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Übernahmepoker um BB Biotech
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Vontobel

Übernahmepoker um BB Biotech

13.07.2012 - In der sonst so ruhigen Schweiz ist ein Übernahmepoker mit harten Bandagen im Gange. Die Schweizer Bank Vontobel hat sich der börsennotierten Biotech-Beteiligungsgesellschaft BB Biotech forsch genähert.

Die Schweizer Vontobel-Gruppe will BB Biotech übernehmen. Das Bankhaus hat dem Verwaltungsrat dem börsennotierten Biotech-Spezialisten ein Angebot zur Übernahme unterbreitet. Vontobel ist bereit, einen Aufschlag von 31,7% auf den Aktienkurs vom 12. Juli zu bezahlen, der bei 81,95 Franken lag. Gelingt die Übernahme, sollen die Aktien von BB Biotech von der Börse genommen und in einen neu zu gründenden Anlagefonds überführt werden. Die Muttergesellschaft von BB Biotech, die Bellevue Asset Management, könnte weiterhin das Fondsmanagement übernehmen.

Die Strategie von Vontobel ist geschickt. Denn schon immer werden BB Biotech-Aktien mit einem Abschlag auf den sogenannten inneren Wert des Portfolios (Net Asset Value, NAV) gehandelt – also dem zusammengerechneten Wert aller Beteiligungen. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung von BB Biotech mehr als ein Viertel unter dem NAV. Seit Jahren kämpft das Management gegen diesen Abschlag an – bisher vergeblich. Auch umfangreiche Aktienrückkaufprogramme halfen wenig. Ein Rückzug von der Börse durch Vontobel könnte den Missstand auf einen Schlag beheben. Denn dann ließe sich wie bei anderen Fonds der Wert des Portfolios durch eine bloße Addition der Werte ermitteln – die Anteile würden damit jederzeit zum NAV gehandelt werden. Doch das Management von BB Biotech spielt nicht mit. Der Vorschlag sei nicht abgesprochen gewesen und "nicht im besten Sinne des Unternehmens und seiner Aktionäre", heißt es aus der BB Biotech-Zentrale in Küsnacht. Dort wird auf die gute Entwicklung der Aktie verwiesen, die in den vergangenen 12 Monaten um 33% gestiegen ist und damit oberhalb des Swiss Performance Index lag. Zudem spielten steuerliche und regulatorische Gründe eine Rolle für die Ablehnung. Auch müsse die Generalversammlung von BB Biotech dem Vorschlag mit einer Zweidrittel-Mehrheit zustimmen. Ob sich Vontobel mit dieser Auskunft zufrieden gibt, ist offen. Die Bank ist jetzt am Zug.

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/uebernahmepoker-um-bb-biotech.html

Kooperation

05.02.2016 Die University of Rochester verlässt sich für den Aufbau einer Gewebedatenbank auf die Dienste des Hamburger Krebsspezialisten Indivumed GmbH.

IPO

04.02.2016 Die Brain AG hat den Ausgabepreis für die zum Börsengang neu geschaffenen Aktien auf 9 Euro festgelegt. Insgesamt erlöst der Bioökonomie-Pionier in Zwingenberg rund 31,5 Mio. Euro.

Kooperation

03.02.2016 Die Diagnostikexperten der Qiagen NV in Hilden haben zwei neue Kooperationsvereinbarungen in den USA geschlossen.

IP

02.02.2016 Das US-amerikanische Patentamt hat ein Schutzrecht für den Einsatz von Amatoxin-Konjugaten in der Tumortherapie erteilt. Die Methode wird exklusiv von der Wilex-Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma entwickelt.

Klinische Forschung

29.01.2016 Der Sepsis-Spezialist Inflarx GmbH in Jena hat eine Phase II-Studie mit seinem Leitprodukt IFX-1 erfolgreich abgeschlossen.

Accelerator

28.01.2016 Der Chemie- und Pharmakonzern Merck hat in Kenias Hauptstadt Nairobi einen Accelerator gegründet. Das Programm soll Start-ups aus dem Bereich Digital Health fördern.

Finanzierung

26.01.2016 Die erste Wagniskapitalrunde steht: Ende Januar hat das Diagnostikunternehmen Senostic GmbH eine Kapitalspritze des High-Tech Gründerfonds (HTGF) verkündet. Damit verbunden ist ein Umzug der Neurodiagnostiker innerhalb von Niedersachsen.

Forschung

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Finanzierung

22.01.2016 Der Würzburger Wirkstoffentwickler Vasopharm hat von Investoren 20 Mio. Euro erhalten, um eine Phase III-Studie mit dem Medikamentenkandidaten VAS203 durchzuführen.

Bioökonomie

21.01.2016 Bezüglich ihres geplanten IPO hat die Brain AG in Zwingenberg das nächste Etappenziel erreicht. Ende Januar wurde der Wertpapierprospekt gebilligt. Die festgelegte Preisspanne reicht von 9,00 bis 12,00 Euro je Aktie, das Emissionsvolumen könnte damit bei maximal 48,3 Mio. Euro liegen.

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