Wirtschaft

Sparkurs bei Merck
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Restrukturierung

Sparkurs bei Merck

27.02.2012 - Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern stellt seine Strukturen in allen Regionen und Sparten auf den Prüfstand. Entlassungen sind wahrscheinlich.

Bereits vor einiger Zeit hatte die Merck KGaA eine Restrukturierung angekündigt, nun holt der Konzern zum Rundumschlag aus. Dabei werde es voraussichtlich zum „Personalabbau in allen Geschäftsbereichen und Regionen“ kommen, erwartet Merck-Chef Karl-Ludwig Kley. Konkrete Einsparziele und Angaben dazu, wie viele der zuletzt weltweit rund 40.000 Stellen in 67 Ländern wegfallen sollen, machte er jedoch nicht. „Natürlich haben wir eine Vorstellung davon, was erreicht werden muss, aber wir werden uns mit den Arbeitnehmervertretern in den einzelnen Ländern beraten und alle pragmatischen Vorschläge prüfen“, so Kley weiter.

Der wachsende Wettbewerb und Fehlschläge in der Medikamentenentwicklung machen dem Darmstädter Unternehmen zu schaffen. Nun sollen Abläufe effizienter gestaltet und die Organisation verschlankt werden. Dabei dürfte vor allem das Sorgenkind des Konzerns, die Pharmasparte, nicht ungeschoren davonkommen. Der Bereich, der aus der Fusion mit dem Schweizer Biotech-Konzern Serono 2007 hervorging, kämpft mit zuviel Bürokratie und Komplexität. „Es ist hart, dass Personal abgebaut werden muss“, sagte Merck-Analyst Ulrich Huwald vom Bankhaus M.M. Warburg der Frankfurter Rundschau. „Aber es ist notwendig, dass etwas getan wird.“ Die Sparte hatte zuletzt immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen. Nachdem das vermeintliche Blockbuster-Präparat Cladribin, ein oral einnehmbares MS-Medikament, keine Marktzulassung erhielt, ist für Huwald klar: „Es fehlen zukünftige Produkte.“

Der Analyst hält es nun für wahrscheinlich, dass Merck die Pharmaforschung stärker fokussieren und kleinere Bereiche nicht fortführen wird. So könnten auch Doppelfunktionen, die bei der Übernahme der Schweizer Serono entstanden sind, abgebaut werden. Im Chemie- und Laborausstattungsgeschäft rechnet er dagegen kaum mit Veränderungen.

Erst Anfang 2011 wurde die Leitung der Pharmasparte in neue Hände gelegt. Vom US-Konzern Merck & Co kam Stefan Oschmann, der den glücklosen Elmar Schnee ersetzte. Auch andere Spitzenmanager wurden mittlerweile ausgetauscht.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-01/sparkurs-bei-merck.html

Lizenzierung

15.04.2015 Die 4SC AG hat ihr Leitprodukt, die Krebsarznei Resminostat, in Asien an eine Tochter des italienischen Menarini-Konzerns auslizenziert. Die Martinsrieder hoffen auf Erlöse von bis zu 95 Mio. Euro.

Wagniskapital

14.04.2015 Der Wagniskapitalfinanzierer TVM hat das erste Closing für seinen China BioPharma Capital I Venture Capital Fund bei rund 47 Mio. Euro (50 Mio. US-Dollar) bekanntgegeben.

Klinische Entwicklung

10.04.2015 Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck bringt seinen Krebsantikörper Avelumab in die klinische Phase III.

Kooperation

14.04.2015 Das Lead Discovery Center (LDC) in Dortmund und der Pharmakonzern AstraZeneca bauen ihre Forschungskoooperation aus.

Finanzierung

09.04.2015 Die Wilex AG hat ihre 4 Mio. Euro umfassende Kapitalerhöhung abgeschlossen. Auch dank Ankeraktionär Dievini wurden alle Aktien plaziert.

Finanzierung

08.04.2015 Der Wiener Antibiotika-Spezialist Nabriva Therapeutics hat in einer Serie B-Finanzierung 111 Mio. Euro eingeworben.

Listing

02.04.2015 Per Listing hat der Hamburger Arzneientwickler AMP Biosimilars AG den Sprung aufs Börsenparkett gewagt. Seit Anfang April werden die Aktien im Freiverkehr der Börse München gehandelt.

Bioökonomie

01.04.2015 Der französisch-deutsche Konzern Global Bioenergies (GBE) sichert sich ein Darlehen in Höhe von 4,4 Mio. Euro. Damit kann in Leuna der Bau eines Bioreaktors für die Produktion von Isobuten beginnen.

Finanzierung

31.03.2015 Die Mologen AG hat den Bezugspreis für die jüngste Kapitalerhöhung auf 5 Euro je Aktie festgelegt. Werden alle Aktien plaziert, ergibt sich ein Erlös von 28 Mio. Euro.

Lizenzabkommen

30.03.2015 Der US-Konzern Johnson & Johnson hat die Rechte am Arzneikandidaten COR-1 an die Universität Würzburg zurückgegeben.

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