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Metastasen verhindern
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Krebsforschung

Metastasen verhindern

12.07.2012 - Chemokin-Rezeptoren auf Endothelzellen könnten einen neuen Angriffspunkt gegen metastasierenden Darmkrebs darstellen.

Ein Forscherverbund der TU München (TUM), des Helmholtz-Zentrums München und der Universität Zürich hat herausgefunden, wie Tumorzellen bei metastasierendem Darmkrebs über diese Rezeptoren aus der Blutbahn zurück ins Gewebe gelangen. Die Ergebnisse ihrer Forschungen haben sie im Fachmagazin Cancer Cell veröffentlicht. Wie die Wissenschaftler in Experimenten zeigten, senden die Krebszellen bestimmte Proteine aus – in diesem Fall sogenannte CCL2-Chemokine, um aus der Blutbahn zurück in organisches Gewebe zu schlüpfen. Die Chemokine docken an Endothelzellen – also Zellen der inneren Blutgefäßwände – an und aktivieren dort den entsprechenden Rezeptor (CCR2-Rezeptor). Die Folge: die Endothelzellen ziehen sich zusammen und ermöglichen den Tumorzellen die Gefäßwand zu passieren.

Bisher lag der Fokus der Forschung in diesem Bereich vor allem auf der Rolle von Makrophagen, die von den Chemokinen angelockt werden. Mit der Rolle der Chemokin-Rezeptoren auf Endothelzellen habe man einen ganz neuen Ansatz für mögliche Krebstherapien gefunden, sagte Prof. Mathias Heikenwälder vom Institut für Virologie am Klinikum rechts der Isar. „Eine Messung der Chemokin-Menge lässt möglicherweise direkte Schlüsse zu, wie wahrscheinlich ein Primärtumor in andere Organe des Patienten streuen wird und ermöglicht so vielleicht die Vorhersage des Metastasierungsrisikos. Außerdem sei die Blockierung des Chemokin-Rezeptors CCR2 auf den Endothelzellen ein neuer Ansatz, um sowohl vor als auch nach einer Operation eine Metastasierung zu verhindern, so Heikenwälder. Die Wissenschaftler nutzten Darmkrebsgewebe und Darmkrebs-Zelllinien von Mäusen und Menschen als Modell für ihre Versuche. Die gewonnenen Erkenntnisse wollen sie weiter vertiefen und die Übertragbarkeit des neuen Konzepts auf andere Krebsarten prüfen.

http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft/2012-03/metastasen-verhindern.html

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