Wirtschaft

Neuer Rückschlag für Actelion
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Klinische Entwicklung

Neuer Rückschlag für Actelion

03.04.2012 - Bei der Schweizer Actelion AG reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Jetzt musste die Entwicklung des Allergiemittels Setipiprant abgebrochen werden.

Mit dem CRTH2-Antagonisten Setipiprant wollte das Unternehmen eigentlich die Abhängigkeit vom Blockbuster Tracleer lockern. Doch daraus wird nichts. In je einer kürzlich abgeschlossenen Phase IIb- beziehungsweise Phase III-Studie habe die in früheren Studien beobachtete Wirksamkeit nicht bestätigt werden können, teilte Actelion mit. Das Unternehmen will nun seine Entwicklungsaktivitäten im Bereich anti-entzündlicher Substanzen neu ausrichten. „Solche Rückschläge kommen leider vor“, sagte Actelion-Sprecher Roland Haefeli. Immerhin ergebe sich aus dem Stopp der Entwicklungsarbeiten kein Abschreibungsbedarf. Künftig wird Actelion sich auf eine wirksame Nachfolgesubstanz – ebenfalls ein CRTH2-Antagonist – konzentrieren, der derzeit in der klinischen Phase I entwickelt wird. Dadurch würden die Arbeiten um etwa 18 bis 24 Monate zurückgeworfen, so Haefeli.

Analysten bezeichneten die negativen Studienergebnisse zwar als Rückschlag für das Unternehmen, die Wahrscheinlichkeit für eine Zulassung des Medikaments sei aber bereits zuvor als gering eingeschätzt worden. An der Börse hatte der jüngste Rückschlag keine Konsequenzen, das Papier notierte in Zürich zum Handelsschluss bei 33,54 CHF – rund 1% im Plus.

Die vergangenen Monate verliefen bei Actelion turbulent: Der aufmüpfige Aktionär Eliott Advisors probte den Aufstand, die Übernahme des französischen Forschungsunternehmens Trophos scheiterte, und in einem Lizenzsteit mit Asahi Kasei drohen Strafzahlungen in Millionenhöhe. In der Bilanz hinterließen die Probleme tiefrote Spuren. Für das Geschäftsjahr 2011 musste Actelion einen Verlust von 146,3 Mio. CHF ausweisen. Alle Hoffnungen des Unternehmens ruhen nun auf dem potentiellen Tracleer-Nachfolger Macitentan. In wenigen Wochen werden hier Phase III-Ergebnisse erwartet.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-02/neuer-rueckschlag-fuer-actelion.html

M&A

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25.03.2015 Die Berliner Mologen AG plant eine Kapitalerhöhung. Rund 5,7 Millionen Aktien sollen zu einem noch festzulegenden Bezugspreis angeboten werden.

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24.03.2015 Der Immuntherapie-Spezialist Rigontec hat die Riege seiner Investoren um die Wagniskapitalfonds Forbion und Sunstone erweitert. Das Unternehmen in Bonn hat damit bisher 14,25 Mio. Euro in Serie A eingeworben.

Produktion

24.03.2015 Der Lohnhersteller Rentschler in Laupheim hat beim Ausbau seiner Produktionsanlagen eine wichtige Etappe abgeschlossen. Ein neuer 2.000-Liter-Einweg-Bioreaktor ist jetzt einsatzbereit.

Finanzierung

23.03.2015 Im Skandal um die Luckenwalder Biotech-Firma Human Biosciences (HBS) sind die Urteile gesprochen worden: Die Geschäftsführer wurden wegen Betruges zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

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20.03.2015 Die Evotec AG übernimmt den Sanofi-Standort Toulouse. Der Hamburger Forschungsdienstleister erhält dafür in den kommenden fünf Jahren 250 Mio. Euro.

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18.03.2015 Mit einer Barkapitalerhöhung will die Wilex AG von bestehenden Aktionären frisches Kapital einwerben. Anvisiert wird ein Erlös von mehr als 4 Mio. Euro.

Finanzierung

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17.03.2015 Für die Produktion von Veterinärimpfstoffen kann der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim künftig das Expressionssystem des Biotech-Spezialisten Artes Biotechnology GmbH nutzen.

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