Personalia

Auszeichnung für junge Krebsforscherin

Auszeichnung für junge Krebsforscherin

25.07.2012 - Mit dem diesjährigen Hella-Bühler-Preis wurde Ende Juli Dr. Christiane Opitz (Universitätsklinikum Heidelberg und Deutsches Krebsforschungszentrum) ausgezeichnet.

Opitz (Jahrgang 1979) erforscht maligne Gliome, die häufigste hirneigene Tumorart bei Erwachsenen. Dabei suchen die Neuroonkologin und das Team  der Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe „Experimentelle Neuroimmunologie“ unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Platten am DKFZ nach Möglichkeiten, Signalwege zu hemmen, die zum bösartigen Phänotyp der Gliome beitragen. Ziel der Wissenschaftler ist es, einen neuen Therapieansatz zu entwickeln. Das Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro soll ihr ermöglichen, diese Forschungen weiterzuführen. Die Auszeichnung wurde bereits zum siebten Mal vergeben. Die Heidelberger Zahnärztin Dr. Hella Bühler (1910–2002) stiftete sie, um junge Nachwuchswissenschaftler zu unterstützen. 

http://www.transkript.de/menschen/personalia/2012-01/christiane-opitz.html

28.12.2012 Mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurde der Heidelberger Krebsforscher Dr. Thomas G. Hofmann ausgezeichnet.

Der Biologe beschäftigt sich gemeinsam mit seiner Nachwuchsgruppe am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg mit den molekularen Mechanismen der DNA-Schadensantwort in Zellen. Dabei handelt es sich um genetisch festgelegte Programme, mit denen Zellen auf Erbgutschäden reagieren, zum Beispiel die DNA-Reparatur, die Aktivierung des programmierten Zelltodes (Apoptose) oder auch die Zelluläre Seneszenz, mit der weitere Zellteilungen verhindert werden. Hofmann entdeckte neue Schaltermoleküle, die für die Einleitung der Apoptose in Krebszellen eine wichtige Rolle spielen und die Sensitivität dieser Zellen für Bestrahlung und DNA-schädigende Chemotherapeutika bestimmen. Das könnte zur Entwicklung neuer, gezielter Tumortherapien führen. Mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften werden herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Krebsforschung gewürdigt. Dafür stellt die Monika-Kutzner-Stiftung jährlich 10.000 Euro zur Verfügung.

© transkript.de/MAK

20.12.2012 Die Bayer-Stiftung „Wissenschaft & Bildung“ wird im März 2013 Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der neuen therapeutischen Impfstoffe gegen Krebs ehren.

Rammensee, Direktor des Institutes für Zellbiologie an der Universität Tübingen, erhält den Familie-Hansen-Preis 2013, der mit 75.000 Euro dotiert ist. Die wissenschaftlichen Arbeiten des Biologen führten bereits zu zwei erfolgreichen klinischen Studien, in denen die körpereigenen Abwehrkräfte von Nierenkrebs-Patienten gegen den Tumor mobilisiert werden konnten. „Sein Prinzip der aktiven Immunisierung gegen Krebsantigene, die zuvor auf Krebszellen identifiziert werden, hat bereits die klinische Anwendung erreicht und ist im Prinzip auf alle Krebsarten anwendbar. Aufgrund seiner herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten, die mit der von ihm entwickelten Immuntherapie, zusätzlich zur Strahlen- und Chemotherapie, ein völlig neues Therapiekonzept eröffnet, verdient Prof. Rammensee die renommierte Auszeichnung in ganz besonderem Maße“, heißt es in der Begründung der Stiftungskuratoriums. Namensgeber und Stifter der Auszeichnung, Prof. Dr. Kurt Hansen, war Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender der Bayer AG. 

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31.12.2012 Im Dezember folgte der Chemiker Prof. Dr. Christian Hackenberger einem Ruf an das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin. Er übernahm dort die Leibniz-Humboldt-Professur für Chemische Biologie.

Mit seiner Arbeitsgruppe erforscht Hackenberger die Synthese und Modifikation von Peptiden und Proteinen. Störungen in der Biosynthese modifizierter Proteine werden mit der Entstehung von Krebs und Diabetes oder auch Alzheimer in Verbindung gebracht. Deshalb interessieren sich die Wissenschaftler um Hackenberger besonders für den synthetischen Zugang zu natürlich vorkommenden Protein-Modifikationen und den Einbau von nichtnatürlichen Aminosäuren in Peptide oder Proteine. Mit der Leibniz-Humboldt-Professur fördern die Berliner Humboldt-Universität und die Leibniz-Gemeinschaft über fünf Jahre „exzellente und kreative Nachwuchswissenschaftler abseits der etablierten und traditionellen Forschungspfade in Bereichen der Risikoforschung“.

