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Roche leistet sich Forschung
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Strategie

Roche leistet sich Forschung

06.09.2012 - Der Schweizer Pharmakonzern Roche will die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stabil halten – und entzieht sich damit dem Branchentrend, bei F&E zu sparen.

Auf einer Investorenkonferenz in London kündigte Roche an, auch weiterhin etwa ein Fünftel des Jahresumsatzes – mehr als 8 Mrd. CHF jährlich – in die Forschung stecken zu wollen. Im Branchenvergleich liegen die F&E-Ausgaben damit weit über dem Mittelwert. Manche Analysten sehen die hohen Aufwendungen der Schweizer skeptisch.

Um ausufernden Kosten entgegenzuwirken setzt der Konzern daher auf Produktivitätssteigerungen und eine strikte Priorisierung von Entwicklungsprojekten. Erst im vergangenen Juni wurde entschieden, den seit langem bestehenden US-Standort Nutley zu schließen und das so freigewordene Kapital in die Medikamentenforschung zu stecken. Eine Priorisierung scheint dringend geboten, angesichts der prall gefüllten Pipeline: 72 neue Wirkstoffe, davon allein 19 in der späten klinischen Entwicklung bearbeiten die Schweizer derzeit, vor allem in der Onkologie. Neben der Krebsforschung soll auch weiterhin in Bereiche investiert werden, in denen ein hoher medizinischer Bedarf besteht.

"Es ist die Strategie von Roche, differenzierte Arzneimittel und Diagnostika für Krankheiten zu entwickeln, für die ein hoher medizinischer Bedarf besteht und Patienten eine großen therapeutischen Nutzen haben", sagte Severin Schwan, der Chef der Roche-Gruppe, im Vorfeld der Konferenz.

Die enge Verzahnung von Diagnostik- und Pharma-Sparte sorgt dafür, dass der Konzern dem Preisdruck weniger ausgesetzt ist als viele Mitbewerber. „Mehr als 60% der Projekte in unserer Pharma-Pipeline werden bereits mit diagnostischen Begleittests entwickelt, damit wir die Behandlung effektiver gestalten können“, so der CEO. Inzwischen gibt es mehr als 200 Kooperationen zwischen den beiden Sparten. Damit bringt sich Roche im Bereich der personalisierten Medizin in eine starke Position. Erst in den vergangenen Monaten kamen die beiden Krebsmedikamente Perjeta und Zelboraf auf den Markt – jeweils zusammen mit einem begleitenden diagnostischen Test.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/roche-leistet-sich-forschung.html

Kooperation

01.09.2015 Um bessere Behandlungsmöglichkeiten für Diabetes zu entwickeln, arbeiten der Pharmakonzern Sanofi und der Internetriese Google künftig zusammen.

Start-up

31.08.2015 Das Schweizer Unternehmen Limmatech Biologics ist seit Ende August operativ. In ihm werden die Forschungsaktivitäten des Impfstoff-Spezialisten Glycovaxyn gebündelt, der im Februar von GSK übernommen wurde.

Klinische Entwicklung

28.08.2015 Die Greenovation Biotech GmbH bringt den ersten in Moosen hergestellten Wirkstoff in die klinische Entwicklung. Das Mittel könnte zur Behandlung einer Stoffwechselkrankheit eingesetzt werden.

Kooperation

26.08.2015 Mit einer deutsch-deutschen Partnerschaft wollen Morphosys in Martinsried und Immatics in Tübingen das Feld der Krebsimmuntherapien aufrollen.

Finanzierung

25.08.2015 Die Advancecor GmbH in Martinsried hat eine zweite Finanzierungsrunde mit dem Hauptinvestor MIG-Fonds abgeschlossen.

Aromastoffe

24.08.2015 Das Schweizer Unternehmen Evolva bringt einen biotechnologisch hergestellten Grapefruit-Aromastoff auf den Markt. Das Potential von Nootkaton ist damit aber noch nicht erschöpft.

Forschungsreagenzien

21.08.2015 Zwei deutschen Labordienstleistern wirft ein französischer Konkurrent vor, sie hätten falsch deklariertes Kälberserum auf den Markt gebracht.

Finanzierung

19.08.2015 Der Schweizer Pharmakonzern Roche stärkt seine Gendiagnostik-Einheit mit einem Zukauf in den USA. Übernahmeziel ist das Unternehmen Kapa Biosystems in Massachusetts.

Finanzierung

19.08.2015 Die Kuros Biosurgery AG in Zürich hat von einem Investorenkonsortium 13,8 Mio. Euro erhalten. Damit soll die Entwicklung von medizinischen Biomaterialien vorangetrieben werden.

Auktion

18.08.2015 Zwei Immobilien, die zum Biotech-Campus auf der Halbinsel Hermannswerder in Potsdam gehören, werden per Auktion verkauft. Interessenten brauchen ein dickes Portmonnaie: Das Mindestgebot liegt bei rund 5,3 Mio. Euro.

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