Wissenschaft

Schweiz: Streit um GVO-Stopp
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Grüne Gentechnik

Schweiz: Streit um GVO-Stopp

29.08.2012 - Im November endet in der Schweiz ein mehrjähriges Moratorium für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Über seine Verlängerung wird heftig gestritten.

In den vergangenen fünf Jahren hatte das Schweizer Nationale Forschungsprogramm „Nutzen und Risiken der Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen“ (NFP 59)  die ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen des Anbaus von gv-Pflanzen untersucht. Am 28. August wurde der Abschlussbericht veröffentlicht. Kernaussage: Von der Grünen Gentechnik gehen weder Gesundheits- noch Umweltgefahren aus, der ökonomische Nutzen der Technik ist gegenwärtig aber bescheiden.

Der Abschlussbericht heizt in der Schweiz die Diskussion um das Anbaumoratorium für Gentechnik-Pflanzen an, das nach derzeitiger Gesetzeslage im November enden wird. Es war ursprünglich 2005 zunächst für fünf Jahre beschlossen worden und wurde 2010 um drei Jahre verlängert, um die Resultate des Forschungsprogramms abzuwarten.

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) sieht in der „gentechfreien Schweiz“ einen Marketingvorteil und will das Moratorium bis 2017 verlängern. Dies fordert auch die Arbeitsgruppe Gentechnologie, ein Zusammenschluss von 26 Verbänden aus den Bereichen Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Medizin, Entwicklungszusammenarbeit, biologischer Landbau und Konsumentenschutz, der den Abschlussbericht des NFP 59 als „tendenziös“ beurteilte.

Für ein Auslaufen des Moratoriums werben hingegen der Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech Scienceindustries, der Wirtschaftsdachverband economiesuisse, die Swiss Biotech Association und das Konsumentenforum. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, ein staatliches Technologie-Verbot wäre innovationsfeindlich, rückwärtsgewandt und rechtlich problematisch. Das Moratorium bedrohe den weltweit anerkannten Spitzenrang der Schweizer Forschung zur Pflanzenwissenschaft und bedrohe den Forschungs- und Wirtschaftsstandort.

http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft/2012-03/schweiz-streit-um-gvo-stopp.html

Grüne Gentechnik

01.02.2016 Pflanzen, deren Erbgut mittels Genome Editing geändert wurde, sind keine gentechnisch veränderten Organismen im Sinne des Gentechnikrechts. Zu diesem Ergebnis ist nun eine internationale Forscher-Allianz gekommen.

Medizinische Forschung

06.01.2016 Die Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Studien werden durch das „Verschwinden“ von Versuchstieren aus Statistiken getrübt. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam um Ulrich Dirnagl, Leiter der Abteilung für Experimentelle Neurologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Regenerative Medizin

04.01.2016 Für das verbliebene Rumpfteam des Translationszentrums für Regenerative Medizin in Leipzig geht es weiter. Der Freistaat Sachsen hat dem Zentrum Ende Dezember eine Finanzierungszusage gegeben. Für die Jahre 2016 bis 2018 stehen je 1 Mio. Euro bereit.

Biomarker

09.11.2015 Forscher an der Universität Würzburg haben einen neuen Biomarker entwickelt, mit dem sich feststellen lässt, von welchem der verfügbaren Multiple-Sklerose-Medikamente Patienten am ehesten profitieren.

Biochemie

26.10.2015 Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung Münchener Forscher hat das Bananenprotein Banlec so optimiert, dass es als antiviraler Wirkstoff genutzt werden könnte.

Toxikologie

19.10.2015 Die Ausbildung des Zellskeletts von Neuronen wird wesentlich vom Protein Cobl und Kalziumsignalen gesteuert, haben Biochemiker des Universitätsklinikums Jena herausgefunden.

Toxikologie

19.10.2015 Ein europaweites Pilotprojekt soll neue Grundlagen zur tierversuchsfreien und effizienteren Sicherheitsbewertung von Chemikalien schaffen. Für EU-Toxrisk stehen in den kommenden sechs Jahren rund 30 Mio. Euro zur Verfügung.

Nobelpreise

06.10.2015 Drei Forscher teilen sich die höchste Auszeichnung für Mediziner: Für die Entwicklung von Therapien gegen parasitäre Erkrankungen werden die Chinesin Youyou Tu, der Ire William C. Campbell und der Japaner Satoshi Omura mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt.

Forschungskooperation

23.09.2015 Die Universität zu Köln und das Unternehmen Taros Chemicals GmbH & Co. KG in Dortmund starten ein gemeinsames Projekt, bei dem neuartige Trägermaterialien für die Gewebezüchtung entwickelt werden sollen.

Personalia

27.08.2015 Der deutsche Mediziner Erwin Böttinger wird neuer Vorstandsvorsitzender des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIG). Er wechselt zum 1. November von New York an die neue Forschungseinrichtung in der Hauptstadt.

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