Endlich im industriellen Maßstab: Das Hamburger Bioökonomie-Scale-up traceless materials GmbH hat in Hamburg-Harburg seine erste industrielle Produktionsanlage eröffnet und erreicht damit einen wichtigen Skalierungsschritt. In der neuen Anlage werden pflanzliche Reststoffe zu einem naturbasierten Kunststoffersatz verarbeitet, der erdölbasierte Kunststoffe in ausgewählten Anwendungen ersetzen soll. Die Produktionskapazität liegt bei rund 3.000 Tonnen pro Jahr, erste Industriekunden wie Mondi, OTTO und Biesterfeld sind bereits angebunden. In die Produktionsanlage wurden über 20 Millionen Euro investiert, was zu einem Viertel durch Bundesmittel gefördert wurde.

Boehringer Ingelheim und Brainomix erweitern ihre Zusammenarbeit im Bereich Lungenfibrose. Nach positiven Daten zur KI-Bildgebungsplattform e-Lung startet nun die multizentrische PROGRESS-PPF-Studie in den USA. Die Technologie soll eine frühere Diagnose fortschreitender Lungenfibrose ermöglichen. Kürzlich hatte Roche sich in der Tumor-Bildgebung mit PathAI verstärkt.

Mit dem Baustart für einen neuen Produktionsstandort in Saarlouis/Saarland investiert Vetter Pharma fast eine halbe Milliarde Euro in zusätzliche Kapazitäten für injizierbare Medikamente. Das Projekt gilt zugleich als wichtiges Signal für den industriellen Strukturwandel im Saarland von Auto zur Gesundheitswirtschaft. Bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Mit dem Baustart für einen neuen Produktionsstandort in Saarlouis investiert Vetter fast eine halbe Milliarde Euro in zusätzliche Kapazitäten für injizierbare Medikamente. Das Projekt gilt zugleich als wichtiges Signal für den industriellen Strukturwandel im Saarland.

Mit einem neuen Immunologie-Deal baut Boehringer Ingelheim seine Präsenz im boomenden Feld zellselektiver Autoimmuntherapien aus. Die Rechte an einem präklinischen Antikörper von Immunitas Therapeutics könnten bis zu 407,5 Mio. Euro kosten. Der Deal zeigt, wie stark der Wettbewerb um neuartige Entzündungsansätze gerade Fahrt aufnimmt.

Mit 55 Mio. US-Dollar frischem Kapital erweitert das Ulmer Unternehmen NVision seine Quantentechnologie-Plattform von MRT-Sensorik hin zu Quantencomputing für die Arzneimittelentwicklung. Ankerinvestor der Runde ist das Diagnostikunternehmen Abbott.

Boehringer Ingelheim baut sein Immunologie-Portfolio mit einem Deal von bis zu 407,5 Mio. Euro aus. Lizenziert wurde ein präklinisches Antikörperprogramm der US-amerikanischen Immunitas Therapeutics zur selektiven Eliminierung krankheitsrelevanter Immunzellen. Das Unternehmen mit speziellen Antikörpern als Autoimmuntherapien gehört zum Kreis der Evotec-Beteiligungen.

Evotec hat eine Wandelanleihe über 116,1 Mio. Euro platziert und finanziert damit das Restrukturierungsprogramm „Project Horizon“. Die präklinische CRO will ihre operative Struktur effizienter aufstellen. Anleger hoffen jedoch auf neue Partnerschaften und technologische Impulse – etwa im Bereich KI-gestützter Wirkstoffentwicklung wie zuletzt mit Almirall verkündet.

Die Hamburger Evotec SE platziert eine Anleihe über 116 Mio. Euro nach eigenen Angaben erfolgreich. Ursprünglich waren 125 Mio. Euro angepeilt, doch die Verkleinerung des Volumens ist nicht das, was die Aktionäre umtreibt. Dort werden keine Investitionen in das laufende Restrukturierungsprogramm „Horizon“ begrüßt, sondern man wäre froh, wenn inhaltliche Fortschritte und neue Partnerschaften verkündet werden würden. Mit dem Knalleffekt der Milliardenfinanzierung von Isomorphic sollte man an der Elbe deutlich aufgewacht sein, oder ist man längst in Sachen KI-Anwendung unterwegs?