Politik

Bioenergie: Rat fordert Umdenken
Bild vergrößern

Biomasse

Bioenergie: Rat fordert Umdenken

09.07.2015 - Die deutsche Bioenergiepolitik benötigt eine neue Ausrichtung, die internationale Herausforderungen berücksichtigt. Dies fordert der Bioökonomierat in seinen aktuellen Empfehlungen zur Bioenergie in Deutschland.

Energie aus Biomasse bringe einige Vorteile mit sich, so das Beratungsgremium der Bundesregierung. Sie lässt sich besonders gut speichern und kann die Schwankungen der Wind- und Solarenergie in der Strom- und Wärmeerzeugung ausgleichen. Gleichzeitig sind die Expansionsmöglichkeiten von Energie aus landwirtschaftlichen Rohstoffen eingeschränkt. Vor allem dürfe keine Konkurrenz zu Nahrungsmitteln geschaffen werden, betonte der Rat. „Die Bioenergiepolitik hat zwar in der jüngsten Vergangenheit einige vernünftige Anpassungen vorgenommen, aber die Kopplung von Energie- und Nahrungsmittelpreisen sowie staatliche Subventionen tragen zur Knappheit von Agrarprodukten und Preisanstiegen bei“, konstatierte der Ratsvorsitzende Joachim von Braun. „Dies hat vor allem Konsumenten mit niedriger Kaufkraft in Entwicklungsländern betroffen.“ Die Strategie der deutschen Bundesregierung müsse sich deshalb auch an internationalen Herausforderungen ausrichten.

In seinem Bioenergie-Papier steckte der Rat auch die wichtigsten Ziele der neuen Strategie fest: Sie müsse Klima und Natur schützen, bestehende Zielkonflikte lösen, Systemstabilität gewährleisten und gleichzeitig technologische Vorteile angemessen nutzen. Der Rat fordert darüber hinaus die Entwicklung eines einheitlichen Bewertungsrahmens für die verschiedenen Energiequellen. Dieser soll neben der Wirtschaftlichkeit – wobei Biomasse aus Primärrohstoffen ein vergleichsweise teurer Energielieferant ist – auch indirekte Effekte wie die Schädigung von Ökosystemen mit einbeziehen.

Weiterhin empfiehlt der Bioökonomierat eine international abgestimmte Biomasse-Zertifizierung, die neben sozialen Standards ökologische Fußabdrücke berücksichtigt. In Entwicklungsländern, die einen großen Teil ihrer Primärenergie über die Verbrennung von Biomasse erzeugen, sei eine andere Energiewende zu vollziehen, an der sich Deutschland mit Forschung und Technologie-Partnerschaften vermehrt beteiligen sollte.

Nach neuesten Daten decken regenerative Quellen etwa 12% des deutschen Energiebedarfs. 62% davon werden der Bioenergie zugeschrieben, so der Bioökonomierat. „Die energetische Nutzung von pflanzlichen Reststoffen ist kostengünstig und umweltschonend. Sie kann den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Damit ist die Bioenergie wichtiger Teil des Systems Bioökonomie”, betonte die Co-Vorsitzende des Rates Christine Lang.

© transkript.de/um

http://www.transkript.de/nachrichten/politik/2015-03/bioenergie-rat-fordert-umdenken.html

Volksabstimmung

15.06.2015 Die Bevölkerung in der Schweiz hat mit klarer Mehrheit für eine Lockerung der Verfassung votiert. Damit ist der Weg frei für ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz und – womöglich nach einem weiteren Referendum 2016 – die Präimplantationsdiagnostik.

Förderung

10.06.2015 Als Teil des trinationalen Netzwerks BIG-C hat sich CLIB2021 aus Nordrhein-Westfalen 4 Mio. Euro Fördergelder aus Berlin gesichert. Damit sollen Projekte zu Biomasse und Stoffströmen aus Industrieabgasen vorangetrieben werden.

Biodiversität

27.05.2015 Der Gericht der Europäischen Union (EuG) hat eine Klage von Pflanzenzüchtern gegen die EU-Verordnung zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls als unzulässig abgewiesen.

Grüne Gentechnik

26.05.2015 Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat sich gegen ein Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen ausgesprochen.

Grüne Gentechnik

19.05.2015 Eine Gruppe von Forschern, Politikern und Wirtschaftsvertretern hat eine neue Petition zur Grünen Gentechnik vorbereitet. Ziel ist eine umfassende Kennzeichnung von Produkten, die „mit der Gentechnik in Berührung gekommen“ sind.

Grüne Gentechnik

07.05.2015 Die SPD-Fraktion im Bundestag ist für ein bundesweites Anbau-Verbot für gentechnisch veränderte Pflanzen. Damit positionierten sich die Abgeordneten Anfang Mai gegen Bundesagrarminister Christian Schmidt. Applaus kommt von einem Ökoverband.

Grüne Gentechnik

28.04.2015 Die Europäische Kommission hat den Import von 19 verschiedenen Sorten gentechnisch veränderter (gv-) Pflanzen zugelassen. Dazu gehören Mais, Sojabohnen, Raps und Baumwolle zur Verwendung in Lebens- und Futtermitteln.

Biotech-Tage

24.04.2015 Volles Haus in Köln: Trotz Bahnstreiks kamen mehr als 860 Besucher zur sechsten Ausgabe der Deutschen Biotechnologietage.

Branchenstatistik

22.04.2015 Ob Umsatz, Mitarbeiter oder Finanzierung – in der deutschen Biotech-Branche stehen die Zeichen in allen Bereichen auf Wachstum.

© 2007-2015 BIOCOM

http://www.transkript.de/nachrichten/politik/pos/2.html

Kurszettel

Alle Kurse

TOP

  • ADDEX3.15 CHF2.61%
  • BIOTEST25.69 EUR2.35%
  • BASILEA123.30 CHF1.15%

FLOP

  • VITA 345.63 EUR-5.38%
  • FORMYCON28.10 EUR-3.77%
  • EPIGENOMICS5.76 EUR-3.52%

TOP

  • MEDIGENE10.76 EUR23.5%
  • QIAGEN NV25.25 EUR13.1%
  • FORMYCON28.10 EUR12.0%

FLOP

  • BIOTEST25.69 EUR-63.7%
  • CYTOS0.46 CHF-20.7%
  • WILEX3.54 EUR-9.2%

TOP

  • FORMYCON28.10 EUR304.3%
  • 4SC4.30 EUR202.8%
  • BB BIOTECH290.90 EUR120.1%

FLOP

  • BIOTEST25.69 EUR-68.7%
  • MOLOGEN4.99 EUR-47.5%
  • THERAMETRICS0.07 CHF-22.2%

Angaben ohne Gewähr, Stand: 27.07.2015

Aktuelle Ausgabe

Alle Ausgaben

Nachrichten

Wirtschaft

Aktuelle News auf Laborwelt.de

Produkt-Highlight

Produkte