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Prima Biomed: Aus für CVac
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Klinische Entwicklung

Prima Biomed: Aus für CVac

02.03.2015 - Der deutsch-australische Wirkstoffentwickler Prima Biomed stellt die Entwicklung seiner Krebsarznei CVac ein. Künftig soll eine im vergangenen November zugekaufte Immuntherapie weiterentwickelt werden.

Bei Prima Biomed werden die Weichen für die klinische Entwicklung neu gestellt. Die hauseigene autologe Zelltherapie CVac gerät auf das Abstellgleis. Zu teuer und zu komplex sei es, Krebstherapien für jeden einzelnen Patienten zu personalisieren, heißt es zur Begründung. Die Patientenrekrutierung für die klinischen CVac-Studien CAN-004B und CAN-301 wird eingestellt. Die unter anderem in Leipzig aufgebaute Fertigungsinfrastruktur für die Krebsvakzine soll verkauft werden.

Stattdessen setzt Prima Biomed nun auf ein Portfolio von Biomolekülen, die ursprünglich von der französischen Immutep SA entwickelt wurden. Das Unternehmen war erst im vergangenen Oktober von Prima Biomed übernommen worden. Die drei Wirkstoffkandidaten Immuteps, Phase II-Immuncheckpoint-Regulator IMP321 sowie IMP701 und IMP731, modulieren auf unterschiedliche Weise die Aktivität des Lymphocyte Activation Gene-3 (LAG-3). „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Fokussierung auf die Entwicklung der LAG-3-basierten Produktkandidaten, vor allem IMP321, die richtige und verantwortungsvollste Vorgehensweise darstellt“, sagte Lucy Turnbull, die Aufsichtsratsvorsitzende von Prima Biomed. IMP321 fördert unter anderem die Aktivierung und Reifung von dendritischen Zellen, die krebsspezifische Antigene präsentieren  und bringt so die körpereigene Abwehr gegen Krebszellen in Stellung. In der zweiten Jahreshälfte 2015 plant Prima Biomed den Beginn einer Phase IIb-Studie. Später in diesem Jahr ist zudem der Start einer Phase I-Pilotstudie in einer Kombination von IMP321 mit einem weiteren Immun-Checkpoint-Inhibitor geplant. Partnerschaften für das LAG-3-Programm IMP731 (GSK2831781) beziehungsweise IMP701 bestehen mit GlaxoSmithKline und Novartis-Tochter CoStim.

„Als kleines Biotech-Unternehmen mit begrenzten Ressourcen muss unser Fokus auf der Entwicklung von Produkten liegen, welche die kosteneffektivsten und kommerziell attraktivsten Möglichkeiten bieten. Wir sind überzeugt, dass IMP321, insbesondere in Kombination mit Chemotherapien oder immunonkologischen Anwendungen, das bestmögliche Potential besitzt“, sagte Marc Voigt, CEO von Prima Biomed.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2015-01/prima-biomed-aus-fuer-cvac.html

Förderung

26.02.2015 Die auf Krebstherapien spezialisierte Wilex-Tochter Heidelberg Pharma profitiert von einem neuen Förderprogramm der Europäischen Union.

Start-ups

24.02.2015 Die Entwicklung von Biosensoren, die auf Nanostrukturen basieren, geht der Pharmakonzern Roche mit einem Open-Innovation-Ansatz an. Die Schweizer haben eine Kooperation mit dem Heidelberger Biomed-X-Inkubator gestartet.

Bioökonomie

20.02.2015 Der Mannheimer Bioethanol-Produzent Crop Energies AG hat ein Werk in Großbritannien vorerst geschlossen. Belastungen von 40 Mio. Euro sind die Folge.

Finanzierung

19.02.2015 Die Immunservice GmbH hat für ihre nun abgeschlossene Serie C-Finanzierung einen prominenten Unterstützer gefunden: den Unternehmer Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group.

Erstattung

13.02.2015 Genau 14.520,84 Euro je Packung. Dies ist der Erstattungspreis für die Hepatitis-Arznei Sovaldi, auf den sich der Spitzenverband der Krankenkassen und Hersteller Gilead Biosciences Inc. geeinigt haben.

Übernahme

12.02.2015 Der Schweizer Impfstoffentwickler Glycovaxyn wird für rund 168 Mio. Euro vom britischen Pharmakonzern GSK vollständig übernommen.

Bioökonomie

11.02.2015 Die Produktion und Nachfrage von Bioethanol ist 2014 deutlich gestiegen. Die Hersteller haben aber mit sinkenden Preisen zu kämpfen.

Kapitalerhöhung

06.02.2015 Die Innovacell Biotechnologie AG in Innsbruck hat durch eine Kapitalerhöhung 3 Mio. Euro bei Investoren eingeworben. Damit soll die weitere Entwicklung der hauseigenen Zelltherapien finanziert werden.

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