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VC-Rekord mit Langzeitwirkung
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Curevac

VC-Rekord mit Langzeitwirkung

18.09.2012 - Neuer deutscher Rekord: Mit 80 Mio. Euro hat die Tübinger Curevac GmbH die größte Finanzierungsrunde eines deutschen Biotech-Unternehmens auf die Beine gestellt. Das Geld stammt vom alleinigen Investor des Unternehmens: Dietmar Hopp.

Curevac verweist damit Firmen wie Ganymed, Aicuris und die Immatics AG auf die Plätze. Letztere hatten im Jahr 2010 Geldflüsse von 55 bzw. 54 Mio. Euro verbuchen können. Ganymed hatte hingegen in den Jahren 2007 und 2008 mit einem Doppelschlag für Aufsehen gesorgt: In zwei getrennten VC-Runden warb das Unternehmen 37 Mio. bzw. 65 Mio. Euro ein. Zuvor hatte es zehn Jahre keine Runden in dieser auch international gesehen signifikanten Höhe gegeben. Das Geld für Curevac stammt wenig überraschend vom alleinigen Finanzier des Unternehmens: Dietmar Hopp. Der SAP-Gründer unterstützt damit das Biotech-Unternehmen auf dem Weg, neue Krebsvakzine zu entwickeln. Und der ist lang: „Unsere ersten beiden Produkte könnten nach 2020 zugelassen werden“, sagt Ingmar Hoerr, Chef von Curevac. Allein die klinische Phase IIb-Studie mit der Prostatakrebsvakzine CV9103, die in den kommenden Wochen beginnen soll, dauert nach Plan rund fünf Jahre. Für den zweiten Wirkstoffkandidaten, einen Impfstoff gegen Lungenkrebs, werden Tests in ähnlichen zeitlichen Dimensionen erwartet. Aber nicht nur in der Onkologie, sondern auch gegen Infektionskrankheiten wird in Tübingen gekämpft. Hier arbeitet Curevac mit dem Pharmakonzern Sanofi und dem US-Verteidungungsministerium zusammen, die beide Ende 2011 umfangreiche Verträge unterzeichneten.

CureVac setzt auf mRNA-codierte Antigene, die dem Patienten direkt unter die Haut gespritzt werden. Vorangegangene klinische Studien hatten gezeigt, dass sich so selbst in immungeschwächten Patienten nach einer Chemotherapie eine T- und B-Zellimmunantwort auslösen lässt. Entwickelt wurde die Technologie von Firmengründer Hoerr selbst im Rahmen seiner Doktorarbeit, die er im Arbeitskreis von Prof. Hans-Georg Rammensee im Labor von Günther Jung an der Universität Tübingen durchführte.

© transkript.de/pd

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/vc-rekord-mit-langzeitwirkung.html

Finanzierung

30.01.2015 Das Molekulardiagnostik-Unternehmen Oncgnostics GmbH in Jena hat bei Investoren einen einstelligen Millionenbetrag eingesammelt.

Klinische Entwicklung

29.01.2015 Der Impfstoffspezialist Biomay AG in Wien hat erste Daten aus einer Phase IIb-Studie mit dem Impfstoff BM32 vorgelegt. Die Vakzine entfaltet offenbar eine dauerhafte Schutzwirkung gegen Gräserallergien.

Kapitalherabsetzung

26.01.2015 Die 4SC AG in Martinsried plant, ihre Aktien zusammenzulegen. Für fünf alte Anteilsscheine soll es einen neuen geben. Damit könnte 4SC sich leichter frisches Kapital beschaffen.

Bilanz

22.01.2015 Der Schweizer Chemie- und Biotech-Konzern Lonza sieht sich trotz der Turbulenzen um den Schweizer Franken in einer starken Verfassung. Ein neues Sparprogramm für den Standort Visp muss dennoch her.

Firmengründung

21.01.2015 Der Impfstoffspezialist Valneva bringt seine Antikörper-Technologie in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Blink Therapeutics ein. Das Joint Venture, Blink Biomedical, ist jetzt gestartet.

Firmenumfrage

20.01.2015 Die deutsche Biotechnologie-Branche geht positiv gestimmt in das neue Jahr. Erstmals seit Jahren ist die Börse wieder eine Finanzierungsalternative für deutsche Firmen.

Kooperation

16.01.2015 Für die Produktion monoklonaler Antikörper setzt der französische Pharmakonzern Sanofi künftig auf die Expertise von Deutschlands zweitgrößtem Arzneihersteller Boehringer Ingelheim.

M&A

13.01.2015 Roche startet die erste milliardenschwere Transaktion des Jahres. Für insgesamt rund 1,03 Mrd. US-Dollar übernehmen die Schweizer die Mehrheit am US-Krebsspezialisten Foundation Medicine.

Übernahme

12.01.2015 Der Diagnostikkonzern Qiagen stärkt sein Sequenziergeschäft mit einem Zukauf in den USA. Die Geschäftseinheit Enzyme Solutions von Enzymatics gehört künftig zu dem Unternehmen in Hilden.

Übernahme

09.01.2015 Der Wiener Gene-Editing-Spezialist Haplogen Genomics GmbH wird von der britischen Horizon Discovery-Gruppe übernommen. Sie zahlt bis zu 12,6 Mio. Euro.

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