Wirtschaft

Morphosys setzt auf Immatics
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Kooperation

Morphosys setzt auf Immatics

26.08.2015 - Mit einer deutsch-deutschen Partnerschaft wollen Morphosys in Martinsried und Immatics in Tübingen das Feld der Krebsimmuntherapien aufrollen.

In der Ende August verkündeten Kooperation bündeln der Antikörper-Spezialist Morphosys und die auf immunbasierte Krebstherapie spezialisierte Immatics ihre Kapazitäten. Ziel ist die Entwicklung neuer, antikörperbasierter Therapien gegen die von intrazellulären Proteinen abgeleiteten tumor-assoziierten Peptide (TUMAPs). Morphosys wiederum bringt mit der HuCAl-Technologie eine umfassende Antikörper-Bibliothek ein, die mehr als 100 therapeutische Antikörper und biologische Wirkstoffe zur Behandlung von Krebs, rheumatischer Arthritis und Alzheimer in der Pipeline hat.

Im Rahmen der strategischen Allianz erhält Morphosys Zugang zu Immatics TUMAPs. Den Tübingern werden dagegen Entwicklungsrechte an Morphosys‘ Ylanthia-Antikörpern eingeräumt. Ylanthia ist eine Technologie-Plattform zur In-vitro-Generierung menschlicher Immunmoleküle. Sie enthält mehr als 100 Milliarden unterschiedliche vollständig humane Antikörper. Auf Grundlage dieser Zusammenarbeit hofft Morphosys, die eigenen therapeutischen Ansätze zur Krebsbehandlung zu ergänzen. „Wir denken, dass sich durch diese Kooperation für uns einige außergewöhnliche Produktchancen ergeben, die auf völlig neuartigen Wirkstoffen beruhen“, so Marlies Sproll, Forschungsvorstand der Morphosys AG. Im Mai hatte Morphosys seine Kompetenzen auf dem Gebiet der Peptide mit der vollständigen Übernahme der niederländischen Lanthio Pharma BV gestärkt.

Die therapeutischen Programme, die Immatics und Morphosys verfolgen, zielen konkret auf die Erforschung von Ylanthia-Antikörpern gegen MHC-gebundene Peptide ab, um die Tumorzellen anzugreifen. Die Plattform Xpresident von Immatics ist in der Lage, diese tumor-assoziierten Peptide im Hochdurchsatzverfahren zu charakterisieren. „Wir verbinden Morphosys‘ Fähigkeiten auf dem Gebiet der Antikörperentwicklung mit dem Zugang zu intrazellulären Zielmolekülen“, so Immatics-Forschungsvorstand Harpreet Singh. Mit dem Einstieg in antikörperbasierte Therapien kann der Tübinger Krebsspezialist sein Portfolio bestehender Krebsimmuntherapien ergänzen. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht genannt. Es wurde lediglich bestätigt, dass im Rahmen der Allianz erfolgsabhängige Prämien für gemeinsam entwickelte Wirkstoffe sowie Tantiemen auf künftig vermarktete Produkte vereinbart wurden.

© transkript.de/bb

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2015-03/morphosys-setzt-auf-immatics.html

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