Personalia

DKMS-Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis

DKMS-Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis

30.03.2015 - Für seine herausragenden Forschungsarbeiten zur Therapie von Blutkrebs wurde Prof. Dr. John A. Hansen mit dem DKMS-Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis 2015 geehrt.

Hansen trug in hohem Maße zum Erfolg und der Wirksamkeit von Stammzelltransplantationen bei Blutkrebspatienten bei. Ein Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeiten sind die Auswirkungen genetischer Variationen innerhalb des Hauptgewebe-Verträglichkeitskomplexes auf den Erfolg der Transplantation. Der 72-jährige Onkologe und Immungenetiker leitet die Abteilung Human Immunogenetics der Clinical Research Division am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle und lehrt an der University of Washington School of Medicine. Die Preisvergabe erfolgte Ende März auf dem Kongress der European Group for Blood and Marrow Transplantation in Istanbul. Der DKMS-Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis wird jährlich von der DKMS Stiftung Leben Spenden ausgelobt und ist mit 10.000 Euro dotiert.

 © transkript.de/MaK Foto: DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH

http://www.transkript.de/menschen/personalia/2015-01/john-a-hansen.html

07.04.2015 Einer der beiden Gewinner des ersten Leibniz-Gründerpreises ist Prof. Dr. Klaus Brandenburg von der Brandenburg Antiinfektiva GmbH.

Das Unternehmen ist eine Ausgründung aus dem Forschungszentrum Borstel Leibniz-Zentrum für Medizin- und Biowissenschaften und entwickelt antibakterielle Wirkstoffe. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Behandlung von Sepsis (Blutvergiftung), an der in Deutschland täglich etwa 160 Menschen sterben. Brandenburg und sein Team entwickelten ein Medikament, das den Sepsisauslöser deaktivieren kann und im Tierversuch gute Schutzwirkungen zeigte. Basis ist eine künstliche Eiweißverbindung, die auch vielversprechende Ergebnisse bei anderen Infektionserkrankungen wie Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Bakterienstämmen (MRSA) sowie Herpes-, Hepatitis- und Papillom-Viren lieferte. Der Leibniz-Gründerpreis wurde im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um Ausgründungen aus der Leibniz-Gemeinschaft zu fördern. Er ist mit 50.000 Euro dotiert, die für Beratungsleistungen bei der Überprüfung und praktischen Umsetzung der Unternehmenskonzepte gedacht sind.

 

 © transkript.de/MaK Foto: Oliver Lang/Leibniz-Gemeinschaft

01.04.2015 Neuer Professor für Pharmazeutische Chemie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main ist Prof. Dr. Stefan Knapp.

Damit kehrt der renommierte Wissenschaftler nach 22 Jahren im Ausland nach Deutschland zurück. Knapps Forschungsgebiet ist die Hemmung von Kinasen, die zur Entstehung von Krebs, Entzündungen oder Stoffwechselerkrankungen führen können. Außerdem entwickelt er Wirkstoffe, die Protein-Protein-Interaktionen hemmen, welche Folgen für epigenetische Prozesse haben. Zuletzt leitete Knapp die Chemical Biology Group des Structure Genomics Consortium in Oxford, ein Forschungsverbund von akademischen Laboren in England, Kanada und Brasilien sowie Pharmakonzernen wie zum Beispiel Abbvie, Eli Lilly Canada, Boehringer Ingelheim und Bayer Healthcare. 2004 gegründet, suchen die Wissenschaftler in dem Verbund gemeinsam nach neuen Targets für die Arzneimittelforschung. Ergebnisse werden sofort publiziert und allen Arbeitsgruppen zugänglich gemacht. Diese offene Arbeitsweise vermeidet Doppelungen in der wissenschaftlichen Arbeit und ermöglicht eine unkomplizierte Zusammenarbeit mit klinischen Forschungsgruppen.

 © transkript.de/MaK Foto: Goethe-Universität Frankfurt am Main

27.03.2015 Neuer alleiniger Geschäftsführer der PROGEN Biotechnik GmbH ist Dr. Sven Kuhlendahl.

Er folgt damit auf Brigitte Weins, verantwortlich für den Bereich Business Development, die im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen wird. Kuhlendahl begann im Juli 2014 bei dem Heidelberger Unternehmen. Zuvor hatte er verschiedene Positionen bei Becton Dickinson inne, zuletzt als Manager Pharmacy Solutions Zentraleuropa. Bevor er 2001 bei Becton Dickinson begonnen hatte, war Kuhlendahl für Boehringer Ingelheim tätig. Kuhlendahl studierte Biologie in Würzburg und Hamburg und erwarb anschließend einen PhD an der University of Alabama in Birmingham (USA). PROGEN Biotechnik, gegründet 1983, entwickelt und produziert In-vitro-Diagnostika sowie Reagenzien für die biomedizinische und zellbiologische Forschung. Das Unternehmen ist eine Tochter der R-Biopharm AG.

