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Zukunftspreis für Lupineneiweiß
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Auszeichnung

Zukunftspreis für Lupineneiweiß

20.11.2014 - Aus Lupinen hat ein Forscherteam einen proteinreichen Ersatz für tierische Lebensmittel entwickelt. Das Projekt wurde nun von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Deutschen Zukunftspreis 2014 ausgezeichnet.

Die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung für Technik und Innovation des Bundespräsidenten wurde am 19. November in Berlin verliehen. Hinter dem Siegerprojekt stehen Peter Eisner und Stephanie Mittermaier vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising sowie Katrin Petersen von der Prolupin GmbH in Grimmen. Sie haben ein einzigartiges Verfahren entwickelt, mit dem sich Eiweiß aus der Blauen Süßlupine für Lebensmittel herstellen lässt.

Dazu wird in einem mehrstufigen Prozess aus den Samen das Pflanzenöl, welches zahlreiche störende Geschmacksstoffe enthält, entfernt und die Faserfraktion abgetrennt. Am Ende bleibt ein neutral schmeckendes Proteinpulver übrig, das fast universell einsetzbar ist: In Brotaufstrichen und Getränken als Stabilisator oder in Wurstersatz- und Teigwaren als Strukturbildner. Bereits seit drei Jahren produziert die Fraunhofer-Ausgründung Prolupin in Neubrandenburg ein geschmacklich verfeinertes Lupinen-Speiseeis, das von mehreren Supermarkt-Ketten vertrieben wird. Anfang kommenden Jahres sollen weitere Produkte wie Joghurt, Frischkäse oder Pudding auf Lupinenbasis auf den Markt kommen. Bis zu 2.500 Tonnen der Hülsenfrucht kann Prolupin jährlich nach eigenen Angaben verarbeiten. In den Aufbau des Werks in Grimmen flossen insgesamt 2,5 Mio. Euro, davon sind 1,03 Mio. Euro Fördermittel.

Mit dem Lupinen-Projekt setzten sich die Forscher bei der Preisverleihung in Berlin gegen zwei Mitbewerber durch: Drei Forscher um Niels Fertig von der Nanion Technologies GmbH haben ein elektrophysiologisches Verfahren entwickelt, um die Entwicklung neuer Medikamente zu beschleunigen und kosteneffizienter zu machen. Wissenschaftler der Salzgitter Flachstahl GmbH und Salzgitter SMS Siemag AG präsentierten in Berlin einen Prozess, mit dem sich ein besonders dünner und biegsamer Stahl herstellen lässt.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/politik/2014-03/zukunftspreis-fuer-lupineneiweiss.html

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