Wirtschaft

Agennix beginnt Schrumpfkur
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Restrukturierung

Agennix beginnt Schrumpfkur

27.08.2012 - Nach dem Entwicklungsflop beim Krebswirkstoff Talactoferrin kommt es bei der Agennix AG zu harten Einschnitten.

Nach dem Scheitern der Phase III-Studie muss nun mehr als die Hälfte der Belegschaft gehen. Von 67 Mitarbeitern werden nach zwei Entlassungswellen nur noch 30 im Unternehmen verbleiben. Den Standort Houston gibt das in Martinsried ansässige Unternehmen ganz auf. „Unser kurzfristiges Ziel, den Barmittelbestand der Gesellschaft zu schonen, machte leider eine signifikante Reduzierung der Belegschaft sowohl in Deutschland als auch in den USA notwendig“, sagte Torsten Hombeck, Finanzvorstand und Sprecher des Vorstands. Immerhin: Werden die Maßnahmen wie geplant im November abgeschlossen, gehen die Verantwortlichen in Martinsried davon aus, über ausreichende Barmittel zu verfügen, um die Geschäftstätigkeit bis in das erste Quartal 2013 zu sichern. „Die Einmalkosten dieser Restrukturierung sowie die Ausgaben, um verschiedene Aktivitäten und Vorgänge zu beenden, werden kurzfristig durch die zu erwartenden längerfristigen Einsparungen aufgrund der vollzogenen Maßnahmen ausgeglichen werden“, heißt es dazu aus der Firmenzentrale. Am 30. Juni hatte Agennix liquide Mittel von insgesamt 22,7 Mio. Euro zur Verfügung. Damit sollen die verbliebenen Mitarbeiter nun die noch laufenden Arbeiten am Talactoferrin-Programm fortführen – unter anderem wird nach Untergruppen gesucht, bei denen der Proteinwirkstoff doch angeschlagen hat – und die Entwicklung von strategischen Möglichkeiten für Agennix unterstützen.

Mehr über die aktuelle Situation bei Agennix lesen Sie in der neuen Ausgabe der |transkript, die Sie hier bestellen können.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/agennix-beginnt-schrumpfkur.html

Rückblende

19.12.2014 War es ein gutes Jahr für die Biotech-Branche? Auch wenn der Hype um die Biotech-Industrie im anglo-amerikanischen Raum ungleich größer war, die Szene in Deutschland, der Schweiz und Österreich nutzte das Fahrwasser und entwickelte sich positiv: So konnten etliche Finanzierungsrunden abgeschlossen, Erfolge bei klinischen Studien gefeiert und Produkte lanciert werden. |transkript lässt das Jahr Revue passieren.

Verkauf

18.12.2014 Das Schweizer Biotech-Unternehmen Evolva trennt sich von seiner Antibiotika-Entwicklung. Bis zu 57 Mio. Euro könnte der Deal mit einem Bioterror-Spezialisten aus den USA einspielen.

Finanzierung

17.12.2014 Der deutsch-niederländische Diagnostik-Riese Qiagen beteiligt sich finanziell an der Protagen AG. Der Grund ist Qiagens Interesse an der Diagnostik von Autoimmunkrankheiten.

Beteiligungen

16.12.2014 Die Deutsche Biotech Innovativ AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen und erfolgreich plaziert. Der Emissionserlös könnte bis zu vier neuen Start-ups zugutekommen.

Klinische Entwicklung

10.12.2014 Die 4SC AG in Martinsried hat neue Phase I-Daten für den Krebswirkstoff 4SC-205 vorgelegt. Der niedermolekulare Wirkstoff soll nun in die klinische Phase II gebracht werden.

Zulassung

09.12.2014 Der Darmkrebstest Epi procolon der Berliner Epigenomics AG ist in China zugelassen worden. Lizenzpartner Biochain will nun die Markteinführung vorantreiben.

Klinische Entwicklung

08.12.2014 Der Krebsantikörper MOR208 wirkt und ist gut verträglich – das sind die finalen Ergebnisse einer Phase I/IIa-Studie, die die Morphosys AG nun vorgestellt hat.

Zulassung

05.12.2014 Im Rekordtempo ist der von Amgen für die Krebsbehandlung entwickelte Bite-Antikörper Blinatumomab von der FDA als Krebsarznei zugelassen worden.

Strategische Partnerschaft

03.12.2014 Die Hamburger Evotec AG verhandelt mit dem Pharmakonzern Sanofi über eine weitreichende strategische Zusammenarbeit. Im Kern geht es um die Übernahme des Sanofi-Standortes in Toulouse mit 200 Mitarbeitern.

Übernahme

02.12.2014 Die Nabelschnurblutbank Vita 34 AG kauft in Österreich zu. Im Rahmen eines Asset-Deals wird das Geschäft der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG in Graz übernommen.

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