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Industrie weniger innovativ
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Forschungsförderung

Industrie weniger innovativ

27.02.2015 - Die Investitionen in Forschung und Entwicklung in der Industrie stagnieren neuen Studien zufolge, gerade kleine und mittlere Unternehmen sparen. Für die Biotechnologie setzt der Branchenverband BIO Deutschland auf bessere Rahmenbedingungen.

Gleich zwei Studien belegen, dass die deutsche Industrie zuletzt weniger Neuentwicklungen auf den Markt bringen konnte. So warnt die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in ihrem Jahresgutachten: „Die langfristige Entwicklung der Innovationsaktivitäten in deutschen KMU gibt Anlass zur Sorge.“ Relativ zum Umsatz haben sich die Aufwendungen für neue Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen im Zeitraum von 1995 bis 2012 nahezu halbiert. Diese Zahlen lösen auch beim Branchenverband BIO Deutschland Besorgnis aus. „Wir brauchen endlich die richtigen Rahmenbedingungen, die den Trend umkehren und die Motivation der Venture-Capital-Firmen steigern, in die dringend auf Eigenkapital angewiesenen Unternehmen zu investieren“, sagte der Verbandsvorsitzende Peter Heinrich. Bereits vor einigen Monaten hatte die BIO Deutschland eine Ausweitung des Invest-Zuschusses für Wagniskapital oder den Aufbau von Bürgerfonds als mögliche Lösungen für dieses Problem vorgeschlagen.

Große Industriekonzerne hingegen investieren wieder verstärkt in F&E. Das legen zumindest Daten aus dem „Industrie-Innovationsindex 2015“ nahe, einer branchenübergreifenden Studie, die vom Forsa-Institut im Auftrag des Spezialchemiekonzerns Altana erstellt wurde. Etwa ein Drittel der für die Studie befragten 250 Unternehmen planen die Forschungsbudgets 2015 zu erhöhen. Zudem stieg der Anteil an Unternehmen, die durch zusätzliche Maßnahmen wie ein internes Vorschlagswesen das eigene Innovationsmanagement verbessern wollen. Der verstärkte Aufwand der deutschen Industrieunternehmen schlägt sich noch nicht in einer Steigerung der Innovationsfähigkeit der deutschen Industrie nieder. Der in der Studie ermittelte Industrie-Innovationsindex erreicht einen Wert von 139,5 Punkten im

Vergleich zu 142 Punkten im Vorjahr. „Eine Veränderung der Unternehmenskultur vollzieht sich nicht innerhalb eines Jahres und führt auch nicht unmittelbar zu neuen  Produkten“, so Georg Wießmeier, Chief Technology Officer bei Altana. „Viele wichtige Stellschrauben für Innovation richten sich zunächst nach innen, bevor sie eine Außenwirkung entfalten.“

Die Forschungsintensität ist aber nicht nur bei KMU gesunken. Auch insgesamt wurde in Deutschland zuletzt weniger Geld für Forschung ausgegeben. Die F&E-Intensität in Deutschland, also das Verhältnis von Ausgaben für interne Forschung und Entwicklung (F&E) zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), ist von 2,98% im Jahr 2012 auf 2,85% im Jahr 2013 gesunken. Will Deutschland „langfristig zu den führenden Innovationsnationen aufschließen“, müsse es „für das Jahr 2020 ein ehrgeizigeres Ziel verankern: 3,5 Prozent des BIP für F&E“, mahnt die EFI-Kommission.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/politik/2015-01/industrie-weniger-innovativ.html

Nutzenbewertung

18.02.2015 Ob Ärzte eine bestimmte Arznei verordnen, hängt offenbar nicht von ihrem Zusatznutzen ab. Zu diesem Ergebnis kommt ein von der Krankenkasse DAK beauftragter Report.

Arzneimarkt

16.02.2015 Der Markt für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel müsse von der Bundesregierung weiter geöffnet werden, fordert der Pharmaverband Pro Generika.

Impfstoffe

28.01.2015 Die Impfallianz GAVI hat ihre Geberkonferenz in Berlin erfolgreich abgeschlossen. Mit den eingeworbenen 6,6 Mrd. Euro sollen von 2016 bis 2020 Impfungen für etwa 300 Millionen Kinder bezahlt werden.

Wirtschaftsstatistik

23.01.2015 Forschungskooperationen in den Life Sciences werden immer wichtiger. Während Chemie- und Pharmaindustrie die Ausgaben für interne Forschungsprojekte zurückfahren, wird mehr Geld für Kooperationen ausgegeben. Das belegt eine Erhebung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft.

Grüne Woche

19.01.2015 Die Zukunft der Landwirtschaft liege in der Bioökonomie, hat Bundesagrarminister Christian Schmidt auf einem internationalen Gipfeltreffen in Berlin festgestellt. Wichtig sei allerdings der Vorrang für die Ernährungssicherung.

Grüne Gentechnik

14.01.2015 Das Europäische Parlament hat den Weg für eine nationale Entscheidung über den Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen frei gemacht. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks pocht auf ein deutschlandweites Verbot.

Förderung

15.12.2014 Sachsen forciert die Vernetzung von Informationstechnik und Biotechnologie mit einer Kapitalspritze für neue Ideen. Über das EU-Projekt C3-Saxony bekommen nun 21 Firmen insgesamt 100.000 Euro.

Förderung

12.12.2014 Die deutsche Biotech-Branche hat sich in den EU-Wissensclustern InnoLife und RawMatTERS eine führende Rolle gesichert. Fördergelder in Millionenhöhe werden damit in deutsche Forschungseinrichtungen und Biotech-Firmen fließen.

Branchendaten

04.12.2014 Die Summe des in die Biotechnologie investierten Kapitals wächst kaum. Das belegen aktuelle Zahlen des Branchenverbands BIO Deutschland.

© 2007-2015 BIOCOM

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