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Bioreaktor: Ohne Moos nix los
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Pflanzenbiotechnologie

Bioreaktor: Ohne Moos nix los

22.08.2013 - Die Greenovation Biotech GmbH und die Universität Freiburg arbeiten gemeinsam daran, die Produktausbeuten in Moosbioreaktoren zu erhöhen.

Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung schloss das Unternehmen in Heilbronn nun mit dem Lehrstuhl für Pflanzenbiotechnologie der Universität Freiburg. Produktionsstamm in den Reaktoren mit einem Volumen von bis zu 500 Litern ist das Moos Physcomitrella patens. Die Forscher um Ralf Reski hatten im Zuge der Analyse des Moosgenoms genetische regulatorische Elemente entdeckt, die die Proteinproduktion in Moos noch stärker und zuverlässiger machen könnten. Im neuen Kooperationsprojekt wird dieses Wissen mit dem Know-how von Greenovation bei der Großproduktion im Moosbioreaktor verknüpft. „Solche öffentlich-privaten Kooperationen bilden den Kern der Bioökonomie und werden helfen, neue Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte der Freiburger Arbeitsgruppenchef Reski.

Im Rahmen der Zusammenarbeit gelte es nun „die Produktausbeute des Moosbioreaktors weiter zu optimieren und auf lange Sicht die Bioproduktion noch berechenbarer und stabiler zu machen“, betonte Thomas Frischmuth, Geschäftsführer von Greenovation. Die Firma entwickelt zurzeit mehrere präklinische Programme, unter anderem zu Enzymersatztherapien für die Fabry- und die Gaucher-Krankheit. Im Frühjahr 2014 soll nach Unternehmensangaben die klinische Versuchsphase für die Ersatztherapie mit Alpha-Galaktosidase beginnen. Das Biopharmazeutikum will Greenovation dann selbst unter GMP-Bedingungen in den Moos-Bioreaktoren züchten. Dafür würden genetisch veränderte Moosstämme genutzt, die über einen längeren Zeitraum zuverlässig und in großen Mengen menschliche Proteine in das Nährmedium abgeben.

Die Produktion von Proteinen in Moos hat, nach Angaben des Forschers Reski, viele Vorteile gegenüber konventionellen Produktionssystemen, die auf tierischen Zellen basieren: Mooskulturen würden weder aus Tieren gewonnene Komponenten beinhalten, noch Pathogene, die Menschen schaden könnten. Außerdem wüchsen Moose ohne Antibiotika, die eventuell eine Resistenz hervorrufen könnten.

© transkript.de/bk

http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft/2013-03/bioreaktor-ohne-moos-nix-los.html

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