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BIO: Sekt oder Selters?
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BIO: Sekt oder Selters?

22.06.2012 - Die Pharmabranche ist in der Krise. Ob die Biotech-Industrie davon profitieren oder ebenfalls verlieren wird, darüber wurde auf der BIO diskutiert.

Sekt oder Selters? Die Biotech-Branche ist in Unruhe. Das zeigen die engagierten Diskussionen unter den 15.000 Teilnehmern der diesjährigen BIO in Boston. Zwar sind die Zahlen gut. So wurden 63 Mrd. US-$ in die globalen Biotech-Unternehmen investiert. Auch deren Umsätze stiegen um 10%. Sogar die Forschungsbudgets blieben zu denen ihrer Pharmapendants konstant. Doch trotzdem steht die Branche am Scheideweg. Einerseits wird sie als Erfindungsmaschine der Pharmaindustrie dringend gebraucht. Andererseits werden die Ansprüche dieses Ideenabnehmers immer höher und dessen Zahlungsbereitschaft aufgrund sich leerender Kassen immer geringer. Denn bis 2015 stehen Umsätze in Höhe von 56 Mrd. US-$ mit patentierten Wirkstoffen unter Druck. Sie werden bald durch preiswertere Generika ersetzt. Ob nun Optimisten oder Pessimisten siegen, ist nicht klar. Auch die Experten sind sich uneins. Einerseits spricht Stephen Burrill, anerkannter Investor der Branche, von einer Zeit der „neuen Entbehrung“. Die Steuerberater von Ernst & Young haben sogar einen „seismischen Schock“ ausgemacht. Andererseits bieten solche Krisen auch immer Chancen für Neuerungen. So werden neue Modelle der Zusammenarbeit entwickelt. Ernst & Young prophezeit umfassende Allianzen zwischen Pharmakonzernen, Biotech-Unternehmen, Patientengruppen und Zulieferern, um neue Entwicklungsmethoden hervorzubringen, die auf die Bedürfnisse der Patienten maßgeschneidert sind. Burrill, anerkanntes Orakel der Branche, bleibt mutig: „Dies sind die besten Zeiten, um im Business zu sein.“ Dass die Produkte der Industrie gebraucht werden, zeigten Frauen, die vor dem Veranstaltungsort der BIO protestierten. Sie demonstrierten für Roches vielversprechenden Brustkrebs-Kandidaten T-DM1 (Trastuzumab Emtansin) und gegen die FDA. Die Demonstrantinnen sind der Ansicht, dass die Zulassungsbehörde zu langsam reagiert.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-02/bio-sekt-oder-selters.html

Finanzierung

31.07.2015 Um die Markteinführung des eigenen Wirkstoffkandidaten Raxone vorzubereiten, plant Santhera die Ausgabe von 300.000 neuen Aktien.

Finanzierung

30.07.2015 Der Wirkstoffentwickler 4SC in Martinsried hat seine 29 Mio. Euro schwere Kapitalerhöhung, die im vergangenen Juni begonnen wurde, formal abgeschlossen.

Personalia

28.07.2015 Führungswechsel bei der Brain AG in Zwingenberg. An der Unternehmensspitze folgt Technologie-Chef Jürgen Eck auf den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Holger Zinke, der in den Aufsichtsrat wechselt. Nach dem robusten Wachstum der vergangenen Jahre wird die Führungsmannschaft personell verstärkt.

Zulassung

27.07.2015 Rund 18,5 Mio. Euro investiert ein Konsortium von Wagniskapitalgebern in den Wirkstoffformulierer Leon Nanodrugs GmbH in München. Es ist eine der größten Serie A-Runden in Deutschland in diesem Jahr.

Zulassung

27.07.2015 Der Schweizer Wirkstoffentwickler Basilea Pharmaceutica AG hat für sein Antimykotikum Isavuconazol eine Zulassungsempfehlung für Europa erhalten.

Personalia

24.07.2015 Matthias Schroff, Vorstandsvorsitzender der Mologen AG, und der Jörg Petraß, Finanzvorstand des Berliner Wirkstoffentwicklers, verlassen das Unternehmen. Neue Mologen-Chefin wird die bisherige Paion-Forschungsleiterin Mariola Söhngen.

Finanzierung

23.07.2015 Die Kölner Cevec Pharmaceuticals GmbH und die Leukocare AG in München haben von ihren Investoren frisches Kapital eingeworben. Insgesamt kam ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag zusammen.

Forschungsförderung

22.07.2015 Ein Konsortium um den klinischen Forschungsdienstleister CTC North GmbH & Co. KG in Hamburg startet mit EU-Förderung eine klinische Studie. Getestet wird eine neue Kombinationstherapie zur Behandlung von Schlaganfällen.

Finanzierung

20.07.2015 Die Molecular Partners AG in Schlieren baut ihre Kooperation mit dem US-Unternehmen Allergan für die Entwicklung von Arzneien gegen Augenkrankheiten aus. Die Schweizer profitieren von beschleunigten Meilensteinzahlungen.

Finanzierung

20.07.2015 Der Münchner Wagniskapitalfinanzierer TVM investiert nach langer Pause wieder in Deutschland. Profitieren soll zunächst ein Wirkstoffformulierer aus München.

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Angaben ohne Gewähr, Stand: 31.07.2015

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