Wirtschaft

Biotech: Kapital wird knapp
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Finanzierung

Biotech: Kapital wird knapp

20.07.2012 - Die Finanzierungssituation hat sich für viele Biotech-Unternehmen in der ersten Jahreshälfte noch einmal deutlich verschlechtert. Das belegt ein Blick in die Statistiken.

Der Zufluss an Wagniskapital ist noch einmal deutlich geringer geworden. Gerade einmal 59 Deals mit einem durchschnittlichen Volumen von 9,3 Mio. US-$ zählte der Informationsdienstleister Bloomberg Industries im zweiten Quartal 2012. Das Finanzierungsvolumen weltweit sank um 43% auf nur noch 550 Mio. US-$. Europäische Biotech-Unternehmen haben nach der Erhebung gerade einmal 48 Mio. US-$ eingeworben, den Löwenanteil sicherten sich US-Unternehmen.

Der Branchendienst BioWorld hat ermittelt, dass Biotech-Unternehmen im ersten Halbjahr 2012 rund 7,9 Mrd. US-$ eingeworben haben, etwa 40% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei den Lizenzierungsbedingungen herrscht nach Recherchen von Fierce Biotech zurzeit ebenfalls ein Käufermarkt. Das Volumen der Lizenzdeals hat in den vergangenen Monaten abgenommen. Die Biotech-Firmen „wollen größere Upfront-Zahlungen auf Kosten der möglichen Meilenstein-Prämien“, wird der Deloitte Biotech-Analyst Chris Dokomajilar zitiert. Gleichzeitig würden Pharmaunternehmen Deals gezielter auswählen. „Sie müssen rechtfertigen, wie sie Forschungsgelder ausgeben.“ Die Folge: Unternehmen konzentrieren sich eher darauf, einzelne Produkte zuzukaufen, statt breit aufgestellte Technologieplattformen zu erwerben. In Deutschland lassen sich durchaus Belege für diese These finden. Beim Kauf von Corimmun konzentriert sich J&J-Tochter Janssen ganz auf die Substanz Cor-1, alle anderen Projekte sollen in ein eigenes Unternehmen ausgegründet werden.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/biotech-kapital-wird-knapp.html

Neubau

23.06.2016 Der Wiener Impfstoffentwickler Affiris AG hat im Rahmen einer Kapitalerhöhung 10 Mio. Euro eingeworben.

Forschung & Entwicklung

22.06.2016 Den Wert der Projekte in seiner Forschungspipeline hat der Spezialchemiekonzern Evonik um rund 500 Mio. Euro gesteigert – auch dank neuer Innovationen in der Biotechnologie.

Strategie

20.06.2016 Der Schweizer Konzern Nestlé setzt für weiteres Wachstum eher auf Afrika als auf ein verstärktes Engagement im Pharma-Bereich.

Klinische Entwicklung

17.06.2016 Die Heidelberger Apogenix AG hat neue klinische Daten für ihren Entwicklungskandidaten APG101 vorgelegt.

Finanzierung

16.06.2016 Der Lörracher Antibiotika-Entwickler Allecra Therapeutics hat in einer Serie B-Finanzierung 22 Mio. Euro eingeworben.

Diagnostik

15.06.2016 Der Diagnostikspezialist Curetis NV hat mit der Vermarktung seiner neuen Unyvero BCU Blutkulturkartusche begonnen – Zwischenergebnisse einer externen Studie geben zusätzlichen Rückenwind.

Restrukturierung

13.06.2016 Durch den Verkauf eines italienischen Tochterunternehmens will die Schweizer Therametrics Holding AG genügend Geld zusammenbekommen, um vier weitere CRO-Landesgesellschaften loszuschlagen.

Restrukturierung

10.06.2016 Die Berliner Mologen AG stoppt ihre Produktions- und Forschungsaktivitäten in Berlin-Dahlem.

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Angaben ohne Gewähr, Stand: 25.06.2016

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