitz in Bonn ernannt. Im vergangenen Jahr erfolgte der Ruf auf eine Honorarprofessur an der Medizinischen Fakultät der Rheinischen Universität Bonn. Broich will in seiner Amtszeit die Entwicklung des BfArM zu einem modernen Institut mit hoher Expertise weiter vorantreiben. Den Grundstein dafür hat sein Vorgänger gelegt. 

 © transkript.de/MaK Foto: BfArM

05.08.2014 Mitte Juli wurde Prof. Dr. Klaus Lingelbach mit der Rudolf-Leuckart-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie geehrt.

Der Marburger Biologe von der Philipps-Universität erforscht zellbiologische Grundlagen, die zu pathologischen Veränderungen von infizierten Zellen führen. Dabei konnte er zeigen, dass wichtige Nährstoffe aus dem Blut zu den Parasiten gelangen, in dem diese die Proteine der Wirtszelle manipulieren. Inzwischen versuchen Wissenschaftler herauszufinden, auf welchem Weg die Parasiten ihre Wirtszelle so modifizieren, dass sie darin weiterleben und sich vermehren können. Lingelbach gehörte vor 25 Jahren zu den Begründern des Forschungsgebietes. Er war Gründer und Sprecher des von der DFG geförderten Schwerpunktprogrammes Intrazelluläre Lebensformen und Vorsitzender der deutschen Gesellschaft für Parasitologie. Lingelbach ist unter anderem Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates des Hamburger Tropeninstitutes und Sachverständiger für die Bundesregierung bei der Sicherheitsbewertung parasitärer Infektionen in der Zentralen Kommission für Biologische Sicherheit.

 © transkript.de/MaK Foto: Pressestelle der Philipps-Universität Marburg/Claudia Lingelbach

01.08.2014 Der Biochemiker und Mikrobiologe Prof. Dr. Hans-Peter Klenk wurde für seine herausragenden Arbeiten zur Taxonomie der Bakterien mit dem Bergey Award 2014 ausgezeichnet.

Klenk leitet den Bereich Mikroorganismen am Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in Braunschweig. Gemeinsam mit seinem Team erforscht er die Verwandtschaftsverhältnisse von Bakterien und deren evolutionäre Entwicklung. Dabei nutzen die Wissenschaftler die vergleichende Analyse von Gesamtgenomsequenzen. Ihre Erkenntnisse könnten helfen, Krankheitserreger künftig viel schneller und zuverlässiger zu identifizieren. Ausgezeichnet wurden Klenks Beiträge zur Sequencing-Orphan-Species Initiative (SOS) und zur Genomischen Enzyklopädie der Bakterien und Archaea (GEBA). Die internationale SOS-Initiative, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, hatte zum Ziel, erstmals einen vollständigen Satz qualitativ hochwertiger 16S rRNA-Sequenzen der Typstämme aller Bakterien- und Achaea-Arten mit gültig beschriebenem Namen zu erstellen. In Kooperation mit dem Joint Genome Institute (JGI) in Kalifornien, USA, arbeitet der Biochemiker außerdem seit sieben Jahren an der Analyse der Genome der Typstämme aller kultivierten Prokaryoten, zusammengefasst in der Genomischen Enzyklopädie der Bakterien und Archaea (GEBA). Dabei werden Mikroorganismen untersucht, deren Biomasse und DNA die DSMZ aus ihrer Sammlung zur Verfügung stellt. Die Ergebnisse ermöglichen noch bessere Rückschlüsse auf die Verwandtschaftsverhältnisse und die Stammesgeschichte der Bakterien. Der Bergey Award wird vom seit 1936 bestehenden Bergey´s Manual Trust vergeben. Die Stiftung geht zurück auf David Hendricks Bergey (1860 bis1937), der das Standardwerk Bergey´s Manual of Determinative Bacteriology verfasste.

 © transkript.de/MaK Foto: Leibniz-Institut DSMZ

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