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Wilex – Warten auf Rencarex
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Pharma

Wilex – Warten auf Rencarex

10.10.2012 - Das dritte Quartal dieses Jahres war ein gutes für die Wilex AG – jedoch nicht das Entscheidende. Denn jetzt warten Unternehmen, Analysten und Anleger auf die klinischen Ergebnisse des Antikörpers Rencarex, die zum Ende des Jahres kommen sollen.

In den vergangenen drei Monaten hat Wilex erfolgreich die Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt. Wichtig dafür war ein Gespräch mit der Zulassungsbehörde FDA, in dem es um das Nierenkrebs-Diagnostikum Redectane ging. Wilex konnte die amerikanischen Offiziellen überzeugen, von einer weiteren Nutzenstudie abzusehen. Diese hätte nicht nur ein anspruchsvolles klinisches Design gehabt, sondern auch einen ungewissen Ausgang. In einer klinischen Phase III-Studie wurde der Endpunkt Sensitivität statistisch nur ganz knapp erreicht. Nun verlangt die FDA lediglich technische Daten zur Sicherheit und diagnostischen Performance des radioaktiv markierten Antikörpers. Das erhöht die Zulassungschancen beträchtlich. Auch finanziell war das dritte Quartal 2012 vorteilhaft. Großaktionär Dietmar Hopp wandelte einen Kredit in Aktien um. Zusätzlich gelang eine Kapitalerhöhung in Höhe von 16,1 Mio. Euro. Zusammen mit einer weiteren Zahlung von Prometheus über 17,5 Mio. US-$ ist Wilex bis ins Jahr 2014 finanziert. Das könnte dann sogar bis zur Vermarktung von Rencarex reichen. Sollte alles gut gehen, könnte nach der Veröffentlichung der klinischen Daten im Dezember bereits im ersten Halbjahr 2013 ein europäischer Zulassungsantrag gestellt werden. Der Weg dahin scheint bereitet. Jetzt muss Wilex hoffen, dass auch die Biologie mitspielt.

© transkript.de/pd

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2012-04/wilex-warten-auf-rencarex.html

Rückblende

19.12.2014 War es ein gutes Jahr für die Biotech-Branche? Auch wenn der Hype um die Biotech-Industrie im anglo-amerikanischen Raum ungleich größer war, die Szene in Deutschland, der Schweiz und Österreich nutzte das Fahrwasser und entwickelte sich positiv: So konnten etliche Finanzierungsrunden abgeschlossen, Erfolge bei klinischen Studien gefeiert und Produkte lanciert werden. |transkript lässt das Jahr Revue passieren.

Verkauf

18.12.2014 Das Schweizer Biotech-Unternehmen Evolva trennt sich von seiner Antibiotika-Entwicklung. Bis zu 57 Mio. Euro könnte der Deal mit einem Bioterror-Spezialisten aus den USA einspielen.

Finanzierung

17.12.2014 Der deutsch-niederländische Diagnostik-Riese Qiagen beteiligt sich finanziell an der Protagen AG. Der Grund ist Qiagens Interesse an der Diagnostik von Autoimmunkrankheiten.

Beteiligungen

16.12.2014 Die Deutsche Biotech Innovativ AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen und erfolgreich plaziert. Der Emissionserlös könnte bis zu vier neuen Start-ups zugutekommen.

Klinische Entwicklung

10.12.2014 Die 4SC AG in Martinsried hat neue Phase I-Daten für den Krebswirkstoff 4SC-205 vorgelegt. Der niedermolekulare Wirkstoff soll nun in die klinische Phase II gebracht werden.

Zulassung

09.12.2014 Der Darmkrebstest Epi procolon der Berliner Epigenomics AG ist in China zugelassen worden. Lizenzpartner Biochain will nun die Markteinführung vorantreiben.

Klinische Entwicklung

08.12.2014 Der Krebsantikörper MOR208 wirkt und ist gut verträglich – das sind die finalen Ergebnisse einer Phase I/IIa-Studie, die die Morphosys AG nun vorgestellt hat.

Zulassung

05.12.2014 Im Rekordtempo ist der von Amgen für die Krebsbehandlung entwickelte Bite-Antikörper Blinatumomab von der FDA als Krebsarznei zugelassen worden.

Strategische Partnerschaft

03.12.2014 Die Hamburger Evotec AG verhandelt mit dem Pharmakonzern Sanofi über eine weitreichende strategische Zusammenarbeit. Im Kern geht es um die Übernahme des Sanofi-Standortes in Toulouse mit 200 Mitarbeitern.

Übernahme

02.12.2014 Die Nabelschnurblutbank Vita 34 AG kauft in Österreich zu. Im Rahmen eines Asset-Deals wird das Geschäft der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG in Graz übernommen.

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