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Morphosys mit Studienerfolg
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Morphosys mit Studienerfolg

24.09.2012 - Beim wichtigsten eigenen Medikamentenkandidaten gelingt der Morphosys AG ein Durchbruch: Eine Phase Ib/IIa-Studie erreicht alle Zielpunkte.

Der Antikörper MOR103 soll zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) eingesetzt werden. In allen verabreichten Dosierungen erwies sich das gegen das Zytokin GM-CSF gerichtete Molekül als sicher und gut verträglich. "Wir sind sehr begeistert von den Ergebnissen der Studie", sagte Arndt Schottelius, Entwicklungsvorstand der Morphosys AG. Damit könnte MOR103 der erste Vertreter einer neuen Therapieklasse für RA-Patienten zu werden. Zum ersten Mal ist es Morphosys gelungen, für einen der selbstentwickelten Antikörper aus der Hucal-Bibliothek einen Konzeptbeweis zu erbringen.

Im Rahmen der Studie wurde 96 Patienten mit leicht bis mittelschwer ausgeprägter rheumatoider Arthritis MOR103 in vier wöchentlichen Dosen von je 0,3 mg/kg, 1,0 mg/kg oder 1,5 mg/kg verabreicht. Die Mehrzahl der Studienteilnehmer wurde parallel mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika behandelt. Primärer Endpunkt der Studie war die Evaluierung der Sicherheit und Verträglichkeit von MOR103. Als sekundäre Endpunkte wurden die pharmakokinetischen Eigenschaften und die Immunogenität des Wirkstoffes untersucht sowie sein Potential, die klinischen Symptome bei RA-Patienten zu verbessern.

Die Ergebnisse seien „hervorragend“, betonte der medizinische Leiter der Studie, Harald Burkhardt. „In Anbetracht der Kürze der Studie, in der der Wirkstoff erstmals an Patienten untersucht wurde, zeigte MOR103 eine sehr vielversprechende klinische Aktivität und schnell einsetzende Wirkung mit sehr positiven Sicherheitsdaten.“ Die Wirksamkeit wurde mit Hilfe sogenannter Krankheits-Scores gemessen, bei denen anhand der Anzahl druckschmerzempfindlicher und geschwollener Gelenke, einer Schmerzskala sowie weiterer Parameter die Schwere der Krankheit abgeschätzt wird. Die besten Ergebnisse wurden in der Kohorte mit der Dosierung 1,0 mg/kg erzielt. Nach vier Wochen zeigte sich bei mehr als zwei Drittel (68%) der Patienten eine deutliche Verbesserung der klinischen Symptome (ACR20).

An der Börse katapultierten die Neuigkeiten die Morphosys-Aktie mit Kursgewinnen von rund 15% an die Spitze des Tec-Dax’. Am 24. September startete das Papier mit einem Kurs von 22,50 Euro in den Handelstag. Morphosys kündigte unterdessen an, MOR103 nun an einen Partner auslizenzieren zu wollen.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/morphosys-mit-studienerfolg.html

Lizenzierung

15.04.2015 Die 4SC AG hat ihr Leitprodukt, die Krebsarznei Resminostat, in Asien an eine Tochter des italienischen Menarini-Konzerns auslizenziert. Die Martinsrieder hoffen auf Erlöse von bis zu 95 Mio. Euro.

Wagniskapital

14.04.2015 Der Wagniskapitalfinanzierer TVM hat das erste Closing für seinen China BioPharma Capital I Venture Capital Fund bei rund 47 Mio. Euro (50 Mio. US-Dollar) bekanntgegeben.

Klinische Entwicklung

10.04.2015 Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck bringt seinen Krebsantikörper Avelumab in die klinische Phase III.

Kooperation

14.04.2015 Das Lead Discovery Center (LDC) in Dortmund und der Pharmakonzern AstraZeneca bauen ihre Forschungskoooperation aus.

Finanzierung

09.04.2015 Die Wilex AG hat ihre 4 Mio. Euro umfassende Kapitalerhöhung abgeschlossen. Auch dank Ankeraktionär Dievini wurden alle Aktien plaziert.

Finanzierung

08.04.2015 Der Wiener Antibiotika-Spezialist Nabriva Therapeutics hat in einer Serie B-Finanzierung 111 Mio. Euro eingeworben.

Listing

02.04.2015 Per Listing hat der Hamburger Arzneientwickler AMP Biosimilars AG den Sprung aufs Börsenparkett gewagt. Seit Anfang April werden die Aktien im Freiverkehr der Börse München gehandelt.

Bioökonomie

01.04.2015 Der französisch-deutsche Konzern Global Bioenergies (GBE) sichert sich ein Darlehen in Höhe von 4,4 Mio. Euro. Damit kann in Leuna der Bau eines Bioreaktors für die Produktion von Isobuten beginnen.

Finanzierung

31.03.2015 Die Mologen AG hat den Bezugspreis für die jüngste Kapitalerhöhung auf 5 Euro je Aktie festgelegt. Werden alle Aktien plaziert, ergibt sich ein Erlös von 28 Mio. Euro.

Lizenzabkommen

30.03.2015 Der US-Konzern Johnson & Johnson hat die Rechte am Arzneikandidaten COR-1 an die Universität Würzburg zurückgegeben.

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