Politik

Protest gegen Soja-Zulassung
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Grüne Gentechnik

Protest gegen Soja-Zulassung

10.08.2012 - Ein Zusammenschluss von Umweltverbänden hat bei der EU-Kommission einen Protest gegen die Zulassung der gentechnisch veränderten Sojasorte "Intacta" eingelegt.

Zu den Beschwerdeführern gehören unter anderem das Europäische Netzwerk kritischer WissenschaftlerInnen (ENSSER), der Verein Testbiotech e.V. sowie die Gesellschaft für ökologische Forschung. Nach ihrer Einschätzung hat die für die Zulassung zuständige europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA es versäumt, die Sorte ausreichend auf mögliche Gesundheitsgefahren zu prüfen.

Nach den Plänen des Herstellers Monsanto soll die Sojasorte vor allem in Brasilien angebaut und als Futter- und Lebensmittel nach Europa importiert werden. Die Pflanzen produzieren ein Insektengift und sind unempfindlich gegenüber dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat (Roundup). Schon unmittelbar nach der Zulassungsentscheidung der EU-Kommission im vergangenenn Juni hatt Testbiotech Zweifel am Verfahren angemeldet. Die nun vorgebrachte Beschwerde folgt der damaligen Argumentation. "Die Pestizidrückstände auf den Soja-Pflanzen können gesundheitsschädlich sein", heißt es in einem von dem Verein beauftragten Rechtsgutachten. Ein Monitoring, welches die EU-Regeln laut Gutachten vorsähen, gebe es jedoch nicht. Christoph Then, der Geschäftsführer von Testbiotech, wertet die Zulassung der Sojasorte daher als "klaren Rechtsbruch" und schließt für den Fall, dass die Beschwerde zurückgewiesen wir, eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof nicht aus. 

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBio) fordert, die Diskussion um die Grüne Gentechnik auf Basis wissensbasierter Argumente zu führen. Der Nachweis von Risiken bleibe seit fast zwei Jahrzehnten aus, betonte Verbandspräsident Wolfgang Nellen in einem Statement Mitte Juni: „Forschungsergebnisse werden nicht selten ignoriert, Widersprüche ausgeblendet oder es werden – bewusst und unbewusst – falsche Argumentationsketten konstruiert.“ Besonders die Forderung nach Nulltoleranz bei Lebensmitteln und die Ausweisung von „Gentechnikfreien Zonen“ beurteilt der Verband kritisch. Stattdessen sollten Bürger die Chance wahrnehmen „Entscheidungen auf der Basis von Wissen und nicht aufgrund von ‘gefühlten Wahrheiten‘ zu treffen.“

http://www.transkript.de/nachrichten/politik/2012-03/protest-gegen-soja-zulassung.html

Biodiversität

27.05.2015 Der Gericht der Europäischen Union (EuG) hat eine Klage von Pflanzenzüchtern gegen die EU-Verordnung zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls als unzulässig abgewiesen.

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26.05.2015 Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat sich gegen ein Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen ausgesprochen.

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