Wissenschaft

Neue SFBs für die Life Science
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Forschungsförderung

Neue SFBs für die Life Science

24.11.2014 - Insgesamt acht neue Sonderforschungsbereiche fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft ab Anfang 2015. Die Hälfte ist im Bereich der Lebenswissenschaften angesiedelt.

So erhält die Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität von der DFG in den kommenden vier Jahren rund 9 Mio. Euro. Im Sonderforschungsbereich (SFB) 116 „Master Switches bei kardialer Ischämie“ analysieren die Wissenschaftler die Phase nach einem akuten Herzinfarkt mit experimentellen, präklinischen Untersuchungen. Ziel ist es, therapeutische Zielstrukturen zu finden, die in der Phase nach dem Infarkt die Weichen für den weiteren Genesungsverlauf stellen – eben die sogenannten Master Switches. „Dadurch sollen die akuten Komplikationen und die Spätfolgen wie Herzinsuffizienz und schwerwiegende Herzrhythmusstörungen und letztlich die Sterblichkeit nach Myokardinfarkt vermindert werden“, erläutert SFB-Sprecher Jens Fischer vom Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie.

Neben der Universität Düsseldorf werden an drei weiteren Einrichtungen zum Jahreswechsel ebenfalls neue SFBs an den Start gehen: An der Universität Freiburg wird der Sonderforschungsbereich „Nierenerkrankung – Vom Gen zum Mechanismus (KIDGEM)“ eingerichtet. Er  konzentriert sich auf genetisch bedingte Nierenerkrankungen und will diese systematisch interdisziplinär analysieren, um so die Grundlagen für eine verbesserte Diagnose, Behandlung und Prävention zu schaffen. Unter dem Titel „Funktionelle ‚Ensembles’: Integration von Zellen, Genese von Aktivitätsmustern und Plastizität von Gruppen ko-aktiver Neuronen in lokalen Netzwerken“ erforschen Wissenschaftler in Heidelberg und Mannheim die Vernetzung von Nervenzellen, um ein besseres Verständnis der molekularen Vorgänge im Säugerhirn zu erhalten. Der Sonderforschungsbereich „Gefahrenantwort, Störfaktoren und regeneratives Potential nach akutem Trauma“ an der Universität Ulm legt den Fokus auf die häufigsten Verletzungsmuster und Störfaktoren und will die zellulären und molekularen körpereigenen Prozesse nach schwerem Trauma besser erforschen. Daraus könnten auch neue therapeutische Strategien für schwerverletzte Patienten entstehen. Zusammen mit vier weiteren SFBs außerhalb der Lebenswissenschaften erhalten die vier Projekte insgesamt 62 Mio. Euro.  Hinzu kommt eine 20%-Programmpauschale für indirekte Kosten aus den Forschungsprojekten. Insgesamt fördert die DFG damit ab Januar 2015 240 Sonderforschungsbereiche.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft/2014-03/neue-sfbs-fuer-die-life-science.html

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09.10.2014 Für die Entwicklung von hochauflösender Fluoreszenzmikroskopie wurde dem Göttinger Forscher Stefan Hell sowie zwei US-amerikanischen Wissenschaftlern der Chemie-Nobelpreis verliehen.

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25.08.2014 Ein internationales Konsortium mit deutscher Beteiligung hat das Genom der Nutzpflanze Raps entschlüsselt. Es erwies sich als äußerst komplex.

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