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Benlysta doch mit Zusatznutzen
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Erstattung

Benlysta doch mit Zusatznutzen

03.08.2012 - Eine bemerkenswerte Wende: dem Antikörper-Medikament Benlysta wurde ein beträchtlicher Zusatznutzen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss G-BA attestiert. Zunächst hatte es nicht danach ausgesehen, denn das IQWiG hatte dem Wirkstoff von GlaxoSmithKline eine gute Bewertung verweigert – aus formalen Gründen.

Dem Urteil des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen mochte sich der G-BA jedoch nicht anschließen. Die Kölner hatten moniert, der Hersteller habe in seinem Dossier keine für die Bewertung des Zusatznutzens relevanten Studien vorgelegt. Diese Entscheidung wurde in der Branche kontrovers diskutiert. Nun überstimmte der G-BA das IQWiG. Das Dossier sei bewertbar, sagte Josef Hecken, der unparteiische Vorsitzende des G-BA. Daraufhin dürften in London am Sitz von GSK die Korken geknallt haben. Denn mit der Einschätzung "beträchtlicher Zusatznutzen", der zweitbesten im Bewertungsschema, geht GSK nun mit guten Argumenten in die Preisverhandlungen mit dem Spitzenverband der Krankenkassen. Ein lukrativer Erstattungspreis ist wahrscheinlich. Tatsächlich begrüßen Patientenorganisationen Benlysta als ersten Therapiefortschritt bei Lupus erythematodes seit 50 Jahren. Entwickelt wurde das Medikament vom US-amerikanischen Biotech-Unternehmen Human Genome Sciences, das GSK gerade für 3,6 Mrd. US-$ gekauft hatte – auch wegen Benlysta. Der auch Belimumab genannte Antikörper verhindert die Aktivierung von B-Zellen und dämpft so die Autoimmunreaktion, die nicht nur die Haut, sondern auch sämtliche Organe betreffen kann.

Mit Yervoy (Ipilimumab) von Bristol-Myers-Squibb und Fampyra (Fampridin) von Biogen Idec urteilte der G-BA auch noch über zwei weitere Medikamente und folgte hier jeweils dem Urteil des IQWiG. Während der Zusatznutzen des Aminopyridins Fampyra zum Einsatz bei Multipler Sklerose als nicht belegt eingeordnet wurde, erhielt Yervoy als Therapie des Schwarzen Hautkrebses einen beträchtlichen Zusatznutzen attestiert. Das Urteil wurde jedoch zunächst auf fünf Jahre begrenzt, da die gegenwärtige Datenlage noch erweitert werden müsse.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/benlysta-doch-mit-zusatznutzen.html

Finanzierung

06.03.2015 Der mRNA-Spezialist Curevac in Tübingen hat von der Gates-Stiftung und Hauptaktionär Dietmar Hopp 67 Mio. Euro eingeworben. Die Stiftung stellt außerdem bis zu 2 Mrd. US-Dollar für die Wirkstoffentwicklung zur Verfügung.

Exit

05.03.2015 Der Pharma- und Medtech-Konzern Baxter übernimmt die Suppremol GmbH in Martinsried. Für den Autoimmun-Spezialisten zahlen die US-Amerikaner 200 Mio. Euro.

Klinische Entwicklung

04.03.2015 Nach Lungentransplantationen kann die Gabe des Peptidwirkstoffs AP301 den Heilungsprozess beschleunigen. Das zeigt eine nun abgeschlossene Phase IIa-Studie des Unternehmens Apeptico.

Förderung

03.03.2015 Das Münchener Spitzenclusterprogramm „m hoch 4“ läuft im März aus. Bei der Abschlussveranstaltung des Programms zur Personalisierten Medizin herrschte ein positiver Tenor vor. Auch die Zahlen sprechen für sich.

Klinische Entwicklung

02.03.2015 Der deutsch-australische Wirkstoffentwickler Prima Biomed stellt die Entwicklung seiner Krebsarznei CVac ein. Künftig soll eine im vergangenen November zugekaufte Immuntherapie weiterentwickelt werden.

Förderung

26.02.2015 Die auf Krebstherapien spezialisierte Wilex-Tochter Heidelberg Pharma profitiert von einem neuen Förderprogramm der Europäischen Union.

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Bioökonomie

20.02.2015 Der Mannheimer Bioethanol-Produzent Crop Energies AG hat ein Werk in Großbritannien vorerst geschlossen. Belastungen von 40 Mio. Euro sind die Folge.

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19.02.2015 Die Immunservice GmbH hat für ihre nun abgeschlossene Serie C-Finanzierung einen prominenten Unterstützer gefunden: den Unternehmer Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group.

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