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Merck gründet Quartz Bio
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Ausgründung

Merck gründet Quartz Bio

04.09.2012 - Die Merck KGaA hat im Zuge der Schließung der ehemaligen Merck Serono-Zentrale in Genf ein weiteres Spin off-Unternehmen gegründet.

Quartz Bio soll der pharmazeutischen Industrie ein Biomarker-Datenmanagement sowie explorative Biomarker-Analysedienste anbieten. Die neue Firma ist das zweite im Rahmen des im April 2012 ins Leben gerufenen Entrepreneur Partnership Programms gegründete Unternehmen. Rund 30 Mio. Euro hatte die Darmstädter Firmenzentrale bereitgestellt, um Ausgründungen aus der Pharmasparte in Genf anzusiedeln. Damit sollen die Folgen der Schließung des ehemaligen Merck Serono-Hauptquartieres in Genf abgemildert werden. Merck reagierte mit der Standortschließung auf eine Serie von Fehlschlägen in der Pharmasparte – zuletzt mit der MS-Pille Cladribin.

Nach Einschätzung von Merck Serono-Verwaltungsratspräsident François Naef, bestehen gute Chancen, dass weitere Spin-offs bekanntgegeben werden können. Zehn der dreißig eingereichten Projekte seien vielversprechend.

Erster Kunde von Quartz Bio wird Merck Serono. Aufträge im Wert von bis zu 2 Mio. Euro könnten in den nächsten 2,5 Jahren erteilt werden. „Hoch spezialisierte Dienstleistungsunternehmen sind essentielle Akteure im Prozess der Wirkstoffentwicklung und ergänzen in idealer Weise die Aktivitäten und Strukturen der großen Pharmaunternehmen", betonte Naef. Das Vier-Personen-Unternehmen Quartz Bio wird von Jérome Wojcik geleitet, einem Experten der Bioinformatik.

Erst Ende Juli hatte Merck Serono für 2,1 Mio. Euro die Ausgründung Prexton Therapeutics aus der Taufe gehoben. In dem Start-up wurden die Entwicklungsprogramme zur Rolle des metabotropen Glutamatrezeptors bei Parkinson gebündelt. Während der Merck-Standort in Genf vollständig aufgegeben werden soll, sind die anderen Schweizer Standorte nicht gefährdet, so Naef. Die Produktionsstandorte in Aubonne, Vevey und Coinsins würden beibehalten. In anderen Ländern werde es aber weitere Rationalisierungsmaßnahmen geben. Entsprechende Gespräche laufen auch in Deutschland und Frankreich.

Am 4. September konnte Merck dafür in Deutschland eine wichtige Hürde nehmen. Der Konzernbetriebsrat stimmte einem Sparprogramm für die deutschen Standorte zu. Das Unternehmen plant, bis Ende 2015 rund 1.100 der 10.900 Arbeitsplätze in Deutschland zu streichen. Die Arbeitsplätze sollen sozialverträglich abgebaut werden, hauptsächlich über Freiwilligen- und Altersteilzeitprogramme in allen Sparten und Funktionen. Merck verzichtet daher bei den vereinbarten Effizienzmaßnahmen im Rahmen des "Fit für 2018" – Programms bis Ende 2017 – mit Ausnahme von noch zu prüfenden Standortschließungen und Betriebsübergängen - auf betriebsbedingte Kündigungen. Dies betrifft unter anderem die Produktion von Industriesalzen in Lehrte sowie die Abfüllaktivitäten in Hohenbrunn, die aufgegeben werden. An den beiden Standorten arbeiten insgesamt etwa 140 Mitarbeiter. Im Gegenzug sollen in den nächsten beiden Jahren rund 250 Mio. Euro in die Konzernzentrale in Darmstadt und andere deutsche Standorte investiert werden.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/merck-gruendet-quartz-bio.html

Klinische Entwicklung

28.08.2015 Die Greenovation Biotech GmbH bringt den ersten in Moosen hergestellten Wirkstoff in die klinische Entwicklung. Das Mittel könnte zur Behandlung einer Stoffwechselkrankheit eingesetzt werden.

Kooperation

26.08.2015 Mit einer deutsch-deutschen Partnerschaft wollen Morphosys in Martinsried und Immatics in Tübingen das Feld der Krebsimmuntherapien aufrollen.

Finanzierung

25.08.2015 Die Advancecor GmbH in Martinsried hat eine zweite Finanzierungsrunde mit dem Hauptinvestor MIG-Fonds abgeschlossen.

Aromastoffe

24.08.2015 Das Schweizer Unternehmen Evolva bringt einen biotechnologisch hergestellten Grapefruit-Aromastoff auf den Markt. Das Potential von Nootkaton ist damit aber noch nicht erschöpft.

Forschungsreagenzien

21.08.2015 Zwei deutschen Labordienstleistern wirft ein französischer Konkurrent vor, sie hätten falsch deklariertes Kälberserum auf den Markt gebracht.

Finanzierung

19.08.2015 Der Schweizer Pharmakonzern Roche stärkt seine Gendiagnostik-Einheit mit einem Zukauf in den USA. Übernahmeziel ist das Unternehmen Kapa Biosystems in Massachusetts.

Finanzierung

19.08.2015 Die Kuros Biosurgery AG in Zürich hat von einem Investorenkonsortium 13,8 Mio. Euro erhalten. Damit soll die Entwicklung von medizinischen Biomaterialien vorangetrieben werden.

Auktion

18.08.2015 Zwei Immobilien, die zum Biotech-Campus auf der Halbinsel Hermannswerder in Potsdam gehören, werden per Auktion verkauft. Interessenten brauchen ein dickes Portmonnaie: Das Mindestgebot liegt bei rund 5,3 Mio. Euro.

Kooperation

17.08.2015 Der deutsch-australische Biotech-Spezialist Prima Biomed erhält für seinen Antikörper IMP701 eine Prämienzahlung von Novartis.

Kooperation

14.08.2015 Der Schweizer Pharmakonzern Roche stärkt seine Molekulardiagnostik-Sparte. Für bis zu 425 Mio. US-Dollar soll das US-Unternehmen Geneweave Biosciences übernommen werden.

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