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4SC will Kapital herabsetzen
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Kapitalherabsetzung

4SC will Kapital herabsetzen

26.01.2015 - Die 4SC AG in Martinsried plant, ihre Aktien zusammenzulegen. Für fünf alte Anteilsscheine soll es einen neuen geben. Damit könnte 4SC sich leichter frisches Kapital beschaffen.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Mitte März sollen die Aktionäre dem Vorschlag der 4SC-Verantwortlichen zustimmen. Den nun ad hoc offen gelegten Plänen zufolge würde das Grundkapital von derzeit 50,8 Mio. Euro auf rund 10,2 Mio. Euro herabgesetzt, die Zahl der ausgegebenen Aktien im gleichen Verhältnis reduziert.

Mit dem Schritt will sich das Unternehmen in Martinsried „Flexibilität für etwaige künftige Kapitalmaßnahmen“ verschaffen, heißt es. Im jüngsten Finanzbericht für das dritte Quartal 2014 weist das Unternehmen zum Stichtag 30.9.2014 einen Bargeldbestand von rund 3,4 Mio. Euro aus. Bei einem unveränderten durchschnittlichen Mittelverbrauch von monatlich 716.000 Euro würde das Kapital Ende September rechnerisch noch bis ins erste Quartal 2015 reichen. Allerdings kann 4SC auf eine SEDA-Vereinbarung zurückgreifen, die es mit dem Investor Yorkville Advisors im Februar 2014 geschlossen hat. Bis Ende 2016 kann das Unternehmen den Amerikanern Wandelschuldverschreibungen im Wert von bis zu 15 Mio. Euro andienen. Nach eigenen Angaben ist 4 SC derzeit bis Anfang 2016 finanziert.

An der Börse notierte das Papier zuletzt bei rund 90 Cent – geriet durch die Ankündigung der Kapitalherabsetzung aber weiter unter Druck. Eine Kapitalerhöhung wäre unter diesen Bedingungen nur mit einem Bezugspreis über dem Börsenkurs möglich, da der Ausgabepreis den Nennwert – bei 4SC 1,00 Euro – nicht unterschreiten darf. Konkrete Planungen für eine Kapitalerhöhung über die Börse gebe es jedoch nicht, betont 4SC-Pressesprecher Jochen Orlowski im Gespräch mit transkript.de.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2015-01/4sc-will-kapital-herabsetzen.html

Bilanz

22.01.2015 Der Schweizer Chemie- und Biotech-Konzern Lonza sieht sich trotz der Turbulenzen um den Schweizer Franken in einer starken Verfassung. Ein neues Sparprogramm für den Standort Visp muss dennoch her.

Firmengründung

21.01.2015 Der Impfstoffspezialist Valneva bringt seine Antikörper-Technologie in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Blink Therapeutics ein. Das Joint Venture, Blink Biomedical, ist jetzt gestartet.

Firmenumfrage

20.01.2015 Die deutsche Biotechnologie-Branche geht positiv gestimmt in das neue Jahr. Erstmals seit Jahren ist die Börse wieder eine Finanzierungsalternative für deutsche Firmen.

Kooperation

16.01.2015 Für die Produktion monoklonaler Antikörper setzt der französische Pharmakonzern Sanofi künftig auf die Expertise von Deutschlands zweitgrößtem Arzneihersteller Boehringer Ingelheim.

M&A

13.01.2015 Roche startet die erste milliardenschwere Transaktion des Jahres. Für insgesamt rund 1,03 Mrd. US-Dollar übernehmen die Schweizer die Mehrheit am US-Krebsspezialisten Foundation Medicine.

Übernahme

12.01.2015 Der Diagnostikkonzern Qiagen stärkt sein Sequenziergeschäft mit einem Zukauf in den USA. Die Geschäftseinheit Enzyme Solutions von Enzymatics gehört künftig zu dem Unternehmen in Hilden.

Übernahme

09.01.2015 Der Wiener Gene-Editing-Spezialist Haplogen Genomics GmbH wird von der britischen Horizon Discovery-Gruppe übernommen. Sie zahlt bis zu 12,6 Mio. Euro.

Finanzierung

08.01.2015 Der Schweizer Medikamentenentwickler Genkyotex SA hat eine Serie D-Finanzierung von knapp 17 Mio. Euro abgeschlossen. Für das zweite Halbjahr 2015 fasst das Unternehmen einen Börsengang ins Auge.

M&A

07.01.2015 Die Phenex Pharmaceuticals AG hat den ersten aufsehenerregenden Biotech-Deal des Jahres abgeschlossen. Für bis zu 395 Mio. Euro übernimmt der US-amerikanische Konzern Gilead das Leitprogramm zur Behandlung von Leberkrankheiten.

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