© transkript.de/MAK/Foto: Markus Wimmer

18.12.2012 Als einzige Forscherin außerhalb der USA gehört Prof. Dr. Nicole Dubilier vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen zu den 16 Wissenschaftlern, die sich über eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 200.000 US-Dollar bis 500.000 US-Dollar jährlich für die nächsten fünf Jahre freuen können.

Dubilier erforscht die Symbiose zwischen Meerestieren und Bakterien. Diese spielen laut der Wissenschaftlerin eine Schlüsselrolle für das marine Leben und die Biodiversität, besonders dort, wo die Ressourcen knapp sind, zum Beispiel in der Tiefsee. 2011 konnte Dubilier gemeinsam mit ihren Kollegen zeigen, dass bestimmte Tiefseemuscheln über eine Art Brennstoffzelle in Form von symbiontischen Bakterien verfügen, die Wasserstoff als Energiequelle nutzen. Das flexibel einsetzbare Forschungsgeld kommt von der amerikanischen Gordon und Betty Moore-Stiftung. Es soll Wissenschaftlern ermöglichen, ungewöhnliche, mutige Wege mit ihren Forschungen zu beschreiten. Unterstützt werden Projekte im Umweltschutz, der Patientenversorgung und in der wissenschaftlichen Forschung. Diesmal konkurrierten mehr als 180 Wissenschaftler um die finanzielle Förderung.

© transkript.de/MAK/Foto: Privat

12.12.2012 Ende November wurde an Prof. Dr. Lenhard Rudolph der Wissenschaftspreis des Stifterverbandes „Gesellschaft braucht Wissenschaft“ 2012 verliehen.

Rudolph, seit Februar 2012 Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Institutes für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena, beschäftigt sich mit den molekularen Mechanismen der Stammzellalterung. Adulte Stammzellen kommen in fast allen menschlichen Geweben vor und tragen zum Erhalt und zur Regeneration von Organen und Geweben bei. Die Funktion dieser Zellen lässt allerdings mit steigendem Alter nach. Das führt zu Funktionsverlust und letztendlich zu verminderter Lebensqualität. Die Erkenntnisse von Rudolph könnten zu Therapien führen, die diese Entwicklung verzögern oder sogar verhindern. Der Stifterverband prämiert gemeinsam mit der Leibniz-Gemeinschaft hervorragende Forschungsleistungen mit gesellschaftlicher Relevanz und Innovationspotential. Der Wissenschaftspreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 50.000 Euro dotiert. 

© transkript.de/MAK/Foto: DFG/Querbach

10.12.2012 Dr. Christine Goffinet wurde für ihre Forschungen zum AIDS-Erreger HIV mit dem Postdoktoranden-Preis der Robert-Koch-Stiftung ausgezeichnet.

Die gebürtige Französin studierte Biologie in Hamburg und promovierte an der Universität Heidelberg. Seit 2010 leitet sie eine Arbeitsgruppe am Institut für Molekulare Virologie der Universität Ulm. Mit ihren Forschungen konnte sie erstmals nachweisen, dass sich antivirale Wirkstoffe an bestimmten, genetisch modifizierten Ratten testen lassen. Künftig könnte das Kleintiermodell als erstes Testsystem dienen, um vielversprechende Wirkstoffe gegen die Immunschwächekrankheit zu identifizieren. Normalerweise können die Nager nicht mit AIDS infiziert werden, deshalb werden potentielle HIV-Medikamente schon in der Frühphase an Primaten erprobt. Ein weiterer Schwerpunkt von Goffinets Arbeiten lag auf dem neu identifizierten antiviralen Faktor CD317/Tetherin, der die Vermehrung von HI-Viren im menschlichen Körper einschränken kann. Der Postdoktoranden-Preis der Robert-Koch-Stiftung wird jährlich an Nachwuchswissenschaftler in den Bereichen Virologie, Immunologie sowie Mikrobiologie vergeben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert.

© transkript.de/MAK/Foto: David Außerhofer

13.12.2012 Die Berliner Schering-Stiftung zeichnet Prof. Dr. Frank Kirchhoff, Direktor des Instituts für Molekulare Virologie am Universitätsklinikum Ulm, mit dem Ernst-Schering-Preis 2013 aus.