  © transkript.de/MaK Foto: Progen Biotechnik GmbH

25.03.2015 Für die Amtsperiode 2015 bis 2017 ist Prof. Dr. Eckhard Friauf Vizepräsident der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft (NWG) e. V.

Damit steht auch fest, wer ab 2017 neuer Präsident der Gesellschaft werden wird, denn laut Satzung übernimmt der Vizepräsident in der nächsten Wahlperiode automatisch die Funktion des Präsidenten. Friauf lehrt seit 1999 im Fachbereich Biologie an der Technischen Universität Kaiserslautern auf dem Gebiet der Tierphysiologie und wurde 2013 Sprecher der Sektion Systemneurobiologie innerhalb der NWG. Ziel der NWG ist es, die Neurowissenschaften, die sich in den vergangenen Jahren zu einer Leitdisziplin in Biologie und Medizin entwickelt haben,  sowohl in Forschung als auch in der Lehre zu fördern und in all ihren Teilbereichen im In- und Ausland zu repräsentieren. 

 © transkript.de/MaK Foto: TU Kaiserslautern

20.03.2015 Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut in Jena, wurde mit dem diesjährigen Deutschen Krebspreis geehrt.

Die renommierte Auszeichnung wird in drei Kategorien von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung vergeben und ist mit 7.500 Euro dotiert.

Rudolph (Jahrgang 1969) gewann in der Kategorie Experimentelle Forschung. Gemeinsam mit seinen Kollegen untersucht der Mediziner den Einfluss der Stammzellalterung auf die Entstehung von Krebserkrankungen. Je länger ein Menschenleben dauert, desto mehr Stammzellmutationen können entstehen, die wiederum die Ursache für Tumore sind. Bisherige Ergebnisse der Wissenschaftler deuten darauf hin, dass diese Mutationen lange Zeit vor der Tumorentstehung auftreten. Möglicherweise lassen sich aus den Ursachen dafür Therapien entwickeln, die schon vorbeugend angewendet werden können und die Krebsentstehung verhindern.

Die beiden anderen Gewinner sind Prof. Dr. Günter KlöppelEmeritus der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), und Prof Dr. Wolfgang Wick von der Neurologischen Klinik der Universität Heidelberg. Klöppel erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Klinische Forschung für die Charakterisierung von Pankreastumoren. Seine Ergebnisse flossen in die WHO-Klassifikation dieser Tumorart ein. Wick wurde für seine Arbeiten zu bösartigen Hirntumoren gewürdigt und in der Kategorie Translationale Forschung geehrt. Die von ihm entwickelten neuen Therapiestandards werden inzwischen weltweit bei der Behandlung von Patienten mit Gliomen umgesetzt. Wick ist außerdem der erste deutsche Sprecher der Brain Tumor Group der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC).

 © transkript.de/MaK Foto: Uniklinik Ulm/H.Grandel

18.03.2015 Mitte März wurde Prof. Dr. Raja Atreya mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter Nachwuchspreis 2015 geehrt.

Atreya ist Juniorprofessor und Oberarzt in der Medizinischen Klinik 1 des Universitätsklinikums Erlangen. Außerdem leitet er dort die Hochschul- und Studienambulanz  und den Bereich Chronische Entzündliche Darmerkrankungen. Der 39-Jährige erhielt die Auszeichnung für ein neuartiges Diagnostikum, mit dem sich vorhersagen lässt, ob Patienten mit Morbus Crohn von einer Therapie mit einem TNF-α-Antagonisten profitieren werden. Die Wissenschaftler entwickelten ein Antikörperspray, mit dem die für einen Behandlungserfolg notwendigen Zielmoleküle in der Darmschleimhaut sichtbar gemacht werden können. Je mehr Zielmoleküle vorhanden sind, desto positiver werden die Behandlungsaussichten eingeschätzt. Das Diagnostikum wird nun in einer weiteren Studie getestet.

