Personalia

Körber-Preis 2016

Körber-Preis 2016

21.06.2016 - Im September wird dem niederländischen Biologen und Medizin Prof. Dr. Hans Clevers der mit 750.000 Euro dotierte Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2016 verliehen.

Geehrt wird der 59-Jährige für das von ihm entwickelte neue Standardverfahren zur unbegrenzten Vermehrung adulter Stammzellen, aus denen sich Mini-Organe, sogenannte Organoide, züchten lassen, die zum Beispiel für Medikamententests eingesetzt werden können. Das ermöglicht unter anderem die Auswahl einer spezifischen Chemotherapie für Krebspatienten. Vor wenigen Jahren war es Clevers bereits gelungen, Darm-Stammzellen von Mukoviszidose-Patienten mit der Genschere CRISPR/Cas9 zu korrigieren und daraus Organoide zu züchten, die den Gendefekt nicht mehr aufwiesen. Das Ziel von Clevers ist nun, diese Methode auch bei vererbten Leberschäden anzuwenden. Außerdem konnte er in Labormäusen nachweisen, dass reimplantierte Leber-Organoide Funktionen der Leber übernehmen können. Clevers leitet seit 2015 die Forschungsabteilung des Utrechter Princess Maxima Center, einer Spezialklinik für Kinderonkologie. Mit dem Preisgeld, das die 1959 gegründete Hamburger Körber-Stiftung zur Verfügung stellt, will er die Entwicklung einer Gentherapie vorantreiben. 

 © transkript.de/MaK Foto: Körber-Stiftung, Friedrun Reinhold

http://www.transkript.de/menschen/personalia/2016-01/hans-clevers.html

17.06.2016 Prof. Dr. Adrian Liston (Universität Leuven) wurde Anfang Juni mit dem Wissenschaftspreis der Hamburger Eppendorf AG geehrt.

 

Liston leitet eine Forschungsgruppe am VIB Translational Immunology Lab in Leuven und untersucht mit seinen Kollegen die genetischen Grundlagen von Immunerkrankungen. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung ist die Aufklärung der Mechanismen, mit denen es dem Immunsystem möglich ist, Pathogene zu bekämpfen, den eigenen Organismus jedoch zu verschonen. Der Eppendorf Award for Young European Investigators wurde in diesem Jahr zum 21. Mal vergeben, erneut in Kooperation mit dem Wissenschaftsmagazin Nature. Er ist mit 20.000 Euro dotiert und wendet sich an herausragende junge Wissenschaftler, die in Europa auf dem Gebiet der Biomedizin forschen.

 © transkript.de/MaK Foto: Eppendorf AG

15.06.2016 Im September wechselt Simone Menne als neue Finanzchefin von der Lufthansa AG zu Boehringer Ingelheim.

 

Die Diplom-Kauffrau begann im April 1989 als Revisorin bei dem börsennotierten Luftfahrtunternehmen. Bis sie Anfang Juli 2013 als erste Frau in der Lufthansa-Geschichte die Leitung des Finanzressorts übernahm, hatte sie zahlreiche verschiedene Positionen mit steigender Verantwortung im In- und Ausland inne, so unter anderem als Leiterin des Lufthansa Rechnungswesens in Westafrika und als Leiterin der kaufmännischen Verwaltung sowie des Personalbereichs für Lufthansa in Südwesteuropa, später dann Gesamteuropa in London. Bei Boehringer Ingelheim folgt sie auf Hubertus von Baumbach, den neuen CEO des Phamaunternehmens. Er übernimmt ab Juli die Aufgaben von Andreas Barner, der in den Gesellschafterausschuss wechselt. Bis Menne ihren Dienst antritt, wird von Baumbach auch das Finanzressort weiterführen.

 © transkript.de/MaK Foto: Lufthansa Bildarchiv, FRA CI/P Fotograf: Jürgen Mai

13.06.2016 Anfang Oktober wird Gabriel Baertschi neuer CEO der Aachener Grünenthal Pharma GmbH & Co. KG.

 

Der gebürtige Schweizer folgt dann auf Prof. Dr. Eric-Paul Pâques, der das Pharmaunternehmen in den vergangenen 23 Jahren führte und entscheidend prägte. Baertschi ist seit mehr als 17 Jahren in der Branche tätig, die meiste Zeit davon bei AstraZeneca in verschiedenen wechselnden strategischen Funktionen in Vertrieb und Marketing, seit 2006 immer wieder im asiatischen Raum. Von 2011 bis 2013 war er Geschäftsführer von AstraZeneca Deutschland. Dann übernahm er die Leitung der Landesorganisation Japan. Von Oktober bis zum Zeitpunkt seines Ausscheidens Ende des Jahres werden Pâques und Baertschi eng zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Baertschi studierte Biologie und begann als Außendienstmitarbeiter bei Servier (Schweiz). 1996 wechselte er zu AstraZeneca.

