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4SC landet Volltreffer
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Medikamentenentwicklung

4SC landet Volltreffer

14.09.2012 - Der Krebswirkstoff Resminostat der 4SC AG hat in einer klinischen Phase II-Studie als Kombinationstherapie überzeugt. Nun wird ein Partner gesucht.

Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs erhielten entweder den pan-Histon-Deacetylase (HDAC)-Inhibitor allein oder in Kombination mit dem zugelassenen Kinase-Hemmer Sorafenib. Besonders von der Kombinationstherapie profitierten Krebskranke, deren Tumore auch unter der Erstlinientherapie mit Sorafenib weitergewachsen waren. Für sie gibt es keine zugelassene Therapieoption mehr.

Das finale Gesamtüberleben in der klinischen Studie betrug acht Monate für die Kombinationstherapie. Für die Resminostat-Monotherapie betrug es 4,1 Monate. Klinische Studien, die Basis der Zulassung von Sorafenib (Nexavar, Bayer) waren, hatten ein mittleres Überleben von 5,2 Monaten nach Tumorprogression unter der Therapie mit dem Kinase-Hemmer gezeigt. Der Martinsrieder Firma 4SC zufolge ist das mit der Kombination erreichte mediane Gesamtüberleben von acht Monaten der bislang höchte Wert, der in klinischen Wirksamkeitsstudien in vergleichbaren Patientenpopulationen erreicht wurde. 4SC-Chef Ulrich Dauer wird in einer Meldung wie folgt zitiert: „Der medizinische Bedarf an neuen wirksamen Therapien für Leberkrebs ist enorm. Dies gilt umso mehr, da in letzter Zeit mehrere Medikamentenkandidaten, insbesondere Protein-Kinase-Inhibitoren, in Zulassungsstudien keinen Erfolg gezeigt haben.“ Bis Mitte 2013 solle eine Phase III-Studie starten – bevorzugt mit einem Partner.

Resminostat – auch 4SC-201 genannt – ist ein oraler (HDAC)-Inhibitor mit einem epigenetisch vermittelten Wirkmechanismus. HDAC-Inhibitoren verändern nachweislich die DNA-Struktur von Tumorzellen und lösen damit die Zelldifferenzierung und schließlich Apoptose aus. Bereits im Juni hatte 4SC Daten zum progressionsfreien Überleben aus der Studie präsentiert. Mit den aktuellen Überlebensdaten vervollständigt das Biotech-Unternehmen nun das Datenpaket.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/4sc-landet-klinischen-volltreffer.html

Seed-Finanzierung

29.08.2014 Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) ist bei der I3 Membrane GmbH eingestiegen. Das Start-up entwickelt eine neue Filtertechnologie, die auch in der Biotechnologie eingesetzt werden könnte.

Kapitalerhöhung

28.08.2014 Die Schweizer Therametrics Holding AG startet eine Bezugsrechts-Kapitalerhöhung. Sie könnte dem klammen Unternehmen mehr als 26 Mio. Euro einbringen.

Kooperation

27.08.2014 Die Dresdner Cenix Bioscience GmbH und die Metanomics Health GmbH haben eine umfassende Forschungskooperation vereinbart. Künftig wird Cenix für die BASF-Tochter neue Wirkorte für Medikamente validieren.

Übernahme

26.08.2014 Der Schweizer Konzern Roche zahlt rund 6,3 Mrd. Euro, um die US-amerikanische Firma Intermune zu übernehmen. Zu viel für eine Ein-Produkt-Firma, kritisieren einige.

Lizenzierung

22.08.2014 Die Morphosys AG lizenziert einen präklinischen bispezifischen Antikörper zur Behandlung von Prostatakrebs ein. Der US-Entwickler Emergent Biosolutions erhält dafür bis zu 138 Mio. Euro.

Klage

21.08.2014 Bei der Biofrontera AG verlieren die Verantwortlichen die Geduld mit einem ehemaligen Lieferanten. Strittige Forderungen sollen durch eine Klage gegen die Biosynth AG abgewehrt werden.

Kooperation

20.08.2014 Der britische Ableger der Evotec AG und die Stiftung Medicines for Malaria Venture (MMV) arbeiten künftig zusammen. Um die Wirkstoffentwicklung gegen vernachlässigte Krankheiten voranzutreiben, unterstützt Evotec die Stiftung bei der Substanzverwaltung.

Finanzierung

18.08.2014 Durch den Verkauf von 200.000 Namensaktien hat die Schweizer Santhera AG rund 13,4 Mio. CHF eingenommen.

Finanzierung

15.08.2014 Eine US-Regierungsstelle hat der Schweizer Evolva SA eine Finanzspritze von bis zu 15 Mio. US-Dollar zugesichert. Das Ziel: Ein Antibiotikum gegen eine potentielle Bioterror-Waffe zu entwickeln.

Übernahme

13.08.2014 Der Gentherapie-Spezialist Uniqure in Amsterdam übernimmt die deutsche Inocard GmbH. Das Start-up entwickelt eine Gentherapie zur Behandlung der Herzinsuffizienz.

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