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Apogenix feiert Phase II-Erfolg
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Klinische Forschung

Apogenix feiert Phase II-Erfolg

27.07.2012 - Die Heidelberger Apogenix GmbH hat für eine Phase II-Studie mit dem Krebswirkstoff APG101 die finale Datenanalyse vorgelegt. Das progressionsfreie Überleben der Patienten wurde deutlich verlängert.

In der im Frühjahr beendeten offenen Studie wurden 84 Patienten mit Glioblastoma Multiforme (GBM) entweder allein mit einer Radiotherapie oder in Kombination mit dem Fusionsprotein APG101 behandelt. Das vollständig humane Protein besteht aus der extrazellulären Domäne des CD95-Rezeptors und dem Fc-Teil eines IgG-Antikörpers. Indem es sich an den CD95-Rezeptor anlagert, blockiert der Wirkstoff den CD95-Signalweg und soll so ein invaisves Tumorwachstum verhindern. Offenbar erfolgreich: Während die Strahlentherapie allein bei rund 3,8% der Patienten ein Fortschreiten der Erkrankung für mindestens sechs Monate verhinderte, waren es in der auch medikamentös behandelten Gruppe 20,7%. Das mediane progressionsfreie Überleben stieg von 10,8 auf 19,7 Wochen. Damit wurde der primäre Endpunkt der Studie – die prozentuale Anzahl von Patienten mit progressionsfreiem Überleben nach sechs Monaten um mehr als 100% zu steigern – erreicht. „ Zudem weisen alle bisher ausgewerteten sekundären Endpunkte, einschließlich Sicherheit und Verträglichkeit, darauf hin, dass APG101 eine neue wirksame Behandlungsoption mit hervorragendem Sicherheitsprofil für GBM-Patienten darstellt“, heißt es von dem Heidelberger Unternehmen.

Diese positive Einschätzung teilt auch Studienleiter Wolfgang Wick vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. „ Dass in einer kontrollierten klinischen Studie mehr als 20% der Patienten, die zuvor einen Rückfall erlitten hatten, nach sechs Monaten progressionsfrei waren, konnte zuletzt vor zehn Jahren beobachtet werden, als Temozolomid zur Behandlung von Glioblastom-Patienten eingeführt wurde“, so der Mediziner. Apogenix will die Gespräche um eine Auslizenzierung des Medikaments nun vorantreiben, kündigte Medizinchef Harald Fricke an. Das Unternehmen plant für das erste Halbjahr 2013 eine Phase-II-Studie zum Nachweis des Wirksamkeitskonzepts mit APG101 bei myelodysplastischen Syndromen (MDS).

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