Politik

Arzneipreise nun doch öffentlich
Bild vergrößern

Arzneirecht

Arzneipreise nun doch öffentlich

29.06.2012 - Hü und Hott im Arzneimittelrecht: Erst sollten die Ergebnisse der Preisverhandlungen nach der frühen Nutzenbewertung geheim bleiben, nun werden sie wohl doch wie bisher veröffentlicht. Das sehen die Pläne des Gesundheitsausschusses des deutschen Bundestages vor.

Etwa alle 24 Monate erfolgt – normalerweise nach Änderungen der europäischen Richtlinien – eine Novellierung des deutschen Arzneirechts. Derzeit arbeitet der Gesetzgeber an der 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes. Am 27. Juni hatte der Gesundheitsausschuss des Bundestages der Vorlage der Bundesregierung zugestimmt, einen Tag später folgte der Entscheid im Plenum. Weil der Bundesrat wohl erst im September über das Gesetz beraten wird, tritt es trotzdem vermutlich frühestens im kommenden Herbst in Kraft.

Weitgehend unstrittig sind Verbesserungen in der Pharmakovigilanz und ein besserer Schutz vor Produktfälschungen. Ein EU-weiter Gemeinschaftskodex soll die Überwachung von Arzneimitteln auf Nebenwirkungen regeln, die in Zulassungsstudien noch nicht entdeckt wurden. Dem Eindringen gefälschter Medikamente in die Lieferkette sollen Sicherheitskennzeichnungen auf der Medikamentenpackung entgegenwirken.

Entgegen erster Planungen werden die zwischen GKV-Spitzenverband und Herstellern ausgehandelten Medikamentenpreise nun doch weiter veröffentlicht. Das erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn. Er hatte zuvor noch dafür geworben, diese Preise geheimzuhalten, um eine Abwärtsspirale bei den Erstattungspreisen zu vermeiden. Hersteller hatten vor dieser Entwicklung gewarnt, da Deutschland Preisreferenzland für viele andere Staaten ist. Im Gesetz ist allerdings auch ein kleines Trostpflaster für die Pharmahersteller versteckt: Hat der Gemeinsame Bundesausschuss in einem Frühbewertungsverfahren vor dem 31. Dezember 2012 beschlossen, dass ein Zusatznutzen aufgrund nicht vollständig vorgelegter Nachweise als nicht belegt gilt, kann der pharmazeutische Unternehmer jederzeit eine erneute Frühbewertung beantragen. Fällt diese dann positiv aus, ließe sich ein möglicherweise ein besserer Erstattungspreis durchsetzen.

http://www.transkript.de/nachrichten/politik/2012-02/arzneipreise-nun-doch-oeffentlich.html

Bioökonomie

30.06.2016 Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat die Auftaktveranstaltung zur Workshopreihe „Bioökonomie in Hessen“ genutzt, um dem Industriezweig den Rücken zu stärken.

Internationalisierung

21.06.2016 Die Zusammenarbeit regionaler Cluster und Netzwerke mit internationalen Partnern soll nach Wunsch des Bundesforschungsministeriums verbessert werden. Von den im Juni vergebenen Fördergeldern profitieren unter anderem ein bayrisches Biomedizin- und ein sachsen-anhaltinisches Biomasse-Vorhaben.

Bundestag

13.05.2016 Das Wiederzulassungsverfahren für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat vergiftet die Stimmung zwischen den Koalitionspartnern CDU/CSU und SPD.

Grüne Biotechnologie

28.04.2016 Das Verfahren, um die EU-Zulassung für Glyphosat zu verlängern, ist noch nicht abgeschlossen, da machen Umweltverbände schon eine neue Front auf. Sie haben Hersteller Monsanto sowie Behördenvertreter wegen Betruges angezeigt.

Grüne Gentechnik

08.04.2016 Eine Bund-Länderkommission hat sich weitgehend auf einen Kompromiss geeinigt, wie sich die europäischen Vorgaben zum Opt-out beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auf nationaler Ebene umsetzen lassen.

Künstliche Befruchtung

23.03.2016 Der deutsche Ethikrat sieht Handlungsbedarf beim Embryonenschutz. Bisher können Elternpaare nach einer Kinderwunschbehandlung überzählige Embryonen spenden. Durch eine Gesetzeslücke läuft das Verfahren aber in einer rechtlichen Grauzone ab.

Pflanzenschutz

09.03.2016 Die ursprünglich für Mitte März geplante Entscheidung über eine Verlängerung der Zulassung für das Pflanzenschutzmittel Glyphosat ist vertagt worden.

Pflanzenschutz

07.03.2016 Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt angesichts der jüngst wieder angefachten Diskussionen um das Herbizid Glyphosat Entwarnung. Eine gesundheitliche Gefahr gehe von den Rückständen, die zuletzt in Urin oder Bier nachgewiesen wurden, nicht aus.

Bioökonomie

27.01.2016 In diesem Jahr fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Forschungsarbeiten zu erneuerbaren Ressourcen mit insgesamt 61 Mio. Euro.

Global Bioeconomy Summit

27.11.2015 700 Experten aus 82 Nationen haben am ersten Global Bioeconomy Summit in Berlin teilgenommen. In einem Abschlusscommuniqé verständigten sie sich darauf, die Bioökonomie in die nachhaltige Entwicklung und den Kampf gegen den Klimawandel einzubinden.

Kurszettel

Alle Kurse

TOP

  • MOLOGEN1.50 EUR12.78%
  • ADDEX2.63 CHF3.14%
  • BIOFRONTERA2.83 EUR2.54%

FLOP

  • EVOLVA0.76 CHF-1.30%
  • FORMYCON18.26 EUR-1.24%
  • MAGFORCE4.80 EUR-1.03%

TOP

  • THERAMETRICS0.05 CHF25.0%
  • PAION2.14 EUR22.3%
  • BIOFRONTERA2.83 EUR17.9%

FLOP

  • MOLOGEN1.50 EUR-40.0%
  • SANTHERA56.75 CHF-18.9%
  • 4SC2.31 EUR-5.7%

TOP

  • LONZA181.70 CHF33.3%
  • BIOFRONTERA2.83 EUR32.9%
  • EVOTEC4.04 EUR21.0%

FLOP

  • BB BIOTECH45.22 EUR-84.5%
  • MOLOGEN1.50 EUR-69.9%
  • SARTORIUS71.97 EUR-61.3%

Angaben ohne Gewähr, Stand: 24.07.2016

Aktuelle Ausgabe

Alle Ausgaben

Nachrichten

Wirtschaft

Aktuelle News auf Laborwelt.de

Produkt-Highlight

Produkte