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R-Biopharm kauft Progen
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M&A

R-Biopharm kauft Progen

10.10.2012 - Der Darmstädter Analytik-Spezialist R-Biopharm AG hat die Progen GmbH übernommen. Damit ist das Filetstück aus der Insolvenzmasse der November AG verkauft, zu welcher der Reagenzien-Spezialist in Heidelberg gehörte.

Mit der Transaktion können 30 Arbeitsplätze bei Progen erhalten bleiben. Dies verkündete Insolvenzverwalter Michael Jaffé am 5. Oktober. Zudem steht die einstige 100%ige November-Tochter wieder auf einer stabilen finanziellen Basis. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Jaffé  spricht von einem „aufwendigen Investorenprozess“. Nach dessen Abschluss sei die Verwertung des Vermögens der November AG i. IN weitgehend abgeschlossen. Schon länger siecht November vor sich hin. Im Jahr 1996 gegründet, erwirtschaftete das Unternehmen zu keiner Zeit nachhaltige Gewinne. Mitten im Börsenhype des Jahres 2000 ging November mit hohen Erwartungen an die Börse und wechselte danach wiederholt das Geschäftsmodell. Das Allzeithoch von 124 Euro am ersten Handelstag konnte das Unternehmen nie wieder erreichen. Nach einem ersten Insolvenzantrag im September 2006 konnte die Firma in Erlangen noch saniert werden. Kurz zuvor war Gründer Wolf Bertling ausgeschieden. Ein Jahr später ging das Management erneut zum Amtsgericht, wurde aber zurückgewiesen – der zweite Insolvenzantrag wurde abgelehnt. Der dritte Anlauf im Dezember 2011 sollte dann der letzte sein. November war bereits zu einer reinen Finanzholding mit nur noch zwei Mitarbeitern geschrumpft worden. Aber auch die erwirtschaftete nur Verluste. 

Mit der bereits 1988 gegründeten R-Biopharm trifft Progen auf einen soliden Gegenpart. Die Firma mit mehr als 400 Mitarbeitern gilt seit langem als profitabel. R-Biopharm ist ein Spezialist für klinische Diagnostik, Lebensmittel- und Futtermittelanalytik. 

Die Aktionäre von November profitieren nicht von dem Deal, da der Verkaufserlös komplett den Gläubigern von November zufließt.

© transkript.de/pd

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-04/r-biopharm-kauft-progen.html

Rückblende

19.12.2014 War es ein gutes Jahr für die Biotech-Branche? Auch wenn der Hype um die Biotech-Industrie im anglo-amerikanischen Raum ungleich größer war, die Szene in Deutschland, der Schweiz und Österreich nutzte das Fahrwasser und entwickelte sich positiv: So konnten etliche Finanzierungsrunden abgeschlossen, Erfolge bei klinischen Studien gefeiert und Produkte lanciert werden. |transkript lässt das Jahr Revue passieren.

Verkauf

18.12.2014 Das Schweizer Biotech-Unternehmen Evolva trennt sich von seiner Antibiotika-Entwicklung. Bis zu 57 Mio. Euro könnte der Deal mit einem Bioterror-Spezialisten aus den USA einspielen.

Finanzierung

17.12.2014 Der deutsch-niederländische Diagnostik-Riese Qiagen beteiligt sich finanziell an der Protagen AG. Der Grund ist Qiagens Interesse an der Diagnostik von Autoimmunkrankheiten.

Beteiligungen

16.12.2014 Die Deutsche Biotech Innovativ AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen und erfolgreich plaziert. Der Emissionserlös könnte bis zu vier neuen Start-ups zugutekommen.

Klinische Entwicklung

10.12.2014 Die 4SC AG in Martinsried hat neue Phase I-Daten für den Krebswirkstoff 4SC-205 vorgelegt. Der niedermolekulare Wirkstoff soll nun in die klinische Phase II gebracht werden.

Zulassung

09.12.2014 Der Darmkrebstest Epi procolon der Berliner Epigenomics AG ist in China zugelassen worden. Lizenzpartner Biochain will nun die Markteinführung vorantreiben.

Klinische Entwicklung

08.12.2014 Der Krebsantikörper MOR208 wirkt und ist gut verträglich – das sind die finalen Ergebnisse einer Phase I/IIa-Studie, die die Morphosys AG nun vorgestellt hat.

Zulassung

05.12.2014 Im Rekordtempo ist der von Amgen für die Krebsbehandlung entwickelte Bite-Antikörper Blinatumomab von der FDA als Krebsarznei zugelassen worden.

Strategische Partnerschaft

03.12.2014 Die Hamburger Evotec AG verhandelt mit dem Pharmakonzern Sanofi über eine weitreichende strategische Zusammenarbeit. Im Kern geht es um die Übernahme des Sanofi-Standortes in Toulouse mit 200 Mitarbeitern.

Übernahme

02.12.2014 Die Nabelschnurblutbank Vita 34 AG kauft in Österreich zu. Im Rahmen eines Asset-Deals wird das Geschäft der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG in Graz übernommen.

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