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Venter schnappt sich Febit-IP
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Patente

Venter schnappt sich Febit-IP

19.09.2012 - Auf der Suche nach neuen Patenten wurde Craig Venters Firma Synthetic Genomics ausgerechnet beim einstigen deutschen Biotech-Star Febit fündig.

Die aktuelle Vereinbarung umfasse die weltweiten Rechte an sieben Patenten. Die Schutzrechte betreffen Methoden zur Synthese von Nukleotidpolymeren und zur gezielten Extraktion von synthetisierten Nukleotidsträngen mit gesicherter Sequenzfolge, gab Synthetic Genomics Incorporated (SGI) bekannt. Das Unternehmen will die neuen Techniken nutzen, um Genabschnitte parallel zu synthetisieren und anschließend die jeweils passenden Sequenzen zu doppelsträngigen DNA-Konstrukten und Genen zusammenzuführen. „Die Methoden könnten die Kosten zur DNA-Synthese drastisch verringern“, hoffen die Verantwortlichen der New Yorker Firma. Unternehmensgründer Craig Venter will die drei neu erworbenen Patentfamilien nutzen, um SGIs Produktentwicklungen unter anderem im Bereich der Biokraftstoffe und synthetische Vakzine weiter voranzutreiben.

In der deutschen Biotech-Szene war die 1998 in Mannheim gegründete Febit Synbio AG einst ein gefeierter Star. Das Unternehmen spezialisierte sich auf die Entwicklung eines vollautomatisierten Microarray-Gerätes namens Geniom. Die Nachricht im Sommer 2004, dass die febit AG in Mannheim Insolvenz anmelden musste, kam völlig überraschend. Erst Ende 2002 konnte Febit den Abschluss einer der damals größten VC-Finanzierungsrunden für ein deutsches Biotechnologie-Unternehmen bekanntgeben und hatte bereits erste Geräte ausgeliefert. Im April 2005 übernahm die Febit Biotech GmbH mit Sitz in Heidelberg von der ehemaligen Febit AG Patente, Geräte und Bausätze. Ausgestattet mit Kapital von den Investoren Dietmar und Oliver Hopp sollte auf Basis der Geniom-Produktplattform ein Systemgeschäft aufgebaut werden. Der große Erfolg blieb Febit jedoch verwehrt.

Im Zuge einer grundlegenden Restrukturierung im Sommer 2011 wurde als neuer Geschäftsschwerpunkt die Entdeckung und Validierung von microRNA-Biomarkern aus dem Blut festgelegt. Als Konsequenz der strategischen Neuorientierung wurde das Unternehmen im Dezember 2011 in Comprehensive Biomarker Center GmbH (CBC) umbenannt.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-03/venter-schnappt-sich-febit-ip.html

Lizenzierung

15.04.2015 Die 4SC AG hat ihr Leitprodukt, die Krebsarznei Resminostat, in Asien an eine Tochter des italienischen Menarini-Konzerns auslizenziert. Die Martinsrieder hoffen auf Erlöse von bis zu 95 Mio. Euro.

Wagniskapital

14.04.2015 Der Wagniskapitalfinanzierer TVM hat das erste Closing für seinen China BioPharma Capital I Venture Capital Fund bei rund 47 Mio. Euro (50 Mio. US-Dollar) bekanntgegeben.

Klinische Entwicklung

10.04.2015 Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck bringt seinen Krebsantikörper Avelumab in die klinische Phase III.

Kooperation

14.04.2015 Das Lead Discovery Center (LDC) in Dortmund und der Pharmakonzern AstraZeneca bauen ihre Forschungskoooperation aus.

Finanzierung

09.04.2015 Die Wilex AG hat ihre 4 Mio. Euro umfassende Kapitalerhöhung abgeschlossen. Auch dank Ankeraktionär Dievini wurden alle Aktien plaziert.

Finanzierung

08.04.2015 Der Wiener Antibiotika-Spezialist Nabriva Therapeutics hat in einer Serie B-Finanzierung 111 Mio. Euro eingeworben.

Listing

02.04.2015 Per Listing hat der Hamburger Arzneientwickler AMP Biosimilars AG den Sprung aufs Börsenparkett gewagt. Seit Anfang April werden die Aktien im Freiverkehr der Börse München gehandelt.

Bioökonomie

01.04.2015 Der französisch-deutsche Konzern Global Bioenergies (GBE) sichert sich ein Darlehen in Höhe von 4,4 Mio. Euro. Damit kann in Leuna der Bau eines Bioreaktors für die Produktion von Isobuten beginnen.

Finanzierung

31.03.2015 Die Mologen AG hat den Bezugspreis für die jüngste Kapitalerhöhung auf 5 Euro je Aktie festgelegt. Werden alle Aktien plaziert, ergibt sich ein Erlös von 28 Mio. Euro.

Lizenzabkommen

30.03.2015 Der US-Konzern Johnson & Johnson hat die Rechte am Arzneikandidaten COR-1 an die Universität Würzburg zurückgegeben.

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