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Lonza: Rituxan-Projekt lebt!
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Lonza: Rituxan-Projekt lebt!

05.10.2012 - Das Rituxan-Biosimilar von Lonza und Teva ist nicht gescheitert. Der Schweizer Lohnhersteller trat heute entsprechenden Spekulationen entgegen.

Einem Bericht der israelischen Zeitung Haaretz zufolge habe Teva die Phase III mit dem anti-CD20-Antikörper gestoppt. Damit wären die Hoffnungen des Konsortiums aus dem israelischen Generikaspezialisten und dem Schweizer Lohnhersteller zunichte gemacht, sich mit einem eigenen Rituxan-Biosimilar ein großes Stück des gewaltigen Umsatzes von 6 Mrd. US-$ zu sichern. Das europäische Patent von Rituximab läuft im kommenden Jahr aus, in den USA ist es erst 2018 soweit. Lonza widersprach heute dem Zeitungsbericht mit einer eigenen Pressemeldung. "Aufgrund der neuesten Änderungen im regulatorischen System", würden Teva und Lonza weiterhin erwägen, eine Phase III durchzuführen. Sehr wahrscheinlich hat die neueste Richtlinienänderung der EMA, beide Partner erneut zum Rechnen gebracht. Denn zukünftig können in Europa auch Daten verwendet werden, die nicht hier erhoben wurden. So könnte künftig eine US-Studie für eine Zulassung in Amerika und Europa ausreichen. Damit würden sich nicht nur die Zahl der klinischen Tests, sondern auch die Kosten für eine Biosimilar-Entwicklung reduzieren. Nichtsdestotrotz: Den Sieg im Rennen um das erste Rituxan-Biosimilar haben Lonza und Teva wohl vergeben. Die Novartis-Tochter Sandoz genauso wie der südkoreanische Celltrion-Konzern wollen bereits im Frühjahr 2013 Ergebnisse einer Phase III bekanntgeben. Mit der Zulassung des ersten Rituxan-Biosimilars wird im Jahr 2014 gerechnet. Auch der weltgrößte Auftragsforscher Quintiles und der Multikonzern Samsung sind Branchenkennern zufolge mit im Rennen. Das amerikanisch-asiatische Duo arbeitet offenbar wie viele andere Unternehmen an einem Rituxan-Biosimilar in der Indikation rheumatoide Arthritis. Roche als Original-Hersteller gibt sich jedoch nicht geschlagen und arbeitet bereits an verbesserten Nachfolgeprodukten.

© transkript.de/pd

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-04/lonza-das-rituxan-projekt-lebt.html

Geschäftszahlen

02.09.2014 Der Schweizer Spezialist für synthetische Biologie Evolva Holding AG hat die ersten Produkte bis zur Marktreife entwickelt. Nun beginnt das Marketing.

Seed-Finanzierung

29.08.2014 Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) ist bei der I3 Membrane GmbH eingestiegen. Das Start-up entwickelt eine neue Filtertechnologie, die auch in der Biotechnologie eingesetzt werden könnte.

Kapitalerhöhung

28.08.2014 Die Schweizer Therametrics Holding AG startet eine Bezugsrechts-Kapitalerhöhung. Sie könnte dem klammen Unternehmen mehr als 26 Mio. Euro einbringen.

Kooperation

27.08.2014 Die Dresdner Cenix Bioscience GmbH und die Metanomics Health GmbH haben eine umfassende Forschungskooperation vereinbart. Künftig wird Cenix für die BASF-Tochter neue Wirkorte für Medikamente validieren.

Übernahme

26.08.2014 Der Schweizer Konzern Roche zahlt rund 6,3 Mrd. Euro, um die US-amerikanische Firma Intermune zu übernehmen. Zu viel für eine Ein-Produkt-Firma, kritisieren einige.

Lizenzierung

22.08.2014 Die Morphosys AG lizenziert einen präklinischen bispezifischen Antikörper zur Behandlung von Prostatakrebs ein. Der US-Entwickler Emergent Biosolutions erhält dafür bis zu 138 Mio. Euro.

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21.08.2014 Bei der Biofrontera AG verlieren die Verantwortlichen die Geduld mit einem ehemaligen Lieferanten. Strittige Forderungen sollen durch eine Klage gegen die Biosynth AG abgewehrt werden.

Kooperation

20.08.2014 Der britische Ableger der Evotec AG und die Stiftung Medicines for Malaria Venture (MMV) arbeiten künftig zusammen. Um die Wirkstoffentwicklung gegen vernachlässigte Krankheiten voranzutreiben, unterstützt Evotec die Stiftung bei der Substanzverwaltung.

Finanzierung

18.08.2014 Durch den Verkauf von 200.000 Namensaktien hat die Schweizer Santhera AG rund 13,4 Mio. CHF eingenommen.

Finanzierung

15.08.2014 Eine US-Regierungsstelle hat der Schweizer Evolva SA eine Finanzspritze von bis zu 15 Mio. US-Dollar zugesichert. Das Ziel: Ein Antibiotikum gegen eine potentielle Bioterror-Waffe zu entwickeln.

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