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Paion verkauft Desmoteplase
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Paion verkauft Desmoteplase

29.02.2012 - Die Paion AG hat sämtliche Desmoteplase-Rechte für 20 Mio. Euro an den Pharmakonzern Lundbeck verkauft und befreit sich aus einer Finanzklemme.

Der Kapitalmarkt belohnt die Veräußerung des Schlaganfallmedikamentes mit einem Tagesplus der Paion-Aktie von mehr als 30%. „Wir konzentrieren nun alle unsere geschäftlichen und finanziellen Ressourcen auf die Auslizenzierung von Remimazolam“, sagt Wolfgang Söhngen, der Vorstandsvorsitzende von Paion. Das Anästhetikum hatte im November 2010 gute Ergebnisse in einer Phase IIb-Studie erzielt. Einen bereits für das vergangene Jahr angekündigten Lizenzvertrag konnte das Paion-Management bis heute allerdings nicht liefern.

Mit dem Verkauf der Desmoteplase-Rechte endet für Paion eine Ära. Lange war der Plasminogen-Aktivator aus dem Speichel der Vampirfledermaus der Hoffnungsträger des Unternehmens. Im Februar 2005 ging Paion an die Börse, im Juli spülte ein Lizenzvertrag mit Lundbeck 15 Mio. Euro in die Kasse. Ende Mai 2007 scheiterte die Phase III-Studie mit Desmoteplase. Eine detaillierte Analyse ergab jedoch, dass Schlaganfall-Patienten ohne akuten Gefäßverschluss besonders von dem Mittel profitierten. Das Management erweiterte im Dezember 2007 daraufhin den Vertrag mit Lundbeck. Die Dänen finanzierten von nun an die klinischen Studien. Paion wurde mit einer Abschlagszahlung von 8 Mio. Euro und möglichen Meilensteinen im Wert von 38 Mio. Euro abgefunden. Eine weitere Phase III-Studie wurde gestartet. Die entsprechenden Daten werden im ersten Halbjahr 2013 erwartet. So lange konnte Paion offenbar nicht mehr warten und ließ sich jetzt vorab abfinden. Der Betrag von 20,1 Mio. Euro wird in mehreren Tranchen ausbezahlt. 16,5 Mio. Euro werden sofort, der Rest zu späteren Zeitpunkten fällig. Einschließlich der Abschlagszahlung haben die Aachener nun 22,5 Mio. Euro in der Kasse. Damit sind sie wieder bis ins Jahr 2014 finanziert. Nach dem Abschied vom Fledermaus-Präparat Desmoteplase muss das Unternehmen aber wohl seinem geflügelten Logo Adé sagen.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-01/paion-verkauft-desmoteplase.html

Finanzierung

17.12.2014 Der deutsch-niederländische Diagnostik-Riese Qiagen beteiligt sich finanziell an der Protagen AG. Der Grund ist Qiagens Interesse an der Diagnostik von Autoimmunkrankheiten.

Beteiligungen

16.12.2014 Die Deutsche Biotech Innovativ AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen und erfolgreich plaziert. Der Emissionserlös könnte bis zu vier neuen Start-ups zugutekommen.

Klinische Entwicklung

10.12.2014 Die 4SC AG in Martinsried hat neue Phase I-Daten für den Krebswirkstoff 4SC-205 vorgelegt. Der niedermolekulare Wirkstoff soll nun in die klinische Phase II gebracht werden.

Zulassung

09.12.2014 Der Darmkrebstest Epi procolon der Berliner Epigenomics AG ist in China zugelassen worden. Lizenzpartner Biochain will nun die Markteinführung vorantreiben.

Klinische Entwicklung

08.12.2014 Der Krebsantikörper MOR208 wirkt und ist gut verträglich – das sind die finalen Ergebnisse einer Phase I/IIa-Studie, die die Morphosys AG nun vorgestellt hat.

Zulassung

05.12.2014 Im Rekordtempo ist der von Amgen für die Krebsbehandlung entwickelte Bite-Antikörper Blinatumomab von der FDA als Krebsarznei zugelassen worden.

Strategische Partnerschaft

03.12.2014 Die Hamburger Evotec AG verhandelt mit dem Pharmakonzern Sanofi über eine weitreichende strategische Zusammenarbeit. Im Kern geht es um die Übernahme des Sanofi-Standortes in Toulouse mit 200 Mitarbeitern.

Übernahme

02.12.2014 Die Nabelschnurblutbank Vita 34 AG kauft in Österreich zu. Im Rahmen eines Asset-Deals wird das Geschäft der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG in Graz übernommen.

Industrielle Biotechnologie

28.11.2014 Das französisch-deutsche Unternehmen Global Bioenergies (GBE) stellt erstmals fermentativ Butadien her. Vom Olefin Isobuten wurden in einer französischen Pilotanlage erste industrielle Chargen produziert.

Industrielle Biotechnologie

27.11.2014 Die Brain AG übernimmt die Mehrheit an der Weissbiotech-Gruppe. Mit dem Zukauf seines sechsten Unternehmenssatelliten steigt das Unternehmen in Zwingenberg in den Markt für Industrieenzyme ein.

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