Wirtschaft

Mologen startet Phase III
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Klinische Entwicklung

Mologen startet Phase III

12.09.2014 - Die Mologen AG in Berlin beginnt mit eine Phase III-Studie für die Krebsarznei MGN1703. Die Fortschritte in der klinischen Entwicklung werden überschattet von einem Streit unter Aktionären.

Bei der klinischen Entwicklung läuft derzeit für die Mologen AG alles nach Plan. Mitte September wurde er erste Patient in die randomisierte Phase III-Studie Impala aufgenommen. Sie soll den Nachweis erbringen, dass eine sogenannte „Switch-Maintenance“-Therapie mit der Krebs-Immuntherapie MGN1703 zu einer Verlängerung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit metastasierendem Darmkrebs führt. Geplant ist, insgesamt rund 540 Patienten in acht europäischen Ländern zu behandeln. Die Studienteilnehmer der Verum-Gruppe erhalten ausschließlich MGN1703 als Erhaltungstherapie, und zwar zweimal wöchentlich in einer Dosis von 60 mg, bis zur ersten Tumorprogression. Danach wird in Kombination mit MGN1703 die Induktionstherapie erneut gestartet. Die Patienten der Kontrollgruppe werden jeweils ohne den Wirkstoff MGN1703 mit Standardarzneien behandelt. In beiden Studienarmen wird die Behandlung erst beendet, wenn eine zweite Tumorprogression verzeichnet wird oder der erneute Start der Induktionstherapie nicht möglich ist. Auch Biomarker werden in der Studie genutzt, kündigt Dirk Arnold, Leiter der Klinik für Tumorbiologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg an: „Die Erkenntnisse aus explorativen Analysen der Impact-Studie zu Biomarkern ermöglichen uns, die Patienten zu identifizieren, die den größten Nutzen von der Behandlung mit der Immuntherapie MGN1703 haben werden.“

Während in der klinischen Entwicklung derzeit alles in geordneten Bahnen zu laufen scheint, brach auf der jüngsten Hauptversammlung des Berliner Unternehmens ein offener Streit aus. Vor allem an der Wahl des Kaufmanns Oliver Krautscheid in den Aufsichtsrat entzündete sich Kritik. Ihm gelang der Einzug ins Kontrollgremium schließlich nur mit denkbar knappem Ergebnis, wie dem Protokoll der Hauptversammlung zu entnehmen ist. Mit etwas mehr als 50% der abgegebenen Stimmen hatte er sich gegen einen Mitbewerber durchgesetzt. Die Aktionärschaft war offenbar in zwei Lager gespalten.

Mehr zu den Hintergründen des Streits lesen Sie in der Ausgabe 10/2014 von |transkript, die am 25. September erscheint.

 © transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wirtschaft/2014-03/mologen-startet-phase-iii.html

Hauptversammlung

26.07.2016 Der Streit um die Besetzung des Aufsichtsrates beim Arzneimittelhersteller Stada in Bad Vilbel geht in die nächste Runde. Großaktionär Active Ownership Capital will alle Vertreter der Kapitalseite austauschen.

Venture Capital

22.07.2016 Die Inflarx GmbH in Jena hat im Rahmen einer Serie-C-Finanzierungsrunde rund 31 Mio. Euro eingeworben, um die weitere klinische Entwicklung des Antikörpers IFX-1 zu finanzieren.

Venture Capital

21.07.2016 Der Schweizer Krebsspezialist Nextech Invest hat Mitte Juli das finale Closing für seinen 64 Mio. US-Dollar umfassenden Oncology IV-Fonds vorgenommen.

Bioökonomie

20.07.2016 Die Evonik Industries AG hat im brasilianischen Castro eine neue Anlage zur Herstellung der Futtermittel-Aminosäure Biolys in Betrieb genommen.

Kapitalerhöhung

19.07.2016 Die Sygnis AG in Heidelberg hat eine Kapitalerhöhung über 5,3 Mio. Euro abgeschlossen. Damit wird die Übernahme eines britischen Unternehmens finanziert.

Gewebezucht

15.07.2016 Die Bauerfeind AG, Hersteller für medizinische Hilfsmittel, übernimmt ein Viertel der Aktienanteile des Gewebezucht-Spezialisten Codon.

Branchenanalyse

14.07.2016 Die bayerische Biotech-Szene hat sich 2015 positiv entwickelt. Das geht aus neuen Zahlen der bayerischen Biotech-Clusterorganisation BioM hervor. Diese wurden Mitte Juli bei der Presselounge im Innovations- und Gründerzentrum IZB in Martinsried vorgestellt.

Studienstart

14.07.2016 Am Uniklinikum Heidelberg wurde der erste Patient mit Glioblastom im Rahmen einer Phase I-Studie mit der oralen T-Zell-Immuntherapie der schweizerisch-deutschen Biotech-Firma Vaximm behandelt.

Finanzierung

12.07.2016 Elastische und reißfeste Biopolymere aus Seidenproteinen bieten sich nicht nur für technische, sondern auch medizinische Anwendungen an. Daher will die Amsilk GmbH ihre Produkte mit neu eingeworbenem Kapital nun auch für die Medizintechnik weiterentwickeln.

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