© transkript.de/MaK Foto: Paul-Ehrlich-Stiftung/Uwe Dettmer

16.03.2015 Dr. Isabelle Ahrens-Fath übernahm Mitte März die Leitung des Bereichs klinische Produktentwicklung bei der Berliner Organobalance GmbH.

Die Französin bringt umfangreiche Erfahrungen im Bereich klinische Entwicklung mit, die sie unter anderem in den vergangenen zehn Jahren bei Parexel sammelte. Hier war sie zuletzt für den europaweiten Bereich Clinical Feasibility Leaders verantwortlich. Weitere Stationen von Ahrens-Fath waren Rhône Poulenc Rorer, die Schering AG und das Forschungszentrum der Paion AG. Ahrens-Fath studierte am AgroParisTech Ingenieurwissenschaften mit Schwerpunkt Biotechnologie und promovierte an der Medizinischen Universität Paris in molekularer Onkologie. Das Biotech-Unternehmen Organobalence entwickelt probiotische Wirkstoffe aus Hefen und Milchsäurebakterien-Stämmen für Industrie-Kunden und eigene biobasierte Produkte.

 © transkript.de/MaK Foto: Organobalance

13.03.2015 Zwei Kinderärzte wurden mit dem diesjährigen Forschungspreis für Seltene Erkrankungen der Eva Luise und Horst Köhler-Stiftung geehrt: Prof. Dr. Heymut Omran (Foto) und Dr. Stefan Lobitz.

Omran und seine Kollegen erforschen an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Münster die Ursachen der seltenen Lungenerkrankung Primäre Ziliäre Dyskinesie (PCD) bei Kindern. Wird diese Erkrankung zu spät diagnostiziert, kann sie zu schweren Lungenschäden, schlimmstenfalls zum Lungenversagen führen. Die Wissenschaftler konnten mit Hilfe einer genetischen und einer Eiweißuntersuchung 30 charakteristische Defekte identifizieren, die zur PCD führen. Dafür erhielten sie das Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro.

Der Anerkennungspreis für Nachwuchswissenschaftler, der mit 15.000 Euro dotiert ist, ging an Dr. Stefan Lobitz von der Berliner Charité. Er plant ein Projekt zur frühen Diagnostik der Sichelzellanämie, einer seltenen angeborenen Bluterkrankung. Mit dem Preis unterstützt die Eva Luise und Horst Köhler-Stiftung Forschungsprojekte im Bereich der Seltenen Erkrankungen. Wissenschaftler können sich jedes Jahr bis Anfang Oktober um die Auszeichnung bewerben. 

 © transkript.de/MaK Foto: Universitätsklinikum Münster

09.03.2015 Die Inoviem Scientific SAS (Straßburg) hat Prof. Dr. Heike Allgayer (Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg) mit dem Inoviem Scientific Excellence Award ausgezeichnet.

Allgayer hatte herausgefunden, dass Artesunat, eine für die Malaria-Therapie zugelassene halbsynthetische Substanz, gemeinsam mit anderen Stoffen das Wachstum und die Metastasierung von Lungenkrebs verhindern kann. Nun plant sie ein Forschungsprojekt, in dem die dabei ablaufenden molekularen Mechanismen entschlüsselt werden sollen. Außerdem wollen die Wissenschaftler prüfen, inwieweit ihre Erkenntnisse auch auf Dickdarmkrebs übertragen werden können. Dieses Projekt wird nun von dem französischen Auftragsforschungsunternehmen unterstützt: 50.000 Euro gibt es für den Wissenschaftspreis – in Form von analytischen Leistungen für das Forschungsprojekt.

 © transkript.de/MaK Foto: Universitätsmedizin Mannheim

05.03.2015 Das Laborteam der Diapharm Analytics GmbH (Münster/Oldenburg) wird seit Ende Februar von Dr. Serap Açikgöz geleitet.

Açikgöz kommt aus der analytischen Forschung der Universität Bremen und bringt umfangreiche Erfahrungen im Bereich der instrumentellen Analytik mit. Die promovierte Chemikerin wird am Standort Oldenburg tätig sein. Neben ihr gehören zum Leitungsteam des Labors weiterhin Dr. Kay Buchholz, zuständig für die regulatorisch-analytische Beratung, und Dr. Elke Freese-Willms. Sie leitet die Qualitätskontrolle und ist als Sachkundige Person für die Chargenfreigabe verantwortlich.

 © transkript.de/MaK Foto: Diapharm Analytics GmbH

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Angaben ohne Gewähr, Stand: 26.05.2016

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