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100 Mio. US-$ für CorImmun
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100 Mio. US-$ für CorImmun

02.07.2012 - Einen bemerkenswerten Deal hat die Martinsrieder CorImmun GmbH abgeschlossen. Der Verkauf dürfte einer der lukrativsten Exits aller Zeiten für deutsche Investoren sein.

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson kauft die CorImmun GmbH. Wie transkript.de erfuhr, bezahlen die Amerikaner rund 100 Mio. US-$ für das Unternehmen in Martinsried. Hinzu kommen könnte eine Meilensteinzahlung in ähnlicher Höhe. Johnson & Johnson bzw. dessen Tochter Janssen Cilag GmbH, über die der Deal abgewickelt wurde, ist jedoch lediglich an dem Wirkstoff COR-1 interessiert. Alle anderen Substanzen aus der Pipeline werden in eine neue Gesellschaft eingebracht, die vom 23 Mitarbeiter zählenden CorImmun-Team in Martinsried geführt wird. COR-1 ist ein zyklisches Peptid, das synthetisiert wird und gegen Herzinsuffizienz nach Autoimmunreaktion eingesetzt werden soll. Das modifizierte ß-Rezeptor-Fragment, das an der Universität Würzburg erfunden wurde, soll Autoimmunantikörper abfangen. COR-1 befindet sich derzeit am Anfang der Phase II. Wirksamkeitsdaten im Menschen gibt es bisher nicht. Für die Kapitalgeber des 2006 gegründeten Unternehmens ist der Verkauf ein gutes Geschäft. Denn bisher wurden lediglich 13,5 Mio. Euro in drei Finanzierungsrunden investiert. Größter Anteilseigner sind die MIG-Fonds, denen 27% der Firma gehören. Die in Pullach ansässige Gesellschaft zahlte rund 4 Mio. Euro in zwei Tranchen im Jahr 2008 und 2010 ein. Auch die KfW ist mit 23% beteiligt. Weitere Gesellschafter sind der High-Tech-Gründerfonds, Bayern Kapital sowie die BioM AG in Martinsried. Auch den Gründern gehört noch ein gutes Stück der Firma. Denn Martin Ungerer und Götz Münch haben zum Start der Firma auf das Einwerben von Wagniskapital verzichtet. Stattdessen brachten sie verschiedene BMBF-Förderungen wie zwei GO-Bio-Förderungen und Mittel aus dem Spitzencluster-Wettbewerb in das Unternehmen ein. Insgesamt flossen so Mittel in Höhe von 3,6 Mio. Euro, die das Gesellschaftskapital nicht verwässerten. Münch und Ungerer hatten bereits ihre Lektion gelernt. Ihre erste gemeinsame Firma, die VC-finanzierte Procorde GmbH, wurde in einer letztlich erfolglosen Fusion mit der britischen Trigen Holdings plc verschmolzen. Die daraus resultierende Trigen Holdings AG ging nach dem Abgang der beiden Unternehmer in die Insolvenz.

Anmerkung:

Der Verkaufserlös beträgt rund 100 Mio US-$ und nicht, wie zunächst berichtet, 100 Mio. Euro.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/deal-100-mio-us-fuer-corimmun.html

Finanzierung

05.05.2015 Der österreichische Impfstoffspezialist Themis Bioscience hat das erste Closing für eine Serie B-Finanzierungsrunde bekanntgegeben.

M&A

04.05.2015 Der Schweizer Pflanzenschutzkonzern Syngenta könnte Marktgerüchten zufolge mit US-Branchenprimus Monsanto zusammengehen.

Finanzierung

30.04.2015 Das Baseler Start-up Crispr Therapeutics hat rund 58 Mio. Euro frisches Kapital eingeworben. Mit dem Geld soll die Crispr/Cas9-Technik fit gemacht werden für den medizinischen Einsatz.

Auszeichnung

29.04.2015 Beim Deutschen Innovationspreis sind mit der Alacris Theranostics GmbH und der Dynamic Biosensors GmbH gleich zwei Biotech-Firmen als besonders einfallsreich ausgezeichnet worden.

Klinische Entwicklung

27.04.2015 Nachdem eine Phase II-Studie mit einem Arthritis-Antikörper den primären Endpunkt nicht erreicht hat, befürchtet die Biotest AG einen Gewinneinbruch um 30 Mio. Euro.

Kapitalerhöhung

24.04.2015 Die Biofrontera AG in Leverkusen hat die Ausgabe neuer Aktien angekündigt. Der Erlös könnte fast 5 Mio. Euro betragen.

Kapitalerhöhung

23.04.2015 Die Berliner Mologen AG konnte ihre im März angekündigte Kapitalerhöhung vollständig plazieren. Die Einnahmen von 28,3 Mio. Euro schaffen „Planungssicherheit“, so der Krebsspezialist.

Förderung

20.04.2015 Ein europäisches Konsortium unter Führung von Mymetics erhält 8,4 Mio. Euro Fördergelder für die Entwicklung eines neuen HIV-Impfstoffes.

Lizenzierung

15.04.2015 Die 4SC AG hat ihr Leitprodukt, die Krebsarznei Resminostat, in Asien an eine Tochter des italienischen Menarini-Konzerns auslizenziert. Die Martinsrieder hoffen auf Erlöse von bis zu 95 Mio. Euro.

Wagniskapital

14.04.2015 Der Wagniskapitalfinanzierer TVM hat das erste Closing für seinen China BioPharma Capital I Venture Capital Fund bei rund 47 Mio. Euro (50 Mio. US-Dollar) bekanntgegeben.

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