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4 Leibniz-Preise für Biotech
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Leibniz-Preis

4 Leibniz-Preise für Biotech

11.12.2014 - Bei der diesjährigen Vergabe der Leibniz-Preise sind auch vier Forscher für ihre Arbeiten mit Bezug zur Biotechnologie ausgezeichnet worden.

In diesem Jahr haben insgesamt acht Forscher den wichtigsten deutschen Forscherpreis verliehen bekommen. Das Preisgeld von jeweils 2,5 Mio. Euro können sie nutzen, um ihre Forschungsarbeiten voranzutreiben. Vier der Geehrten arbeiten an Themen mit unmittelbarem Bezug zur Biotechnologie.

Mit Henry N. Chapman (Foto l.) erhält ein Biophysiker des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) in Hamburg einen der Preise. Er hat eine neue Methode entwickelt, mit der sich Beugungsbilder von Bio-Molekülen mittels Röntgenstrahlung  aufnehmen lassen, ehe die Proben verdampfen. Diese sogenannte serielle Femtosekundenkristallographie (SFX) eröffnet den hochauflösenden Abbildungsverfahren in den Lebenswissenschaften völlig neue Möglichkeiten und erlaubt beispielsweise die Bestimmung der Struktur von Makromolekülen, die nicht kristallisiert werden können, wie dem HI-Virus.

Der Biophysiker Hendrik Dietz (Foto 2. v. l.) gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern in der DNA-Nanotechnologie. Sein besonderes Interesse gilt dem DNA-Origami, bei dem sich DNA zur sequenzprogrammierten Herstellung von hochkomplexen funktionalen zwei- und dreidimensionalen Nanokomponenten verwenden lässt. Diese Technik wurde zwar von anderen Forschern erfunden, doch erst durch die Arbeiten von Dietz zu einem breit einsetzbaren Werkzeug gemacht.

Christian Hertweck (Foto 2. v. r.), Biochemiker am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) in Jena, hat mit seinen Forschungen zu bioaktiven Naturstoffen wesentliche Impulse für das bessere Verständnis und für die Gewinnung von Wirkstoffen gegeben. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stehen kleine hochkomplexe organische Moleküle, die durch mikrobielle Biosynthese hergestellt werden und einen größtenteils noch ungehobenen Schatz an potentiellen therapeutischen Wirkstoffen darstellen, so etwa für Antibiotika und Krebsmedikamente.

Der Mediziner Tobias Moser (Foto r.) hat mit seinen Arbeiten erheblich zu einem besseren Verständnis synaptischer Prozesse im Innenohr und damit der Grundlage des Hörens beigetragen. Seine neuen konzeptionellen wie technischen und experimentellen Ansätze haben Maßstäbe gesetzt. Mosers Hauptinteresse gilt den Haarsinneszellen im Innenohr. Bei ihrer Erforschung verband Moser Grundlagenforschung mit translationalen Ansätzen und klinischer Praxis.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft/2014-03/4-leibniz-preise-fuer-biotech.html

Forschungsevaluierung

01.12.2014 Nachdem die gesamte Forschung der Helmholtz-Gesellschaft von rund 200 externen Experten evaluiert wurde, kommt das Ergebnis einem Ritterschlag gleich: Qualität und Leistungskraft seien sehr hoch, in manchen Fällen gar „weltweit einzigartig“.

Forschungsförderung

24.11.2014 Insgesamt acht neue Sonderforschungsbereiche fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft ab Anfang 2015. Die Hälfte ist im Bereich der Lebenswissenschaften angesiedelt.

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17.11.2014 Verbindungsprobleme zwischen Nervenzellen lassen sich bei neurodegenerativen Erkrankungen auf Veränderungen der Gestalt der Zellen zurückführen. Das konnten Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankung (DZNE) jetzt nachweisen.

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Nobelpreis

09.10.2014 Für die Entwicklung von hochauflösender Fluoreszenzmikroskopie wurde dem Göttinger Forscher Stefan Hell sowie zwei US-amerikanischen Wissenschaftlern der Chemie-Nobelpreis verliehen.

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Zellbiologie

08.10.2014 Einen Organ-Biochip als Alternative zum Tierversuch haben Thüringer Forscher entwickelt. Dafür wurden sie nun mit dem Thüringer Tierschutzpreis ausgezeichnet.

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01.09.2014 Das neue Deutsche Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten e.V. (DNTDs) will durch eine bessere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft die Entwicklung neuer Therapien in Deutschland forcieren.

Pflanzenbiotechnologie

25.08.2014 Ein internationales Konsortium mit deutscher Beteiligung hat das Genom der Nutzpflanze Raps entschlüsselt. Es erwies sich als äußerst komplex.

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http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft.html

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