  © transkript.de/MaK Foto: Grünenthal Pharma GmbH & Co. KG

10.06.2016 Neuer Vorsitzender des Verbandes der forschenden Pharma-Unternehmen vfa ist Han Steutel, der bisherige stellvertretende Vorsitzende.

 

Dr. Hagen Pfundner (Roche Pharma AG) trat nach beinahe fünf Jahren im Amt in die zweite Reihe zurück. Als Grund nannte er seine Wahl zum Vorsitzenden des BDI-Ausschusses für Gesundheitswirtschaft im März 2016. Pfundner wolle sich zeitlich und inhaltlich stärker auf die Arbeit in dem branchen- und technologieübergreifenden Ausschuss konzentrieren. Um ein Zeichen für Kontinuität in der Arbeit des vfa zu setzen, entschied sich der elfköpfige Vorstand für den bisherigen Stellvertreter Steutel als Nachfolger von Pfundner.  Der 56-jährige Niederländer ist seit 2008 Geschäftsführer der Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA. Besonderes Augenmerk als vfa-Vorsitzender will Steutel auf die Umsetzung der Beschlüsse des Pharmadialogs legen, den er seit 2014 aktiv begleitet und mitgestaltet.

  © transkript.de/MaK Foto:  vfa

08.06.2016 Aus gesundheitlichen Gründen lässt der langjährige Vorstandsvorsitzende der STADA Arzneimittel AG, Hartmut Retzlaff, sein Amt bis auf weiteres ruhen.

 

Seine Aufgaben teilen sich mit sofortiger Wirkung Finanzvorstand Helmut Kraft und Dr. Matthias Wiedenfels, bisher verantwortlich für die Bereiche Unternehmensentwicklung und Personal. Kraft, seit 2010 im Vorstand, übernimmt zusätzlich die Ressorts Marketing und Vertrieb, Einkauf/Supply Chain Management sowie Forschung und Entwicklung. Wiedenfels, dessen Vertrag erst im Januar verlängert worden war, ist seit 2013 im Unternehmen. Er wird künftig auch die Bereiche Strategie, Kommunikation und Produktion verantworten. Außerdem wurde er vom STADA-Aufsichtsrat vorerst zum Vorstandsvorsitzenden berufen.

  © transkript.de/MaK Foto: STADA Arzneimittel AG

06.06.2016 Für ihre herausragende Dissertation an der TU Dresden hat Dr. Katja Thomas den Preis der Commerzbank 2015 erhalten.

 

Thomas leitet das Neuroimmunologische Labor an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden. Sie forscht auf dem Gebiet der Multiplen Sklerose (MS) und konnte im Rahmen ihrer Dissertation erstmals nachweisen, dass sich im Gehirn von MS-Patienten eine spezielle Form hochentzündlich aktiver dendritischer Zellen (SLAN-DC) anreichert. Es kommt zu einer Fehlaktivierung der T-Zellen, die im Normalfall für die Immunabwehr zuständig sind, bei den MS-Patienten aber fälschlicherweise die Nervenfasern attackieren. Für ihre Forschungen konnte Thomas auch die Proben von Patienten nutzen, die sie selber als Ärztin betreut – ein seltener Umstand, der es ihr nach eigenen Aussagen möglich mache, realitätsnaher zu forschen. Der Dissertationspreis der Commerzbank wird jährlich fächerübergreifend vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

 © transkript.de/MaK Foto: Stephan Wiegand/Uniklinikum Dresden

03.06.2016 Der Tübinger Immunbiologe Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee wurde Ende Mai mit dem renommierten Ernst-Jung-Preis für Medizin ausgezeichnet.

 

Der Preis ist mit 300.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zum 40. Mal von der Hamburger Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung vergeben. Rammensee lehrt seit 1996 an der Universität Tübingen und ist dort Direktor der Abteilung Immunologie. In seinen Forschungsarbeiten hat er sich auf die Entwicklung von Immuntherapien gegen Krebs spezialisiert, bei denen die körpereigenen Abwehrkräfte des Patienten gegen den Tumor mobilisiert werden. Das führte bereits zu einigen neuen klinischen Anwendungen. Für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit wurde der 62-Jährige, der im Jahr 2000 zu den Mitgründern der immatics biotechnologies GmbH gehörte, mehrfach geehrt, so unter anderem 1992 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, ein Jahr später mit dem Robert-Koch-Preis und 2013 mit dem Deutschen Krebshilfe-Preis.

