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Qiagen steigt in NGS-Markt ein
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Next Generation Sequencing

Qiagen steigt in NGS-Markt ein

26.06.2012 - Der Diagnostik-Spezialist Qiagen will in das Geschäft mit Next-Generation Sequencing (NGS) einsteigen. Eine Firmenübernahme und eine Kooperation mit dem Informatik-Konzern SAP sollen den Weg bereiten.

Mit einem Paukenschlag meldet Qiagen seine Ansprüche im Bereich des Next Generation Sequencing an. Durch die Übernahme der US-Firma Intelligent Bio-Systems Inc. hat sich der Hildener Diagnostik-Spezialist den Zugriff auf einen entsprechenden Geräteprototypen gesichert. Der Benchtop-Sequenzierer soll 2013 auf den Markt kommen und in die Screeningplattformen Qiasymphony und Qiacube integriert werden.  Das neuartige NGS-System soll bis zu 20 Proben ohne Bündelung oder Kennzeichnung mit Barcodes gleichzeitig abarbeiten können. Sein Design ermöglicht es, Durchflusszellen und Reagenzien während des laufenden Betriebs hinzuzufügen. Das Gerät beruht auf einer exklusiv von der Columbia University lizenzierten SBS-Reagenztechnologie (SBS: Sequencing by Synthesis). Um die entstehenden Datenmengen auswerten zu können, setzt Qiagen auf eine Kooperation mit dem IT-Spezialisten SAP aus Walldorf. Basis der Zusammenarbeit ist die Nutzung der SAP HANA™-Plattform für die Dateninterpretation im Bereich DNA-Sequenzierung.

“Sequenziertechnologien der nächsten Generation kommen derzeit noch primär im Forschungsbereich zum Einsatz. Unsere Initiative will dies ändern und die Anwendung der Technologie ausdehnen, zugeschnitten auf die Kundenbedürfnisse in klinischer Forschung und molekularer Diagnostik“, sagte Qiagen-Chef Peer Schatz. Im hauseigenen Webportal geneglobe.com sollen zunächst acht vorkonfigurierte Genpanels für den Einsatz in der Onkologie angeboten werden. Später sollen Kunden die Möglichkeit erhalten, maßgeschneiderte Panels für bestimmte molekulare Signalwege und Krankheitsbilder selbst erstellen zu können.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-02/qiagen-steigt-in-ngs-markt-ein.html

Rückblende

19.12.2014 War es ein gutes Jahr für die Biotech-Branche? Auch wenn der Hype um die Biotech-Industrie im anglo-amerikanischen Raum ungleich größer war, die Szene in Deutschland, der Schweiz und Österreich nutzte das Fahrwasser und entwickelte sich positiv: So konnten etliche Finanzierungsrunden abgeschlossen, Erfolge bei klinischen Studien gefeiert und Produkte lanciert werden. |transkript lässt das Jahr Revue passieren.

Verkauf

18.12.2014 Das Schweizer Biotech-Unternehmen Evolva trennt sich von seiner Antibiotika-Entwicklung. Bis zu 57 Mio. Euro könnte der Deal mit einem Bioterror-Spezialisten aus den USA einspielen.

Finanzierung

17.12.2014 Der deutsch-niederländische Diagnostik-Riese Qiagen beteiligt sich finanziell an der Protagen AG. Der Grund ist Qiagens Interesse an der Diagnostik von Autoimmunkrankheiten.

Beteiligungen

16.12.2014 Die Deutsche Biotech Innovativ AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen und erfolgreich plaziert. Der Emissionserlös könnte bis zu vier neuen Start-ups zugutekommen.

Klinische Entwicklung

10.12.2014 Die 4SC AG in Martinsried hat neue Phase I-Daten für den Krebswirkstoff 4SC-205 vorgelegt. Der niedermolekulare Wirkstoff soll nun in die klinische Phase II gebracht werden.

Zulassung

09.12.2014 Der Darmkrebstest Epi procolon der Berliner Epigenomics AG ist in China zugelassen worden. Lizenzpartner Biochain will nun die Markteinführung vorantreiben.

Klinische Entwicklung

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Strategische Partnerschaft

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Übernahme

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