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Mologen und Sygnis berichten
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Quartalszahlen

Mologen und Sygnis berichten

15.08.2012 - Während die Mologen AG in ihrem Halbjahresbericht „große Erfolge“ feiert, bereitet die Heidelberger Sygnis Pharma AG ihre Abkehr von der Biotech-Forschung vor.

Die Berliner Mologen AG gibt sich im aktuellen Halbjahresbericht äußerst selbstbewusst. Die Entwicklungspipeline des Unternehmens ist deutlich gereift: Bei den beiden Hauptproduktkandidaten MGN1703 (Darmkrebs) und MGN1601 (Nierenkrebs) lieferte eine Phase II- beziehungsweise Phase I/II-Studie überraschend gute Ergebnisse. Zudem wurde eine Phase II-Studie für MGN1703 bei Lungenkrebs beantragt. Mit zwei Kapitalerhöhungen besorgte sich das Unternehmen 25 Mio. Euro. „Wir stehen vor dem Eintritt in die erste Phase III-Studie mit einem Mologen-Produkt. Finanziell sind wir gut gerüstet, um diese sowie alle anderen geplanten Forschungsarbeiten durchzuführen", so Finanzvorstand Jörg Petraß. Mit einem Umsatz von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) sowie sonstigen betrieblichen Erträgen von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) fuhr die Mologen AG in den ersten sechs Monaten 2012 insgesamt 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro) Verlust ein. Gegenüber |transkript erklärte Peter Hübner, der Verlust sei maßgeblich den nach wie vor geringeren betrieblichen Erträgen geschuldet. "Diese gehen andererseits mit den großen Fortschritten im Bereich Forschung und Entwicklung einher", betonte der Leiter der Unternehmenskommunikation. Zum Stichtag 30. Juni hatte Mologen laut Halbjahresbericht noch 6,5 Mio. Euro auf der hohen Kante. Die jüngste Kapitalerhöhung mit einem Bruttoemissionserlös von 22 Mio. Euro, ist dabei noch nicht berücksichtigt.

Die Sygnis AG bereitet unterdessen den Abschied aus der Biotech-Forschung vor. „Im Fokus der Geschäftstätigkeit stand im ersten Quartal die Vorbereitung der Transaktionsschritte für den geplanten Zusammenschluss der Sygnis und der Genetrix-Tochter X-Pol Biotech“, berichtet das Heidelberger Unternehmen, dessen Geschäftsjahr traditionell am 1. April beginnt. Nachdem eine Studie mit dem Hoffnungsträger AX200 scheiterte, wendet sich Sygnis nun mit der X-Pol-Übernahme dem Sequenziergeschäft zu, einem Segment „mit einem niedrigeren Risikoprofil und der kurzfristigen Aussicht auf Umsätze und Profitabilität“, so Finanzvorstand Peter Willinger. Derzeit läuft das Geschäft bei Sygnis auf Sparflamme – wohl auch wegen des geringen Barmittelbestands. Die liquiden Mittel einschließlich börsengängiger Wertpapiere beliefen sich laut Quartalsbericht zum 30. Juni auf 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro). Der Verlust im ersten Quartal beträgt 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro). Die betrieblichen Aufwendungen wurden auf 1,3 Mio. Euro reduziert (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro). Bereits im Juli hatte Sygnis die Suche nach einem Pharmapartner für das KIBRA-Projekt intensiviert. Sollte sich für den Modulator kein Interessent finden „wird der Vorstand über die Weiterführung dieses Projekts neu entscheiden müssen“, hieß es schon damals vieldeutig.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/mologen-und-sygnis-berichten.html

Präklinische Forschung

30.09.2014 Künftig könnten Moose für die Arzneiherstellung zum Einsatz kommen. Den ersten GMP-konformen Enzymersatz haben nun die Greenovation Biotech GmbH und die Biomeva GmbH produziert.

Übernahme

29.09.2014 Die größte Übernahme in der Geschichte des Roche-Konzerns steht vor dem Abschluss: Bisher wurden den Schweizern rund 80% aller Intermune-Aktien angedient.

IPO

26.09.2014 Die Probiodrug AG zieht es an die Börse in Amsterdam. Ein IPO-Volumen oder einen konkreten Termin für den Börsengang nannte das Unternehmen noch nicht.

Pharmaindustrie

25.09.2014 Der Pharmakonzern Boehringer hat seine Sparpläne konkretisiert. Demnach sollen in Deutschland rund 500 bis 600 Stellen wegfallen.

Börse

24.09.2014 Der Schweizer Medikamentenhersteller Molecular Partners plant seinen Börsengang an der Börse SIX in Zürich. Bis zu 100 Mio. Euro sollen so zusammen kommen.

Immuntherapien

22.09.2014 Für die Tabs-Immuntherapieplattform ihres Tochterunternehmens Trianta Immunotherapies hat die Medigene AG weitere Forschungspartner gefunden und zusätzliche Fördermittel eingeworben.

Lizenzierung

19.09.2014 Die Tübinger Curevac GmbH hat ihre Krebsvakzine CV9202 an Boehringer Ingelheim auslizenziert. Das bringt 35 Mio. Euro vorab und bis zu 430 Mio. Euro in Prämien.

Finanzierung

18.09.2014 Eine Finanzierung von 45 Mio. Euro hat der Schweizer Medikamentenentwickler Cardiorentis AG erhalten. Getestet werden soll ein Wirkstoff gegen akute Herzschwäche, der ursprünglich in Hannover entdeckt wurde.

Ophthalmologie

17.09.2014 Die Wiener Marinomed Biotechnologie GmbH verkauft ihr Augentropfen-Portfolio an die Nicox S.A. Dafür gibt es bis zu 5,3 Mio. Euro.

IPO

16.09.2014 Zum ersten Mal seit 2006 hat wieder ein deutscher Krebsspezialist den Sprung an die Börse gewagt. Der Start für die Heidelberger Affimed verlief allerdings eher holprig.

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