Politik

Lifecodexx: Test unter Beschuss
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Pränataldiagnostik

Lifecodexx: Test unter Beschuss

06.07.2012 - Der Streit um den von der Firma Lifecodexx in Konstanz entwickelten Bluttest auf Trisomie 21 reißt nicht ab. Ein Rechtsgutachten erklärt ihn nun für illegal.

"Ich halte den Test für illegal", sagte der Behinderten-Beauftragte der Bundesregierung Hubert Hüppe (CDU) in Berlin. Seine Einschätzung stützt er auf ein von ihm in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten der Universität Bonn. Für den Gutachter Klaus Ferdinand Gärditz ist der Test mit geltendem Recht nicht vereinbar, da er „die Sicherheit und Gesundheit der Ungeborenen gezielt gefährdet“. Hüppe sagte: „Der Test dient weder medizinischen noch therapeutischen Zwecken.“ Nach dem Gendiagnostikgesetz sei aber gerade dies Voraussetzung für eine vorgeburtliche Untersuchung. Er fordert nun von den Behörden ein Verbot des sogenannten PraenaTests, den Lifecodexx noch im Juli auf den Markt bringen will.

Hersteller Lifecodexx weist die Kritik zurück. Der Praena-Test untersuche grundsätzlich nichts Neues sondern sei eine risikofreie Alternative zu den herkömmlichen invasiven Untersuchungsmethoden. Nur, weil die Trisomie-Diagnose per Bluttest schmerzfrei und risikolos sei, entscheide sich eine Schwangere nicht leichter gegen ihr ungeborenes Kind, heißt es auf der Homepage des Biotech-Unternehmens.

Unterstützung für diese Haltung kommt aus den Reihen der Ärzteschaft: Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sieht in dem Test "keinen ethischen Dammbruch", auch sei keine sprunghafte Zunahme von Schwangerschaftskonflikten zu befürchten. Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, verteidigt den Bluttest. „Unsere Gesellschaft hat sich für Pränatal-Diagnostik entschieden. Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen“, sagte er der Rheinischen Post. „Daher ist es besser, diesen Bluttest anzuwenden, als eine mit Risiken behaftete Fruchtwasseruntersuchung vorzunehmen."

http://www.transkript.de/nachrichten/politik/2012-03/lifecodexx-test-unter-beschuss.html

Gentechnikrecht

13.04.2015 Eine Gruppe von Umweltverbänden hat eine Entscheidung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angegriffen, derzufolge eine mittels Genome Editing hergestellte Rapssorte nicht unter das Gentechnikrecht fällt.

Forschungsförderung

27.02.2015 Die Investitionen in Forschung und Entwicklung in der Industrie stagnieren neuen Studien zufolge, gerade kleine und mittlere Unternehmen sparen. Für die Biotechnologie setzt der Branchenverband BIO Deutschland auf bessere Rahmenbedingungen.

Nutzenbewertung

18.02.2015 Ob Ärzte eine bestimmte Arznei verordnen, hängt offenbar nicht von ihrem Zusatznutzen ab. Zu diesem Ergebnis kommt ein von der Krankenkasse DAK beauftragter Report.

Arzneimarkt

16.02.2015 Der Markt für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel müsse von der Bundesregierung weiter geöffnet werden, fordert der Pharmaverband Pro Generika.

Impfstoffe

28.01.2015 Die Impfallianz GAVI hat ihre Geberkonferenz in Berlin erfolgreich abgeschlossen. Mit den eingeworbenen 6,6 Mrd. Euro sollen von 2016 bis 2020 Impfungen für etwa 300 Millionen Kinder bezahlt werden.

Wirtschaftsstatistik

23.01.2015 Forschungskooperationen in den Life Sciences werden immer wichtiger. Während Chemie- und Pharmaindustrie die Ausgaben für interne Forschungsprojekte zurückfahren, wird mehr Geld für Kooperationen ausgegeben. Das belegt eine Erhebung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft.

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19.01.2015 Die Zukunft der Landwirtschaft liege in der Bioökonomie, hat Bundesagrarminister Christian Schmidt auf einem internationalen Gipfeltreffen in Berlin festgestellt. Wichtig sei allerdings der Vorrang für die Ernährungssicherung.

Grüne Gentechnik

14.01.2015 Das Europäische Parlament hat den Weg für eine nationale Entscheidung über den Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen frei gemacht. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks pocht auf ein deutschlandweites Verbot.

Förderung

15.12.2014 Sachsen forciert die Vernetzung von Informationstechnik und Biotechnologie mit einer Kapitalspritze für neue Ideen. Über das EU-Projekt C3-Saxony bekommen nun 21 Firmen insgesamt 100.000 Euro.

Förderung

12.12.2014 Die deutsche Biotech-Branche hat sich in den EU-Wissensclustern InnoLife und RawMatTERS eine führende Rolle gesichert. Fördergelder in Millionenhöhe werden damit in deutsche Forschungseinrichtungen und Biotech-Firmen fließen.

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