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Santhera stellt sich zum Verkauf
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Strategie

Santhera stellt sich zum Verkauf

01.03.2013 - Für die Schweizer Santhera Pharmaceuticals hatte das neue Jahr bisher nur böse Überraschungen bereitgehalten. Nun denkt das Unternehmen laut über die Fusion mit einem Partner nach.

Seit Jahresbeginn ging es bei Santhera Schlag auf Schlag. Mitte Januar lehnte das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des Wirkstoffs Raxone zur Behandlung der Leber Hereditären Optikusneuropathie (LHON) ab. Der Datensatz sei den Experten zu dünn gewesen, weniger als 100 Patienten reichten nach Meinung der CHMP nicht aus, um gerade bei der Zielgruppe mit der am weitesten fortgeschrittenen LHON-Krankheit den klinischen Nutzen zu verifizieren, kommentierten Analysten damals.

Ende Februar folgte dann der nächste Rückschlag. Das Unternehmen entschied, den Verkauf der Arznei Catena in Kanada Ende April einzustellen. Santhera hatte im Juli 2008 eine bedingte Markzulassung zur Behandlung von Patienten mit Friedreich-Ataxie erhalten. Im Gegenzug verlangte die kanadische Aufsichtsbehörde, die Wirksamkeit ds Medikaments mit weiteren klinischen Daten zu untermauern. „Die Ergebnisse des gesamten Studienprogramms für Friedreich-Ataxie wurden jetzt von Health Canada als nicht ausreichend eingestuft, um die geforderte Wirksamkeitsbestätigung zu erbringen“, musste das Unternehmen aus Liestal am 27. Februar eingestehen.

Nur einen Tag später zog der Verwaltungsrat die Reißleine: Das Gremium werde nun „alle strategischen Optionen“ prüfen. „Verschiedene Drittparteien zeigen ein Interesse an einer Lizenz für Raxone in LHON oder einer möglichen Übernahme des Unternehmens“, teilte Santhera nun mit – warnt aber gleichzeitig vor überzogenen Erwartungen. Es sei keineswegs gesichert, dass es auch zu einem Abschluss der Transaktion komme. Bis die Zukunft von Santhera geklärt ist, will das Unternehmen zunächst auf die Publikation der Finanzzahlen für das Jahr 2012 sowie den Ausblick auf 2013 verzichten. Auch die ursprünglich für den 22. April geplante Hauptversammlung wurde auf einen noch festzulegenden späteren Zeitpunkt verschoben. An der Schweizer Börse SIX verlor der Titel nach Bekanntwerden der Pläne rund 10% an Wert. Der Schlusskurs am 28. Februar lag bei nur noch 3,20 CHF – ein neues 52-Wochen-Tief.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2013-01/santhera-stellt-sich-zum-verkauf.html

Zulassung

27.07.2015 Rund 18,5 Mio. Euro investiert ein Konsortium von Wagniskapitalgebern in den Wirkstoffformulierer Leon Nanodrugs GmbH in München. Es ist eine der größten Serie A-Runden in Deutschland in diesem Jahr.

Zulassung

27.07.2015 Der Schweizer Wirkstoffentwickler Basilea Pharmaceutica AG hat für sein Antimykotikum Isavuconazol eine Zulassungsempfehlung für Europa erhalten.

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24.07.2015 Matthias Schroff, Vorstandsvorsitzender der Mologen AG, und der Jörg Petraß, Finanzvorstand des Berliner Wirkstoffentwicklers, verlassen das Unternehmen. Neue Mologen-Chefin wird die bisherige Paion-Forschungsleiterin Mariola Söhngen.

Finanzierung

23.07.2015 Die Kölner Cevec Pharmaceuticals GmbH und die Leukocare AG in München haben von ihren Investoren frisches Kapital eingeworben. Insgesamt kam ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag zusammen.

Forschungsförderung

22.07.2015 Ein Konsortium um den klinischen Forschungsdienstleister CTC North GmbH & Co. KG in Hamburg startet mit EU-Förderung eine klinische Studie. Getestet wird eine neue Kombinationstherapie zur Behandlung von Schlaganfällen.

Finanzierung

20.07.2015 Die Molecular Partners AG in Schlieren baut ihre Kooperation mit dem US-Unternehmen Allergan für die Entwicklung von Arzneien gegen Augenkrankheiten aus. Die Schweizer profitieren von beschleunigten Meilensteinzahlungen.

Finanzierung

20.07.2015 Der Münchner Wagniskapitalfinanzierer TVM investiert nach langer Pause wieder in Deutschland. Profitieren soll zunächst ein Wirkstoffformulierer aus München.

Finanzierung

17.07.2015 In einer überzeichneten A2-Finanzierungsrunde hat die Baseler Piqur Therapeutics AG 18 Mio. Euro eingenommen.

Krebsimmuntherapie

16.07.2015 Durch einen Lizenzvertrag mit der chinesischen Canbridge Life Sciences erschließt die Heidelberger Apogenix den nordasiatischen Markt für ihr Krebsimmuntherapeutikum APG101.

Science4Life Venture Cup

15.07.2015 Die Gewinner des 17. Science4Life Venture Cups stehen fest. Den ersten Preis, der mit 25.000 Euro dotiert ist, holte sich die Heidelberger TolerogenixX.

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