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Entlassungen bei Magforce
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Restrukturierung

Entlassungen bei Magforce

26.09.2012 - Die Berliner Magforce Nanotechnologies AG entlässt 15 von 27 Mitarbeitern, hauptsächlich am Standort Berlin, der bis auf die Produktion geschlossen wird. Zukünftig wird das Unternehmen von München aus gelenkt.

„Wir müssen die frühe Forschung on hold setzen und werden uns ganz auf die Vermarktung des Produktes fokussieren“, sagte Christian von Volkmann, der Finanzchef von Magforce, transkript.de. Sichtbares Ergebnis des Ganzen wird eine klinische Post-Marketing-Studie sein, die im Frühjahr des kommenden Jahres starten und den Nutzen von Magforce‘s Nano-Therapie in der Anwendung gegen Krebs belegen soll. Von Volkmann – seit Mai 2012 im Management – erhebt schwere Vorwürfe gegen die alte Führung des Unternehmens. Sie habe es versäumt, Meinungsbildner in den Entwicklungsprozess einzubeziehen. Das Unternehmen sei zwar stark in den Medien vertreten gewesen, habe aber versäumt, Ärzte einzubinden. Teilweise seien diese von Patientenfragen überrascht worden. „Mit dem Eintreten von Hoda Twafik als Vice President Medical Affairs hat sich das ab Mitte 2012 grundlegend geändert“, so der CFO. Magforce gewinne Vertrauen. Da die Therapie und die zugehörigen Geräte als Medizinprodukte gelten, sei bislang nur eine CE-Zulassung notwendig gewesen. Die werde nun mit neuen klinischen Daten unterfüttert. So solle auch eine Partnerschaft eingegangen werden. Magforce hatte zum Jahresende 2011 rund 14.000 Euro auf dem Konto. Im Frühjahr gelang eine Kapitalerhöhung in Höhe von 4,5 Mio. Euro. 2011 wurden 8,6 Mio. Euro Verlust eingefahren. Es gebe feste Zusagen des Hauptaktionärs Nanostart, weiterzufinanzieren, so von Volkmann. Magforce injiziert Nanopartikel in den Tumor und erhitzt diese in einem Magnetfeld, so dass das Tumorgewebe abstirbt.

© transkript.de/pd

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/entlassungen-bei-magforce.html

Verkauf

18.12.2014 Das Schweizer Biotech-Unternehmen Evolva trennt sich von seiner Antibiotika-Entwicklung. Bis zu 57 Mio. Euro könnte der Deal mit einem Bioterror-Spezialisten aus den USA einspielen.

Finanzierung

17.12.2014 Der deutsch-niederländische Diagnostik-Riese Qiagen beteiligt sich finanziell an der Protagen AG. Der Grund ist Qiagens Interesse an der Diagnostik von Autoimmunkrankheiten.

Beteiligungen

16.12.2014 Die Deutsche Biotech Innovativ AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen und erfolgreich plaziert. Der Emissionserlös könnte bis zu vier neuen Start-ups zugutekommen.

Klinische Entwicklung

10.12.2014 Die 4SC AG in Martinsried hat neue Phase I-Daten für den Krebswirkstoff 4SC-205 vorgelegt. Der niedermolekulare Wirkstoff soll nun in die klinische Phase II gebracht werden.

Zulassung

09.12.2014 Der Darmkrebstest Epi procolon der Berliner Epigenomics AG ist in China zugelassen worden. Lizenzpartner Biochain will nun die Markteinführung vorantreiben.

Klinische Entwicklung

08.12.2014 Der Krebsantikörper MOR208 wirkt und ist gut verträglich – das sind die finalen Ergebnisse einer Phase I/IIa-Studie, die die Morphosys AG nun vorgestellt hat.

Zulassung

05.12.2014 Im Rekordtempo ist der von Amgen für die Krebsbehandlung entwickelte Bite-Antikörper Blinatumomab von der FDA als Krebsarznei zugelassen worden.

Strategische Partnerschaft

03.12.2014 Die Hamburger Evotec AG verhandelt mit dem Pharmakonzern Sanofi über eine weitreichende strategische Zusammenarbeit. Im Kern geht es um die Übernahme des Sanofi-Standortes in Toulouse mit 200 Mitarbeitern.

Übernahme

02.12.2014 Die Nabelschnurblutbank Vita 34 AG kauft in Österreich zu. Im Rahmen eines Asset-Deals wird das Geschäft der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG in Graz übernommen.

Industrielle Biotechnologie

28.11.2014 Das französisch-deutsche Unternehmen Global Bioenergies (GBE) stellt erstmals fermentativ Butadien her. Vom Olefin Isobuten wurden in einer französischen Pilotanlage erste industrielle Chargen produziert.

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