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Bayer Cropscience wächst in USA
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Pflanzenbiotechnologie

Bayer Cropscience wächst in USA

04.07.2012 - Die Pflanzenschutzsparte Cropscience des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer AG übernimmt für rund 340 Mio. Euro sowie zusätzliche Meilensteinzahlungen den Pflanzenschutz-Spezialisten AgraQuest.

AgraQuest mit Sitz im kalifornischen Davis entwickelt Pflanzenschutzlösungen auf der Basis natürlicher Mikroorganismen. Das US-Unternehmen konzentriert sich auf die Erforschung und Herstellung von natürlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln für die Landwirtschaft und den Gartensektor. "Die Akquisition ermöglicht Bayer CropScience den Aufbau einer führenden Technologie-Plattform für biologische Produkte und die weitere Stärkung des strategisch wichtigen Obst- und Gemüsegeschäfts", teilte der deutsche Konzern am 3. Juli mit. Damit macht Bayer derzeit mehr als 25% des Umsatzes, will aber weiter wachsen. "In diesem Segment streben wir bis zum Jahr 2020 einen Jahresumsatz von drei Milliarden Euro an. Mit der Übernahme von AgraQuest unterstreichen wir unsere Wachstumsambitionen", erklärte Sandra Peterson, CEO von Bayer CropScience.

Sie ergänzte, die Übernahme solle beim Aufbau einer Biotechnologieplattform helfen, um neue Produkte im Bereich Pflanzenschutz zu entwickeln. In den biotechnologisch hergestellten Pflanzenschutzmitteln von Agraquest sind für die Zielpflanzen ungefährliche Bakterien gelöst, die - einmal in den Boden eingebracht - mit den dort vorhandenen pathogenen Keimen um Nährstoffe konkurrieren und sie so nach und nach verdrängen. Entsprechende von Agraquest entwickelte Produkte werden zum Beispiel durch BASF oder DuPont vertrieben.

Außerdem stellt Agraquest Futterzusatzstoffe her. Seit 2010 nutzt die Bayer-Sparte Animal Health für seine Futtermittel einen von dem amerikanischen Unternehmen genetisch modifizierten Bakterienstamm (Bacillus subtilis QST 713). Er soll den Schutz des Geflügels vor bestimmten Krankheiten verbessern sollte. Für Bayer ist der aktuelle Deal nicht die erste Übernahme im US-amerikanischen Pflanzenschutzsektor. Schon 2009 hatte Bayer dort für 250 Mio. Euro die Biotech-Firma Athenix Corp. zugekauft und so ein breites Entwicklungsprogramm im Bereich der Herbizidtoleranz und Insektenresistenz hinzugewonnen.

An der Börse wurde die Nachricht gleichmütig aufgenommen. Im elektronischen Handelssystem Xetra notierte das Papier bei Börsenschluss nahezu unverändert bei 58,38 Euro (+0,2%).

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/bayer-cropscience-waechst-in-usa.html

Geschäftszahlen

02.09.2014 Der Schweizer Spezialist für synthetische Biologie Evolva Holding AG hat die ersten Produkte bis zur Marktreife entwickelt. Nun beginnt das Marketing.

Seed-Finanzierung

29.08.2014 Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) ist bei der I3 Membrane GmbH eingestiegen. Das Start-up entwickelt eine neue Filtertechnologie, die auch in der Biotechnologie eingesetzt werden könnte.

Kapitalerhöhung

28.08.2014 Die Schweizer Therametrics Holding AG startet eine Bezugsrechts-Kapitalerhöhung. Sie könnte dem klammen Unternehmen mehr als 26 Mio. Euro einbringen.

Kooperation

27.08.2014 Die Dresdner Cenix Bioscience GmbH und die Metanomics Health GmbH haben eine umfassende Forschungskooperation vereinbart. Künftig wird Cenix für die BASF-Tochter neue Wirkorte für Medikamente validieren.

Übernahme

26.08.2014 Der Schweizer Konzern Roche zahlt rund 6,3 Mrd. Euro, um die US-amerikanische Firma Intermune zu übernehmen. Zu viel für eine Ein-Produkt-Firma, kritisieren einige.

Lizenzierung

22.08.2014 Die Morphosys AG lizenziert einen präklinischen bispezifischen Antikörper zur Behandlung von Prostatakrebs ein. Der US-Entwickler Emergent Biosolutions erhält dafür bis zu 138 Mio. Euro.

Klage

21.08.2014 Bei der Biofrontera AG verlieren die Verantwortlichen die Geduld mit einem ehemaligen Lieferanten. Strittige Forderungen sollen durch eine Klage gegen die Biosynth AG abgewehrt werden.

Kooperation

20.08.2014 Der britische Ableger der Evotec AG und die Stiftung Medicines for Malaria Venture (MMV) arbeiten künftig zusammen. Um die Wirkstoffentwicklung gegen vernachlässigte Krankheiten voranzutreiben, unterstützt Evotec die Stiftung bei der Substanzverwaltung.

Finanzierung

18.08.2014 Durch den Verkauf von 200.000 Namensaktien hat die Schweizer Santhera AG rund 13,4 Mio. CHF eingenommen.

Finanzierung

15.08.2014 Eine US-Regierungsstelle hat der Schweizer Evolva SA eine Finanzspritze von bis zu 15 Mio. US-Dollar zugesichert. Das Ziel: Ein Antibiotikum gegen eine potentielle Bioterror-Waffe zu entwickeln.

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Angaben ohne Gewähr, Stand: 02.09.2014

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