 © transkript.de/MaK Foto: Medizinische Fakultät Tübingen

02.06.2016 Anfang Juli übernimmt Dr. Meike Criswell das Geschäftsfeld Homöopathie und Anthroposophie im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie BPI.

 

Damit bekräftigt der Branchenverband sein Bekenntnis zur „Vielfalt therapeutischer Möglichkeiten und der therapeutischen Freiheit in der Gesundheitsversorgung“. Die promovierte Pharmazeutin ist derzeit bei der Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH in Berlin für den Bereich Schulung verantwortlich. Davor leitete sie eine Filial-Apotheke mit dem Schwerpunkt Komplementärmedizin. 

 © transkript.de/MaK Foto: BPI

01.06.2016 Dr. Mohammad Naraghi ist neuer CEO der Aenova Group in Starnberg nahe München.

 

Der Aufsichtsrat des Pharmaunternehmens bestellte ihn Mitte Mai zum Nachfolger von Dr. Axel Müller, der die Position übergangsweise seit Oktober 2015 innehatte, und zuvor Beirats- und Aufsichtsratsmitglied der Aenova war. Naraghi bringt langjährige Erfahrungen im Bereich Healthcare- und Life-Sciences-Industrie mit. Von 2013 bis 2015 war der gebürtige Iraner CEO Deutschland der Synlab-Gruppe. Weitere Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren die New Yorker Zentrale von IBM, der Pharmagroß- und -einzelhändler Mediq in den Niederlanden sowie die globale Diagnostiksparte von Siemens Healthcare, deren erster CEO Naraghi war.  In Aachen, Bonn, Wien und Pasadena studierte er Medizin, Mathematik und Computational Neurosciences. Seine Promotion absolvierte er in Würzburg und Göttingen. Anschließend arbeitete er als Mediziner in der Kardiologie sowie Herzchirurgie und wechselte dann zur Unternehmensberatung McKinsey & Company. Die Bereiche Produktion und Supply Chain Management übernahm Anfang Juni Marco Robert Gorgas als neuer Chief Operating Officer. Der Diplom-Kaufmann kommt von der Stada Arzneimittel AG in Bad Vilbel. Dort war er  als Senior Vice President Global Operations unter anderem verantwortlich für die Produktionsstandorte des Arzneimittelherstellers und den Aufbau eines globalen Produktionsnetzwerks. Bereits im August 2015 gab es einen kompletten Umbau im Aenova-Management: CEO Heiner Hoppmann, Vertriebschef Dr. Friedrich Sernetz und F&E-Vorstand Dr. Birgit Kudlek verließen das Unternehmen und Dr. Markus Böning folgte als Finanzvorstand auf Frank Elsen.

 © transkript.de/MaK Foto: Aenova-Gruppe

27.05.2016 Anfang Juni übernimmt Erik Fyrwald die Position des CEO bei der Schweizer Syngenta.

 

Der Verwaltungsrat des Schweizer Unternehmens hatte sich für den Amerikaner und damit gegen eine interne Lösung entschieden. Nachdem CEO Mike Mack im Oktober 2015 zurückgetreten war, leitete John Ramsay – seit neun Jahren Syngentas Finanzvorstand – kommissarisch den Baseler Saatgut- und Pflanzenschutzmittelhersteller. Nun übergibt er an Fyrwald. Dieser war zuletzt Präsident und CEO des amerikanischen Chemiegroßhändlers Univar. Die längste Zeit seiner beruflichen Karriere verbrachte er in unterschiedlichen Positionen mit stetig wachsender Verantwortung bei DuPont – 27 Jahre war er dort in den Bereichen Technologie, Herstellung, Vertrieb und Marketing sowie strategische Planung tätig. Außerdem leitete er regionale sowie globale Geschäftsbereiche und war dafür vier Jahre in Asien tätig. 2003 wurde Fyrwald Group Vice President von DuPonts Geschäftsbereich Agriculture and Nutrition. 2008 wechselte er zu Nalco, einem Spezialisten für Produkte und Dienstleistungen rund um Wasseraufbereitung, Öl und Gas. Nach dessen Übernahme durch EcoLab wurde er 2012 Präsident des Unternehmens. Fyrwald übernimmt die Syngenta-Führung in schwierigen Zeiten: ChemChina will die Schweizer für 43 Mrd. US-Dollar kaufen, dem müssen die Kartellbehörden allerdings noch zustimmen.

 © transkript.de/MaK Foto: Syngenta

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