Politik

Weg frei für PID in der Schweiz
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Volksabstimmung

Weg frei für PID in der Schweiz

15.06.2015 - Die Bevölkerung in der Schweiz hat mit klarer Mehrheit für eine Lockerung der Verfassung votiert. Damit ist der Weg frei für ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz und – womöglich nach einem weiteren Referendum 2016 – die Präimplantationsdiagnostik.

Nach der nun vom Volk befürworteten Verfassungsänderung dürfen bei künstlichen Befruchtungen zukünftig zwölf statt drei Embryonen erzeugt werden. Das sind vier Mal  mehr als normalerweise nach einer künstlichen Befruchtung einer Frau direkt eingepflanzt werden. Die zusätzlichen Embryos können nun für einen weiteren Implantationsversuch eingefroren – oder für genetische Untersuchungen verwendet werden. Dass eine solche Präimplantationsdiagnostik (PID) tatsächlich zur Anwendung kommt, ist allerdings kein Automatismus. Zwar lässt die Abstimmung auf eine breite Unterstützung des neuen Fortpflanzungsmedizingesetzes schließen, in dem auch die PID geregelt wird. Höchstwahrscheinlich bekommen aber die Gegner eine zweite Chance: Sie wollen ein Referendum gegen das Gesetz initiieren. Sollten sie das Quorum von 50.000 Unterschriften innerhalb von 100 Tagen zusammenbekommen, dann könnte die eidgenössische Abstimmung über das adaptierte Fortpflanzungsgesetz bereits 2016 stattfinden.

Die jetzige Zustimmung zum revidierten Artikel 119 der Verfassung ist mit über 61,9% der Stimmen unerwartet deutlich ausgefallen. Auch eine deutliche Mehrheit der Kantone war bei der Volksabstimmung für die Verfassungsrevision. Experten vermuten aber, dass die erneute Abstimmung über das adaptierte Fortpflanzungsgesetz im nächsten Jahr nicht ganz so klar ausgehen wird. Zwar hätten viele Schweizer Verständnis für den Einsatz der PID bei Paaren, die Träger einer schweren Erbkrankheit sind. Doch soll das Aneuploidie-Screening (Untersuchung der Chromosomenzahl) allen interessierten Paaren offenstehen. Deswegen könnte sich das Stimmungsbild ändern, da damit auch Behinderungen wie Trisomie 21 erkannt werden können. In diesen Fällen könnten dann die Eltern in spe auf die Embryoimplantation verzichten. Diese Form der Diskriminierung ist insbesondere den Behindertenverbänden ein Dorn im Auge.

© transkript.de/ml

http://www.transkript.de/nachrichten/politik/2015-02/weg-frei-fuer-pid-in-der-schweiz.html

Förderung

10.06.2015 Als Teil des trinationalen Netzwerks BIG-C hat sich CLIB2021 aus Nordrhein-Westfalen 4 Mio. Euro Fördergelder aus Berlin gesichert. Damit sollen Projekte zu Biomasse und Stoffströmen aus Industrieabgasen vorangetrieben werden.

Biodiversität

27.05.2015 Der Gericht der Europäischen Union (EuG) hat eine Klage von Pflanzenzüchtern gegen die EU-Verordnung zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls als unzulässig abgewiesen.

Grüne Gentechnik

26.05.2015 Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat sich gegen ein Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen ausgesprochen.

Grüne Gentechnik

19.05.2015 Eine Gruppe von Forschern, Politikern und Wirtschaftsvertretern hat eine neue Petition zur Grünen Gentechnik vorbereitet. Ziel ist eine umfassende Kennzeichnung von Produkten, die „mit der Gentechnik in Berührung gekommen“ sind.

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07.05.2015 Die SPD-Fraktion im Bundestag ist für ein bundesweites Anbau-Verbot für gentechnisch veränderte Pflanzen. Damit positionierten sich die Abgeordneten Anfang Mai gegen Bundesagrarminister Christian Schmidt. Applaus kommt von einem Ökoverband.

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28.04.2015 Die Europäische Kommission hat den Import von 19 verschiedenen Sorten gentechnisch veränderter (gv-) Pflanzen zugelassen. Dazu gehören Mais, Sojabohnen, Raps und Baumwolle zur Verwendung in Lebens- und Futtermitteln.

Biotech-Tage

24.04.2015 Volles Haus in Köln: Trotz Bahnstreiks kamen mehr als 860 Besucher zur sechsten Ausgabe der Deutschen Biotechnologietage.

Branchenstatistik

22.04.2015 Ob Umsatz, Mitarbeiter oder Finanzierung – in der deutschen Biotech-Branche stehen die Zeichen in allen Bereichen auf Wachstum.

Gentechnikrecht

13.04.2015 Eine Gruppe von Umweltverbänden hat eine Entscheidung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angegriffen, derzufolge eine mittels Genome Editing hergestellte Rapssorte nicht unter das Gentechnikrecht fällt.

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