Wissenschaft

Neurone bilden Proteine lokal
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Neurobiologie

Neurone bilden Proteine lokal

11.05.2012 - In Nervenzellen findet die Proteinsynthese vor allem in Dendriten und Axonen statt. Damit haben die Forscher das Dogma der zentralen Proteinsynthese widerlegt.

Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Translation von mRNA in Proteine zentral im Zellkörper stattfindet und die Proteine selbst dann an die jeweiligen Zielorte transportiert. Doch das stimmt offenbar nicht in jedem Fall, berichten Forscher des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt am Main in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Neuron. Sie haben mehr als 2.550 mRNAs in den Axonen und Dendriten von Nervenzellen entdeckt, die dort für die lokale Proteinbildung zuständig sind. Neurone regulieren die Proteinsynthese also stärker vor Ort als bisher angenommen. Insbesondere für die Reizweiterleitung an den Synapsen und die synaptische Plastizität scheint die lokale Bildung von Proteinen eine wichtige Rolle zu spielen.

Die Forscher konnten zudem die Funktionen der meisten mRNAs aufklären: Sie sind für die Produktion von Proteinen zuständig, die als Signalmoleküle, im Zellgerüst oder als Rezeptor für Neurotransmitter eingesetzt werden. „Diese Ergebnisse zeigen, wie wichtig die lokalen Proteinbildungswerkstätten der Dendriten und Axone für die Nervenzellen sind“, sagt Erin Schuman vom Frankfurter Max-Planck-Institut. „Ähnlich wie in modernen Gesellschaften produzieren Nervenzellen also ihre benötigten Produkte am effizientesten lokal.“

Den Wissenschaftlern zufolge sind einige der neuentdeckten lokal gebildeten Proteine an neuronalen Krankheiten wie Autismus oder Alzheimer beteiligt. „Möglicherweise können diese Krankheiten entstehen, wenn die zugehörigen mRNAs dieser Proteine nicht an die richtigen Orte gelangt oder sie dort nicht korrekt in Proteine übersetzt werden“, vermutet Schuman.

http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft/2012-02/neurone-bilden-proteine-lokal.html

Krebsforschung

04.08.2015 Ein internationales Team um Forscher am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat eine neue Methode für die Tumordiagnose entwickelt. Dabei wird zunächst ein Antikörper als „Spion“ vorausgeschickt, der die erkrankten Zellen aufspürt und an diese bindet. An ihn bindet anschließend eine radioaktiv markierte Sonde, die den Tumor für bildgebende Verfahren markiert.

Klinische Daten

07.07.2015 Boehringer Ingelheim hat für sein Lungenkrebsmittel Giotrif (Afatinib) neue Daten vorgelegt. Als Zweitlinientherapie bei Plattenepithelkarzinomen in der Lunge wirkt es etwas besser als Roches Tarceva.

Journalismus

06.07.2015 Der Peter Hans Hofschneider Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus ging in diesem Jahr an zwei Journalistinnen, die sich mit Gentechnik in Afrika beziehungsweise mit dem ebenfalls in Afrika auftretenden Kopfnicksyndrom beschäftigt haben.

Regenerative Medizin

03.07.2015 Mit mehr als 70 Mio. Euro hat das Bundesforschungsministerium seit 2006 drei Translationszentren für die Regenerative Medizin gefördert. Anfang Juli beendete das Ministerium die Unterstützung für das TRM Leipzig.

Konferenz

29.06.2015 Am Sonntag wurde das 65. Nobelpreisträgertreffen in Lindau eröffnet. In diesem Jahr stehen alle drei naturwissenschaftlichen Nobelpreis-Kategorien im Fokus.

Asthma

01.06.2015 Die Sterna Biologicals GmbH & Co. KG hat positive Ergebnisse einer Phase Ib/IIa-Studie mit dem auf enzymatisch wirksamer DNA beruhenden Impfstoff SB010 vorgelegt.

Krebsmedizin

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Pflanzenbiotechnologie

21.04.2015 Zwei Projekte zur Entwicklung ertragsstarker Hybridweizensorten hat die Forschungsallianz Proweizen nun gestartet. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) unterstützt die Arbeiten mit 6 Mio. Euro.

Synthetische Biologie

17.04.2015 Insgesamt 26 Mio. Euro investieren die Max-Planck-Gesellschaft und das Bundesforschungsministerium in ein neues Forschungsnetzwerk zur Synthetischen Biologie.

Bioökonomie

16.04.2015 Ein Vernetzungsmittel von Bayer Materialscience hat den Preis für das „Biomaterial des Jahres“ der International Conference on Bio-based Materials erhalten. Gleich darauf lobte auf der Veranstaltung in Köln der Pariser Risikokapitalgeber Sofinnova einen weiteren Preis aus.

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