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Krebs: Laser geht unter die Haut
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Onkologie

Krebs: Laser geht unter die Haut

11.09.2012 - Mit einem neuartigen Laserverfahren konnte ein deutsches Forscherteam die Ursachen für eine schwere Nebenwirkung von Chemotherapeutika aufklären.

Für die Krebstherapie sind Chemotherapeutika häufig ein unverzichtbares Werkzeug. Leider kommt es bei den Mitteln oft zu teils schwerwiegenden Nebenwirkungen. Dazu zählen nicht nur Schädigungen im Darm oder an den Haarwurzelzellen sondern auch sehr schmerzhafte wunde Stellen an der Haut. Besonders häufig treten diese Veränderungen an den Hand‐ und Fußflächen auf. Das sogenannte Hand- und Fuß-Syndrom führt dann oftmals zum Abbruch der gesamten Chemotherapie.

Mit einem neuen bildgebenden Verfahren haben Wissenschaftler vom durch das Bundesforschungsministerium geförderten Forschungsschwerpunkt Biophotonik erstmals die chemischen Prozesse unter der Haut verfolgt und aufgeklärt. Das neue Gerät ermöglicht mittels der nicht-linearen Raman-Spektroskopie und der Multi-Photonen-Tomographie eine Darstellung der unterschiedlichen zellulären Strukturen der Haut, und gleichzeitig eine chemische Analyse. Entwickelt wurde der „Multiphotonen/CARS-Tomograph“ im Zusammenspiel zwischen der JenLab GmbH (Jena/Saarbrücken), dem Institut für Photonische Technologien (IPHT) Jena und der Toptica Photonics AG (München).

Mit dem nicht-invasiven Verfahren konnte der Mediziner Jürgen Lademann von der Charité Universitätsmedizin Berlin aufklären, wie das Hand- und Fuß-Syndrom entsteht. Demnach treten die Wirkstoffe vieler Chemotherapeutika mit dem Schweiß aus dem Körper aus. „ Stellen, an denen man stark transpiriert und die dicke äußere Hautschichten aufweisen, wie die Hand und Fußballen, sind besonders betroffen“, so der Mediziner. Die verhornten Hautschichten wirken wie ein Schwamm und reichern die ausgetretenen Wirkstoffe an. Freie Radikale können dann die Hautbarriere zerstören und überwinden. Es kommt zu starken Entzündungsreaktionen. Zusammen mit der Bioskin GmbH in Berlin konnten erste klinische Test durchgeführt werden, die zeigen, dass eine Behandlung der Stellen mit einer Antioxidantien-Salbe dem Auftreten des Hand- und Fuß-Syndroms vorbeugt. „Das Projekt zeigt sehr deutlich, wie Mediziner, Ingenieure und Naturwissenschaftler gemeinsam Innovationen auf dem Gebiet der optischen Technologien hervorbringen können, mit denen sich Erkenntnisse gewinnen lassen, die letztendlich dem Patienten zugutekommen,“ erläutert Jürgen Popp, der Sprecher des Forschungsschwerpunktes Biophotonik. Die Technik soll nun auch zur Erforschung von anderen Hautprozessen eingesetzt werden.

http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft/2012-03/krebs-laser-geht-unter-die-haut.html

Klinische Daten

07.07.2015 Boehringer Ingelheim hat für sein Lungenkrebsmittel Giotrif (Afatinib) neue Daten vorgelegt. Als Zweitlinientherapie bei Plattenepithelkarzinomen in der Lunge wirkt es etwas besser als Roches Tarceva.

Journalismus

06.07.2015 Der Peter Hans Hofschneider Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus ging in diesem Jahr an zwei Journalistinnen, die sich mit Gentechnik in Afrika beziehungsweise mit dem ebenfalls in Afrika auftretenden Kopfnicksyndrom beschäftigt haben.

Regenerative Medizin

03.07.2015 Mit mehr als 70 Mio. Euro hat das Bundesforschungsministerium seit 2006 drei Translationszentren für die Regenerative Medizin gefördert. Anfang Juli beendete das Ministerium die Unterstützung für das TRM Leipzig.

Konferenz

29.06.2015 Am Sonntag wurde das 65. Nobelpreisträgertreffen in Lindau eröffnet. In diesem Jahr stehen alle drei naturwissenschaftlichen Nobelpreis-Kategorien im Fokus.

Asthma

01.06.2015 Die Sterna Biologicals GmbH & Co. KG hat positive Ergebnisse einer Phase Ib/IIa-Studie mit dem auf enzymatisch wirksamer DNA beruhenden Impfstoff SB010 vorgelegt.

Krebsmedizin

15.05.2015 Der ASCO-Kongress ist für viele Akteure in der Krebsmedizin der mit Abstand wichtigste Termin des Jahres. Deutsche Teilnehmer werden versuchen, dort mit guten Daten zu überzeugen.

Pflanzenbiotechnologie

21.04.2015 Zwei Projekte zur Entwicklung ertragsstarker Hybridweizensorten hat die Forschungsallianz Proweizen nun gestartet. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) unterstützt die Arbeiten mit 6 Mio. Euro.

Synthetische Biologie

17.04.2015 Insgesamt 26 Mio. Euro investieren die Max-Planck-Gesellschaft und das Bundesforschungsministerium in ein neues Forschungsnetzwerk zur Synthetischen Biologie.

Bioökonomie

16.04.2015 Ein Vernetzungsmittel von Bayer Materialscience hat den Preis für das „Biomaterial des Jahres“ der International Conference on Bio-based Materials erhalten. Gleich darauf lobte auf der Veranstaltung in Köln der Pariser Risikokapitalgeber Sofinnova einen weiteren Preis aus.

Synthetische Biologie

07.04.2015 In einem nun gestarteten Synbio-Projekt an der RWTH Aachen werden Bakterien entwickelt, die Plastik zu biologisch abbaubaren Stoffen umwandeln. Die EU-Kommission unterstützt die Arbeiten mit 7 Mio. Euro.

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Angaben ohne Gewähr, Stand: 28.07.2015

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