Kirchhoffs Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Entstehung der Immunschwächekrankheit AIDS sowie der Evolution des HI-Virus. Seine Untersuchungen zum lentiviralen Nef-Protein, ein zentraler Zellmanipulator des Virus, hätten zur Aufklärung der Entstehung von HIV/AIDS beigetragen, heißt es unter anderem in der Begründung für die Auszeichnung. Die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen machen Hoffnung auf neue Wege in der HIV/AIDS-Prävention und der Therapie. Die Preisverleihung findet Ende September 2013 in der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt. Das Preisgeld beträgt 50.000 Euro.

© transkript.de/MAK/Foto: Schering-Stiftung

06.12.2012 Die Carpegen GmbH in Münster gehörte Anfang Dezember zu den Gewinnern des diesjährigen Innovationspreises des Netzwerkes Zenit und belegte den zweiten Platz.

Das Biotech-Unternehmen entwickelt gemeinsam mit dem ebenfalls in Münster ansässigen Unternehmen Systec und der Uniklinik Bonn ein Echtzeit-Minilabor, das es Ärzten auch ohne Vorkenntnisse möglich macht, innerhalb einer halben Stunde Echtzeit-Analysen direkt in der Arztpraxis durchzuführen. Das erspart den Patienten einen weiteren Praxisbesuch und den Ärzten Transport- und Laborkosten. Das System mit dem Namen Gyronimo besteht aus einem Analyzer und Einweg-Kartuschen. Jede Kartusche enthält alle für die Analyse erforderlichen Reagenzien. Die quantitative Analyse liefert zuverlässige Ergebnisse, die gemeinsam mit einer individuellen Therapieempfehlung auf einem angeschlossenen PC oder Tablet-PC ausgegeben und direkt mit dem Patienten besprochen werden können. Die Einsatzgebiete für das Minilabor sind vielfältig: Neben der Bestimmung von Bakterien , die für die Volkskrankheit Parodontitis verantwortlich sind, lassen sich auch genetische Marker oder Krankenhauserreger wie MRSA-Keime präzise identifizieren. “Das analytische Spektrum des Systems kann nahezu beliebig angepasst werden”, so Geschäftsführerin Dr. Antje Rötger. So hätte beispielsweise das Norovirus, mit dem sich im Herbst mehr als 11.000 Kinder und Jugendliche in Schulkantinen infiziert hatten, mit Hilfe von Gyronimo erheblich schneller entdeckt werden können. “Derzeit schauen wir uns Projektpartner für verschiedene Anwendungsbereiche an. In der Umwelttechnik, in der Lebensmittelindustrie, aber vor allem natürlich in der Medizin.” Das Netzwerk Zenit ist ein Zusammenschluss mittelständischer Unternehmen, die aktiv Einfluss nehmen möchten auf die Wirtschafts- und Technologieförderung in Nordrhein-Westfahlen.

© transkript.de/MAK/Foto: Carpegen

04.12.2012 Der neu gewählte Präsident der Europäischen Gesellschaft für Embryonentransfer (AETE) kommt vom Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) und heißt Dr. Frank Becker.

Becker studierte von 1982 bis 1987 Veterinärmedizin an der Humboldt-Universität Berlin und promovierte 1994 an der Freien Universität Berlin. Der Wissenschaftler arbeitet im Bereich Fortpflanzungsbiologie des FBN in Dummerstorf.  Er beschäftigt sich mit Fragen der Fortpflanzung von Milchkühen und untersucht Zusammenhänge zwischen Stoffwechselfunktionen und deren Auswirkungen auf  die Fortpflanzungsfunktionen bei Milchkühen, insbesondere auf die Qualität und Vitalität von Eizellen und Embryonen. Die AETE wurde 1985 in Lyon gegründet und kümmert sich um alle Fragen der Reproduktionsbiologie von Säugetieren und hat sich mittlerweile zum Ansprechpartner von europäischen Behörden entwickelt. Dabei beschäftigt sie sich mit allgemeinen Fragen des internationalen Handels von Embryonen, der Tierhygiene bei der Gewinnung und der Kennzeichnung von Embryonen sowie ethischen Fragestellungen.

© transkript.de/MAK/Foto: EBN

27.11.2012 Prof. Dr. Klement Tockner, Direktor des Leibniz-Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), wurde zum Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) berufen.

Arbeitsschwerpunkte des Biologen, der an der Freien Universität Berlin lehrt, sind Biodiversität, Feuchtgebietsökologie und nachhaltiges Gewässermanagement. Tockner gehört zu den führenden Gewässerökologen weltweit und ist neben seiner wissenschaftlichen Arbeit unter anderem Mitglied des Präsidiums der Leibniz-Gemeinschaft, Sprecher des Forschungsverbundes Berlin, ständiger Gast der DFG-Kommission für Wasserforschung und Herausgeber der Zeitschrift Aquatic Sciences.

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