Wirtschaft

Straubing: Biosprit aus Stroh
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Biokraftstoffe

Straubing: Biosprit aus Stroh

23.07.2012 - Start eines Vorzeigeprojekts: Im bayrischen Straubing hat die Clariant AG eine Demonstrationsanlage zur Herstellung von Bioethanol aus Stroh und anderen Feldabfällen in Betrieb genommen.

Die am 20. Juli in Straubing-Sand eingeweihte Demonstrationsanlage zur Produktion von Cellulose-Ethanol aus Agrarreststoffen ist die größte ihrer Art in Deutschland. Auf 2.500 Quadratmetern hat der Schweizer Spezialchemieriese Clariant eine komplette Bioraffinerie-Anlage errichtet, in der die hauseigene sunliquid-Technologie nun auf den Prüfstand für eine industrielle Anwendung kommt. Der Bau der Anlage hat insgesamt rund 22 Mio. Euro gekostet, jeweils 5 Mio. Euro haben das Bundesforschungsministerium und die bayerische Staatsregierung beigesteuert.

Der CEO von Clariant, Hariolf Kottmann, sagte anlässlich der Eröffnung, der Start der neuen Anlage sei ein wichtiger Meilenstein zur Herstellung eines klimafreundlichen Biokrafstoffs und gleichzeitig eines Grundstoffs für die chemische Industrie. Zudem rief er zu mehr Aufgeschlossenheit gegenüber Biokraftstoffen auf. „Nur wenn die Bevölkerung den Umweltnutzen von klimafreundlichen Biokraftstoffen erkennt, wird Bioethanol der zweiten Generation Erfolg haben.“ Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte in Straubing, die Anlage zeige sehr eindrucksvoll, dass traditionell aus Erdöl hergestellte Produkte gleichwertig aus Biomasse produziert werden können. „Damit leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag im Sinne einer nachhaltigen Bioökonomie.“

Den Rohstoff für die Biospritherstellung in Straubing bilden Weizen- und Maisstroh – und damit Reststoffe von den Äckern, die nicht in Konkurrenz zur Herstellung von Lebens- und Futtermitteln stehen. Etwa 4.500 Tonnen Biomasse sollen nun jährlich verarbeitet werden, um daraus 1.000 Tonnen Ethanol zu gewinnen. Die Lignocellulose im Stroh wird mit Hilfe von Spezialenzymen, hergestellt von Mikroben direkt im Fermenter,  in verschiedene C-6- und C-5-Zucker aufgespalten. Durch den Einsatz von einzelligen Hefen wird ein großer Teil dieser freigesetzten Zucker zu Bioethanol konvertiert. Das in dem Prozess anfallende Lignin wird verbrannt, die entstehende Energie wird für den Destillationsprozess genutzt.

Während sich das Verfahren nun im Demo-Betrieb bewähren muss, denken die Entwickler von Clariant schon über die nächste Stufe nach – eine industrielle Großanlage, die 50.000 Tonnen Cellulose-Ethanol jährlich produzieren kann. Die Gemeinde Straubing hat bereits ein passendes Grundstück reserviert.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/straubing-biosprit-aus-stroh.html

IPO

24.10.2014 Die Probiodrug AG in Halle (Saale) hat es geschafft: Rund 22,5 Mio. Euro wurden während des IPOs eingesammelt – trotz turbulenter Aktienmärkte.

IPO

23.10.2014 Die Schweizer Molecular Partners AG hat ihr Börsendebüt abgesagt. Den Stopp der IPO-Vorbereitungen begründete das Unternehmen mit den „ungünstigen Marktbedingungen“.

Übernahme

22.10.2014 Der Bioanalytik-Spezialist Eurofins Scientific SE ist künftig mit einer eigenen Tochtergesellschaft in Österreich vertreten.

Lizenzen

21.10.2014 Roche hat sich den Zugriff auf einen Krebswirkstoff des US-Unternehmens Newlink Genetics gesichert. Die US-Tochter Genentech zahlt dafür 150 Mio. US-Dollar vorab.

Pflanzenzucht

20.10.2014 Mit der KWS Saat AG verlagert auch der letzte große Saatgutentwickler in Deutschland seine gentechnische Forschung in die USA.

Zulassung

17.10.2014 Die Epigenomics AG hat eine Kapitalerhöhung über rund 4,2 Mio. Euro abgeschlossen. Auch bei einer zulassungsrelevanten Studie für den Septin9-Darmkrebstest meldet das Berliner Unternehmen Fortschritte.

Zulassung

16.10.2014 Schneller als erwartet haben Boehringer Ingelheim und Roche von der FDA grünes Licht für ihre Arzneien gegen Idiopathische Lungenfibrose (IPF) erhalten.

Technologieplattform

15.10.2014 Der Antikörper-Spezialist Morphosys übernimmt die Lanthipeptid-Plattform seiner Beteiligung Lanthio Pharma komplett.

Finanzierung

14.10.2014 Eine der zuletzt selten gewordenen Serie-A-Runden konnte die Bonner Rigontec GmbH anstoßen. Das Unternehmen erhält von seinen Investoren bis zum ersten Closing 9,45 Mio. Euro für die Entwicklung RNA-basierter Immuntherapien.

Börsengang

13.10.2014 Biotech-Börsengänge sind wieder in Mode: Die Probiodrug AG in Halle (Saale) will mit ihrem Börsengang 32 Mio. Euro einnehmen. Die Schweizer Molecular Partners AG hofft bei ihrem IPO auf Einnahmen von 145 Mio. Euro.

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