Politik

Leopoldina-Studie unter Beschuss
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Bioenergie

Leopoldina-Studie unter Beschuss

02.08.2012 - Die Bioenergie-Stellungnahme der Leopoldina steht im Kreuzfeuer der Kritik. Mit teils harschen Worten verteidigen Wirtschaftsverbände die Bioenergienutzung.

Die Nationale Akademie der Naturforscher hatte erst vor wenigen Tagen der Bioenergie hierzulande ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Sie könne als nachhaltige Energiequelle für Deutschland keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, urteilten die Experten in der Stellungnahme „Möglichkeiten und Grenzen der Bioenergie“. Statt den Ausbau der Bioenergie voranzutreiben, sollte die Bundesregierung besser auf andere grüne Energien umsteigen, Wind- oder Sonnenkraft etwa.

Mit besonders scharfen Worten griff nun Reinhard Schultz, der Geschäftsführer des Biogasrates, die Stellungnahme an: „Ein Sammelsurium an interessanten Fakten, Vorurteilen, Halbwahrheiten und Fehlern, offensichtlich zusammengeschustert ohne roten Faden.“ Deutlich zurückhaltender im Ton, aber hart in der Sache äußerte sich der Bund der Pflanzenzüchter. „Die Bioenergie ist eine der tragenden Säulen der Energiewende“, so Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer des BDP, der an die Bundesregierung apellierte, an dem nun eingeschlagenen Kurs festzuhalten: „Landwirte, Anlagenbetreiber und Pflanzenzüchter benötigen Planungs- und Investitionssicherheit.“ Der Bundesverband Bioenergie fürchtet, dass die Leopoldina-Forscher die wesentlichen Vorteile von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich verkennen. „Die Leopoldina empfiehlt letztlich, weiter auf fossiles Erdöl im Verkehr zu setzen – ein Unding angesichts der massiven Schäden und Risiken für Umwelt und Klima“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie.

Unterstützung bekamen die Studienautoren hingegen vom Ökoverband Bioland. „Die Förderung von Biosprit und Biodiesel über festgelegte Biokraftstoffquoten verstärkt die Flächenkonkurrenz zur heimischen Lebensmittelproduktion und ist schlecht für die Umwelt“, sagte Verbandspräsident Jan Plagge.

http://www.transkript.de/nachrichten/politik/2012-03/leopoldina-studie-unter-beschuss.html

Bioökonomie

30.06.2016 Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat die Auftaktveranstaltung zur Workshopreihe „Bioökonomie in Hessen“ genutzt, um dem Industriezweig den Rücken zu stärken.

Internationalisierung

21.06.2016 Die Zusammenarbeit regionaler Cluster und Netzwerke mit internationalen Partnern soll nach Wunsch des Bundesforschungsministeriums verbessert werden. Von den im Juni vergebenen Fördergeldern profitieren unter anderem ein bayrisches Biomedizin- und ein sachsen-anhaltinisches Biomasse-Vorhaben.

Bundestag

13.05.2016 Das Wiederzulassungsverfahren für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat vergiftet die Stimmung zwischen den Koalitionspartnern CDU/CSU und SPD.

Grüne Biotechnologie

28.04.2016 Das Verfahren, um die EU-Zulassung für Glyphosat zu verlängern, ist noch nicht abgeschlossen, da machen Umweltverbände schon eine neue Front auf. Sie haben Hersteller Monsanto sowie Behördenvertreter wegen Betruges angezeigt.

Grüne Gentechnik

08.04.2016 Eine Bund-Länderkommission hat sich weitgehend auf einen Kompromiss geeinigt, wie sich die europäischen Vorgaben zum Opt-out beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auf nationaler Ebene umsetzen lassen.

Künstliche Befruchtung

23.03.2016 Der deutsche Ethikrat sieht Handlungsbedarf beim Embryonenschutz. Bisher können Elternpaare nach einer Kinderwunschbehandlung überzählige Embryonen spenden. Durch eine Gesetzeslücke läuft das Verfahren aber in einer rechtlichen Grauzone ab.

Pflanzenschutz

09.03.2016 Die ursprünglich für Mitte März geplante Entscheidung über eine Verlängerung der Zulassung für das Pflanzenschutzmittel Glyphosat ist vertagt worden.

Pflanzenschutz

07.03.2016 Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt angesichts der jüngst wieder angefachten Diskussionen um das Herbizid Glyphosat Entwarnung. Eine gesundheitliche Gefahr gehe von den Rückständen, die zuletzt in Urin oder Bier nachgewiesen wurden, nicht aus.

Bioökonomie

27.01.2016 In diesem Jahr fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Forschungsarbeiten zu erneuerbaren Ressourcen mit insgesamt 61 Mio. Euro.

Global Bioeconomy Summit

27.11.2015 700 Experten aus 82 Nationen haben am ersten Global Bioeconomy Summit in Berlin teilgenommen. In einem Abschlusscommuniqé verständigten sie sich darauf, die Bioökonomie in die nachhaltige Entwicklung und den Kampf gegen den Klimawandel einzubinden.

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Angaben ohne Gewähr, Stand: 30.07.2016

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