Wirtschaft

Actelion: Weniger Kündigungen
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Restrukturierung

Actelion: Weniger Kündigungen

12.09.2012 - Die Schweizer Actelion AG kommt mit dem im März 2012 angekündigten Sparprogramm gut voran. Weil mehr Mitarbeiter als gedacht freiwillig gehen, kann nun die Zahl der Kündigungen gesenkt werden.

Am Gesamtziel hält das in Allschwil ansässige Unternehmen fest: 115 Mitarbeiter aus der Konzernzentrale sowie 20 weitere an anderen Standorten müssen gehen. Ursprünglich gingen die Verantwortlichen bei Actelion von bis zu 70 Kündigungen aus. In der Zwischenzeit sind jedoch mehr Mitarbeiter als erwartet freiwillig aus dem Unternehmen ausgeschieden. Nun ist nur noch von 40 Entlassungen die Rede. Das Unternehmen und die Mitarbeiter konnten sich auf einen Sozialplan einigen, teilte Actelion am 11. September mit. Dazu gehören Abfindungszahlungen, Frühpensionierungsvereinbarungen, Unterstützung bei der Suche nach Arbeitsplätzen außerhalb des Unternehmens sowie zusätzliche Leistungen. "Die Höhe der Restrukturierungskosten steht noch nicht fest", sagte Actelion-Sprecher Roland Haefeli. In Branchenkreisen wird mit Kosten im einstelligen Millionenbereich gerechnet. 

Mit dem Sparprogramm will Actelion nach einigen Turbulenzen in der Vergangenheit in die Erfolgsspur zurückkehren. „Das Programm wird sicherstellen, dass das Unternehmen die beträchtlichen Wachstumsmöglichkeiten in seinem Kerngeschäft im Bereich pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) voll ausschöpfen kann“, verspricht Actelion. Große Hoffnungen ruhen dabei auf der Lungenarznei Macitentan. Der Endothelin-Rezeptor-Antagonist hatte im Frühjahr in einer zulassungsrelevanten Phase III-Studie den primären Endpunkt erreicht. Bis Ende des Jahres soll nun die Zulassung beantragt werden. Geht alles glatt, könnte die Arznei ab 2014 den bisherigen Actelion-Blockbuster Tracleer ablösen.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/actelion-weniger-kuendigungen.html

Rückblende

19.12.2014 War es ein gutes Jahr für die Biotech-Branche? Auch wenn der Hype um die Biotech-Industrie im anglo-amerikanischen Raum ungleich größer war, die Szene in Deutschland, der Schweiz und Österreich nutzte das Fahrwasser und entwickelte sich positiv: So konnten etliche Finanzierungsrunden abgeschlossen, Erfolge bei klinischen Studien gefeiert und Produkte lanciert werden. |transkript lässt das Jahr Revue passieren.

Verkauf

18.12.2014 Das Schweizer Biotech-Unternehmen Evolva trennt sich von seiner Antibiotika-Entwicklung. Bis zu 57 Mio. Euro könnte der Deal mit einem Bioterror-Spezialisten aus den USA einspielen.

Finanzierung

17.12.2014 Der deutsch-niederländische Diagnostik-Riese Qiagen beteiligt sich finanziell an der Protagen AG. Der Grund ist Qiagens Interesse an der Diagnostik von Autoimmunkrankheiten.

Beteiligungen

16.12.2014 Die Deutsche Biotech Innovativ AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen und erfolgreich plaziert. Der Emissionserlös könnte bis zu vier neuen Start-ups zugutekommen.

Klinische Entwicklung

10.12.2014 Die 4SC AG in Martinsried hat neue Phase I-Daten für den Krebswirkstoff 4SC-205 vorgelegt. Der niedermolekulare Wirkstoff soll nun in die klinische Phase II gebracht werden.

Zulassung

09.12.2014 Der Darmkrebstest Epi procolon der Berliner Epigenomics AG ist in China zugelassen worden. Lizenzpartner Biochain will nun die Markteinführung vorantreiben.

Klinische Entwicklung

08.12.2014 Der Krebsantikörper MOR208 wirkt und ist gut verträglich – das sind die finalen Ergebnisse einer Phase I/IIa-Studie, die die Morphosys AG nun vorgestellt hat.

Zulassung

05.12.2014 Im Rekordtempo ist der von Amgen für die Krebsbehandlung entwickelte Bite-Antikörper Blinatumomab von der FDA als Krebsarznei zugelassen worden.

Strategische Partnerschaft

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Übernahme

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