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Sorgen um Evotec-Chef Lanthaler
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Personalia

Sorgen um Evotec-Chef Lanthaler

04.10.2012 - Mit einem Minus von 5 Prozent geht die Evotec AG in den Handel des 4. Oktober. Der Grund: das Unternehmen musste seinen Vorstandsvorsitzenden Werner Lanthaler aus gesundheitlichen Gründen beurlauben.

Lanthaler sei gesundheitlich nicht in der Lage, sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft auszuüben, heißt es in einer Meldung von Evotec. Lanthaler habe den Aufsichtsrat über seine Situation informiert. Dieser stimmte der vorübergehenden Beurlaubung zu. Interimsmäßig wird Mario Polywka, COO von Evotec, die Leitung der Geschäfte zusammen mit seinen Vorstandskollegen übernehmen. Ein Zeitpunkt für Lanthalers Rückkehr wurde nicht genannt. Die Sorgen des Kapitalmarktes sind verständlich. Der Österreicher Lanthaler steht wie kein Zweiter für den Wiederaufschwung des Hamburger Biotech-Unternehmens, das er von einem Verlustbringer in ein profitables Service-Unternehmen umgebaut hat. Der Aktienkurs stieg unter seiner Führung von 50 Cent auf annähernd 3 Euro. Erst Anfang der Woche hatte Evotec einen umfangreichen Vertrag mit Bayer unterzeichnet. Zuvor hatten bereits die National Institutes of Health der Vereinigten Staaten einer langjährigen Zusammenarbeit zugestimmt. Vor seinem Engagement bei Evotec war Lanthaler Finanzvorstand der Wiener Intercell AG.

© transkript.de/pd

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-04/sorgen-um-evotec-chef-lanthaler.html

Rückblende

19.12.2014 War es ein gutes Jahr für die Biotech-Branche? Auch wenn der Hype um die Biotech-Industrie im anglo-amerikanischen Raum ungleich größer war, die Szene in Deutschland, der Schweiz und Österreich nutzte das Fahrwasser und entwickelte sich positiv: So konnten etliche Finanzierungsrunden abgeschlossen, Erfolge bei klinischen Studien gefeiert und Produkte lanciert werden. |transkript lässt das Jahr Revue passieren.

Verkauf

18.12.2014 Das Schweizer Biotech-Unternehmen Evolva trennt sich von seiner Antibiotika-Entwicklung. Bis zu 57 Mio. Euro könnte der Deal mit einem Bioterror-Spezialisten aus den USA einspielen.

Finanzierung

17.12.2014 Der deutsch-niederländische Diagnostik-Riese Qiagen beteiligt sich finanziell an der Protagen AG. Der Grund ist Qiagens Interesse an der Diagnostik von Autoimmunkrankheiten.

Beteiligungen

16.12.2014 Die Deutsche Biotech Innovativ AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen und erfolgreich plaziert. Der Emissionserlös könnte bis zu vier neuen Start-ups zugutekommen.

Klinische Entwicklung

10.12.2014 Die 4SC AG in Martinsried hat neue Phase I-Daten für den Krebswirkstoff 4SC-205 vorgelegt. Der niedermolekulare Wirkstoff soll nun in die klinische Phase II gebracht werden.

Zulassung

09.12.2014 Der Darmkrebstest Epi procolon der Berliner Epigenomics AG ist in China zugelassen worden. Lizenzpartner Biochain will nun die Markteinführung vorantreiben.

Klinische Entwicklung

08.12.2014 Der Krebsantikörper MOR208 wirkt und ist gut verträglich – das sind die finalen Ergebnisse einer Phase I/IIa-Studie, die die Morphosys AG nun vorgestellt hat.

Zulassung

05.12.2014 Im Rekordtempo ist der von Amgen für die Krebsbehandlung entwickelte Bite-Antikörper Blinatumomab von der FDA als Krebsarznei zugelassen worden.

Strategische Partnerschaft

03.12.2014 Die Hamburger Evotec AG verhandelt mit dem Pharmakonzern Sanofi über eine weitreichende strategische Zusammenarbeit. Im Kern geht es um die Übernahme des Sanofi-Standortes in Toulouse mit 200 Mitarbeitern.

Übernahme

02.12.2014 Die Nabelschnurblutbank Vita 34 AG kauft in Österreich zu. Im Rahmen eines Asset-Deals wird das Geschäft der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG in Graz übernommen.

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