Politik

Tierschützer gegen GVO-Regeln
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Grüne Gentechnik

Tierschützer gegen GVO-Regeln

05.03.2013 - Im ewigen Streit um gentechnisch veränderte Pflanzen bildet sich eine neue Frontlinie. Tierschützer und Gentechnik-Kritiker streiten über neue Zulassungsregeln.

Die EU-Mitgliedsstaaten hatten Ende Februar beschlossen, dass für die Zulassung gentechnisch veränderter Saat- und Futtermittel künftig Fütterungsstudien mit Nagetieren notwendig sind. Über einen Zeitraum von 90 Tagen sollen Ratten oder Mäuse mit entsprechenden Pflanzenbestandteilen gefüttert werden, um die Auswirkungen der neuen Diät zu überprüfen.

Bereits heutzutage werden solche Studien bei mehr als zwei Dritteln der Zulassungsanträge freiwillig beigelegt, berichtet die Europäische Kommission. Auch die von Experten heftig kritisierte Séralini-Studie untersuchte die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Futtermitteln auf Ratten. Gentechnik-kritische Verbände fordern seit Jahren, entsprechende Studien verpflichtend einzuführen, um Auswirkungen der Pflanzen beziehungsweise ihrer Früchte auf die Gesundheit von Tieren und Menschen feststellen zu können. Sie haben nun einen Teilsieg errungen – zumindest vorerst: In den Entwürfen zu den neuen Regeln hieß es stets, die EU-Kommission solle die Pflicht zur Durchführung der Fütterungen bis 2016 überprüfen.

Was Gentechnik-Kritiker als Erfolg verbuchen, treibt gleichwohl Tierschützer auf die Barrikaden. „Dies ist nicht mit den Vorgaben der EU-Tierversuchsrichtlinie vereinbar, auf die Verwendung lebender Tiere zu verzichten oder deren Einsatz wo immer möglich zu reduzieren", so Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin der Akademie für Tierschutz. Auch aus wissenschaftlicher Sicht würde die EU den Verbrauchern einen Bärendienst erweisen. „Solche Studien sind der falsche Weg, um die Unbedenklichkeit gentechnisch veränderter Pflanzen zu gewährleisten. Schon aufgrund methodischer Schwierigkeiten besitzen sie nur einen sehr begrenzten Aussagewert", erläutert Rusche. Sie fordert, dass die Pflanzen „gemäß dem Vorsorgeprinzip keine Zulassung erhalten, sobald sich Hinweise auf eine mögliche gesundheitsschädigende Wirkung ergeben.“

© transkript.de/bk

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