Wirtschaft

Hungerstreik bei Merck Serono
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Hungerstreik bei Merck Serono

28.06.2012 - Mit allen Mitteln wehren sich die Mitarbeiter von Merck Serono gegen die Schließung der Firmenzentrale in Genf. Bisher konnten aber weder das Angebot von Lohnverzicht noch Arbeitsniederlegungen oder ein Hungerstreik die Geschäftführung an einen Runden Tisch zwingen.

Die Auseinandersetzung wird mit immer härteren Bandagen geführt. Nachdem die deutsche Merck KGaA beschlossen hatte, die Zentrale der Biopharma-Tochter Serono aufzulösen, gingen die Mitarbeiter auf die Barrikaden. Durch Verlagerung und Streichung von 1250 Arbeitsplätzen will die deutsche Merck ihrem Sparziel von 300 Mio. Euro näher kommen. Die Genfer Angestellten wollen den Konzern durch einen Streik noch einmal an den Verhandlungstisch zwingen. Um die Standortschließung abzuwenden, boten sie deutliche Gehaltsverzichte an – ohne Erfolg. Inzwischen sind etwa ein Dutzend Mitarbeiter in einen Hungerstreik getreten, um gegen die Weigerung der Konzernleitung zu protestieren, den Sozialplan neu zu verhandeln.

Einem vom Genfer Staatsrat einberufenen Runden Tisch will das Unernehmen ebenso fernbleiben. Auch eine zuvor etablierte Task Force, der unter anderen die Genfer Regierung, das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und die Angestellten von Merck Serono angehören, boykottierte das Management zunächst.

Merck Serono habe seine endgültige Entscheidung vergangene Woche getroffen, daher nehme man nicht an der Mediation teil, sagte Verwaltungsratspräsident François Naef zu Wochenbeginn der Nachrichtenagentur sda. Diese sei zudem unnötig, da die Firma den Dialog mit der Personalkommission fortführen werde. Seit Wochenbeginn engagiert sich Merck Serono nun doch in der Task Force. Man sei bereit, in diesem Rahmen nach Lösungen ausserhalb von Merck Serono zu suchen und alle Möglichkeiten zur Wiedereingliederung der Entlassenen zu prüfen, so Naef.

Für die Beschäftigten am Standort Genf werden nun die ersten Weichen gestellt. Das US-Unternehmen Quintiles will bis zu 100 Experten aus den Bereichen Clinical Operations, Biostatistik, klinische Forschung und Arzneimittelsicherheit übernehmen. 130 weitere Mitarbeiter werden frühpensioniert, kündigte Naef an.

Für künftige Blockbuster setzt Merck Serono unter anderem auf sein Engagement in Israel. Gemeinsam mit Compugen will der konzerneigene Kapitalgeber Merk Serono Ventures das Unternehmen Neviah Genomics aufbauen. Das Start-up soll diagnostisiche Tests entwickeln, mit denen medikamenten-induzierte Vergiftungen früher als bisher im Entwicklungsprozess erkannt werden können.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-02/hungerstreik-bei-merck-serono.html

Finanzierung

27.05.2016 Der Schweizer Neurologie-Spezialist Aleva Therapeutics AG hat Ende Mai in einer Finanzierungsrunde mehr als 16 Mio. Euro eingeworben.

Lizenzierung

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25.05.2016 Wenige Wochen nach der Zulassung eines blutbasierten Darmkrebstests holt sich die Berliner Epigenomics AG per Privatplazierung 6,8 Mio. Euro frisches Kapital.

Pflanzenschutz

23.05.2016 Bereits zum zweiten Mal verlängert die Roche-Tochter Genentech eine Wirkstoffforschungsallianz mit der Hamburger Evotec AG.

Pflanzenschutz

23.05.2016 Nach den nicht enden wollenden Gerüchten der vergangenen Tage ist es nun offiziell: Der Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer will den US-Saatguthersteller Monsanto für 55 Mrd. Euro übernehmen.

Marktversorgung

20.05.2016 Das deutsch-dänische Unternehmen Bavarian Nordic hat einen Großauftrag der US-Behörden an Land gezogen. Im kommenden Jahr sollen Pockenimpfstoffe im Wert von 100 Mio. US-Dollar produziert werden.

Klinische Entwicklung

19.05.2016 Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat von der US-Aufsichtsbehörde FDA die vorläufige Zulassung für seinen Checkpoint-Inhibitor Tecentriq erhalten. In einer anderen Phase III-Studie erwies sich die Krebsarznei Alecensa als besonders vorteilhaft.

M&A

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Finanzierung

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Finanzierung

12.05.2016 Die Schweizer Novimmune SA schließt ihre zweite große Finanzierungsrunde in diesem Jahr ab. Bestehende Investoren gaben wie schon im Januar 30 Mio. CHF für die weitere Therapieentwicklung.

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