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Genome Editing: Pflanze kein GVO
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Grüne Gentechnik

Genome Editing: Pflanze kein GVO

01.02.2016 - Pflanzen, deren Erbgut mittels Genome Editing geändert wurde, sind keine gentechnisch veränderten Organismen im Sinne des Gentechnikrechts. Zu diesem Ergebnis ist nun eine internationale Forscher-Allianz gekommen.

Die Methoden des sogenannten Genome Editing sind für Pflanzenzüchter eine vielversprechende Technik, um Nutzpflanzen mit besseren Eigenschaften auszustatten. Das neueste Werkzeug – die Designernuklease Crispr-Cas9  – ermöglicht es erstmals einfach und schnell, Gene gezielt zu verändern. Doch ist das Hantieren mit Genome-Editing-Werkzeugen Gentechnik oder nicht? Ein internationaler Forscherverbund, zu dem auch Detlef Weigel, Direktor am  Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, gehört, spricht sich nun für ein Umdenken bei der Zulassung von genom-editierten Pflanzen aus. Im Fachjournal Nature Genetics präsentierten die Wissenschaftler Vorschläge, wie genom-editierte Pflanzen aus regulatorischer Sicht eingestuft und behandelt werden sollten.

Danach sollten die mit Genome Editing hergestellten Pflanzenlinien grundsätzlich nicht anders als Produkte aus konventionellen Züchtungen behandelt werden. Weigel verweist dabei auf das deutsche Gentechnikgesetz, das nur solche Organismen als gentechnisch verändert einstuft, deren „genetisches Material so verändert worden ist, wie es auf natürliche Weise durch Kreuzen und/oder natürliche Rekombination nicht möglich ist“. Die Gesetzeslage bietet danach keinen Grund, die mit Genome Editing erzeugten Pflanzen anders als konventionelle Züchtungsprodukte zu bewerten.

Jedoch gelte es, bereits während der Entwicklungsphase das Risiko einer Ausbreitung im Freiland zu minimieren. Zudem sollten die entstandenen DNA-Veränderungen exakt dokumentiert werden. Wird im Rahmen des Genome Editing zunächst Fremd-DNA in die Zelle eingeschleust, sei zu belegen, dass diese Fremd-DNA in der zuzulassenden Sorte spurlos entfernt wurde. Sollte ein Gen durch das einer anderen Art ersetzt werden, müsste der Grad der Verwandtschaft benannt werden, so dass und im Fall einer entfernten Verwandtschaft gegebenenfalls Nachuntersuchungen folgen könnten. Diese Vorschläge könnten auch Ratgeber bei der noch ausstehenden Entscheidung der Europäischen Union zur Bewertung genom-editierter Pflanzen sein. In Deutschland, Schweden, Finnland, Irland, Spanien, Großbritannien wurden nach Informationen der US-Firma Cibus bereits Pflanzensorten, die mittels direkter Mutagenese hergestellt wurden, vorläufig Produkten aus herkömmlicher Züchtung gleichgestellt. „Ein wichtiges Ziel der Züchtung ist, die Versorgung mit Agrarprodukten nachhaltiger zu machen. Diese Möglichkeit sollten wir uns nicht vorenthalten“, erklärt Weigel.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft/2016-01/genome-editing-pflanze-kein-gvo.html

Medizinische Forschung

06.01.2016 Die Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Studien werden durch das „Verschwinden“ von Versuchstieren aus Statistiken getrübt. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam um Ulrich Dirnagl, Leiter der Abteilung für Experimentelle Neurologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Regenerative Medizin

04.01.2016 Für das verbliebene Rumpfteam des Translationszentrums für Regenerative Medizin in Leipzig geht es weiter. Der Freistaat Sachsen hat dem Zentrum Ende Dezember eine Finanzierungszusage gegeben. Für die Jahre 2016 bis 2018 stehen je 1 Mio. Euro bereit.

Biomarker

09.11.2015 Forscher an der Universität Würzburg haben einen neuen Biomarker entwickelt, mit dem sich feststellen lässt, von welchem der verfügbaren Multiple-Sklerose-Medikamente Patienten am ehesten profitieren.

Biochemie

26.10.2015 Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung Münchener Forscher hat das Bananenprotein Banlec so optimiert, dass es als antiviraler Wirkstoff genutzt werden könnte.

Toxikologie

19.10.2015 Die Ausbildung des Zellskeletts von Neuronen wird wesentlich vom Protein Cobl und Kalziumsignalen gesteuert, haben Biochemiker des Universitätsklinikums Jena herausgefunden.

Toxikologie

19.10.2015 Ein europaweites Pilotprojekt soll neue Grundlagen zur tierversuchsfreien und effizienteren Sicherheitsbewertung von Chemikalien schaffen. Für EU-Toxrisk stehen in den kommenden sechs Jahren rund 30 Mio. Euro zur Verfügung.

Nobelpreise

06.10.2015 Drei Forscher teilen sich die höchste Auszeichnung für Mediziner: Für die Entwicklung von Therapien gegen parasitäre Erkrankungen werden die Chinesin Youyou Tu, der Ire William C. Campbell und der Japaner Satoshi Omura mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt.

Forschungskooperation

23.09.2015 Die Universität zu Köln und das Unternehmen Taros Chemicals GmbH & Co. KG in Dortmund starten ein gemeinsames Projekt, bei dem neuartige Trägermaterialien für die Gewebezüchtung entwickelt werden sollen.

Personalia

27.08.2015 Der deutsche Mediziner Erwin Böttinger wird neuer Vorstandsvorsitzender des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIG). Er wechselt zum 1. November von New York an die neue Forschungseinrichtung in der Hauptstadt.

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http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft.html

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