Nachrichten

Besser Berlin als Boston
Bild vergrößern

Stammzellforschung

Besser Berlin als Boston

19.09.2016 - Der Stammzellforscher Alexander Meissner wechselt vom Broad-Institut in Cambridge auf eine Direktorenposition am Berliner Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik.

Trotz einer oft als einschränkend empfundenen Gesetzeslage und einer emotional geführten Ethik-Debatte um die Stammzellforschung in Deutschland wechselt der Stammzellforscher Alexander Meissner vom Broad-Institut in Cambridge, Massachusetts, an das Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin-Dahlem. Das wurde |transkript auf der Jahreskonferenz des Deutschen Stammzellnetzwerks (GSCN) in Hannover Ende vergangener Woche bekannt.

Voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres wird Meissner die Direktorenposition des bereits emeritierten Genomforschers Hans Lehrach übernehmen. „Dass es gelungen ist, Alex Meissner zu gewinnen, ist ein tolles Signal für den Stammzellforschungsstandort Deutschland und für Berlin“, sagte Daniel Besser, Geschäftsführer des GCSN im Gespräch mit |transkript.

Meissner, der in der Arbeitsgruppe des Klon- und Stammzellforschers Rudolf Jaenisch am Whitehead Institute in Cambridge promovierte, verlässt eine gut ausgestattete Position am Broad Institute, das von Harvard-Universität, Massachusetts Institute of Technology und Whitehead Institute betrieben wird und mit Stiftungsgeldern der Familie Broad in Höhe von 800 Mio. US-Dollar ausgestattet wurde.  

Die Arbeitsgruppe Meissners konzentriert sich auf die Erforschung der epigenetischen Vorgänge, die bei der Reprogrammierung der Genexpression von Zellen ablaufen, wenn sie sich aus einem differenzierten in einen Stammzellzustand entwickeln – oder umgekehrt. Meissner führt damit eine bis zur Gründung des Dahlemer Max-Planck-Instituts 1964 zurückreichende Tradition der epigenetischen Forschung fort. Bereits Gründungsdirektor Thomas Trautner untersuchte die Modifikation von DNA-Bausteinen (die Cytosin-Methylierung) und ihre Konsequenzen für die Expression von Genen in Bakterien und später auch in Säugetieren. Die Bisulfit-Sequenzierungstechnik, die Meissner am Broad-Institut in Hochdurchsatzverfahren zur epigenetischen Analyse kompletter Genome anwendet, wurden ursprünglich in Trautners Arbeitsgruppe in Dahlem, vom heute in Saarbrücken forschenden Genetiker Jörn Walter, mitentwickelt.

Darüber hinaus arbeitet Meissner mit induzierten pluripotenten Stammzellen, die als vielversprechend für die therapeutische Nutzung gelten, da aus ihnen genetisch mit Patienten übereinstimmender Gewebeersatz für die Regeneration kranker Organe gezüchtet werden könnte.

© transkript.de/sk,pg

http://www.transkript.de/nachrichten/wissenschaft/2016-03/besser-berlin-als-boston.html

Personalisierte Therapie

23.01.2017 Um seltene Krankheiten genauer zu untersuchen, fehlt es häufig an geeigneten Testsystemen. Eine personalisierte Wirkstoffsuche soll das nun ändern.

Genetik

23.01.2017 Wiener Forscher haben eine Methode auf Basis der CRISPR-Genschere entwickelt, mit der sich gleichzeitig die Genaktivität zigtausender Zellen analysieren lässt.

Brustkrebs

06.12.2016 Die bisherigen Ergebnisse der Mindact-Studie lassen laut Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) keine Aussage darüber zu, ob der Gentest Mammaprint das Rückfallrisiko bestimmter Brustkrebs-Patientinnen sicher vorhersagen und ihnen so eine Chemotherapie ersparen kann.

Nanotechnologie

17.11.2016 Linzer Forscher haben eine Methode entwickelt, mit der Proteinbewegungen in Zellmembranen beobachtet werden können.

Neugründung

14.10.2016 Die Helmholtz-Gemeinschaft gründet in Würzburg und Oldenburg neue Zentren für RNA-basierte Infektionsforschung und funktionelle marine Biodiversität.

Genome Editing

05.09.2016 Im Interview mit |transkript: Nobelpreisanwärterin Emmanuelle Charpentier zieht Fakten dem "Hahnengeschrei" und die Arbeit im Labor dem Trubel um die Genschere CRISPR vor.

Synthetische Biologie

31.08.2016 Schweizer Forscher haben ein Enzym geschaffen, dass neuartige chemische Synthesen in lebenden Zellen ermöglicht.

Neurobiologie

16.08.2016 Das Protein Unc13A beschleunigt die Kommunikation zwischen Nervenzellen, berichten deutsche Forscher.

Kurszettel

Alle Kurse

TOP

  • BIOFRONTERA4.53 EUR7.86%
  • CO.DON3.95 EUR7.34%
  • MAGFORCE4.43 EUR0.91%

FLOP

  • MEDIGENE12.82 EUR-3.54%
  • PAION2.40 EUR-2.04%
  • WILEX2.94 EUR-1.67%

TOP

  • MOLOGEN3.38 EUR51.6%
  • BIOFRONTERA4.53 EUR28.3%
  • ACTELION267.00 CHF17.7%

FLOP

  • PAION2.40 EUR-12.4%
  • MEDIGENE12.82 EUR-8.1%
  • EVOLVA0.57 CHF-6.6%

TOP

  • EVOTEC7.25 EUR128.0%
  • BIOFRONTERA4.53 EUR105.9%
  • ACTELION267.00 CHF94.3%

FLOP

  • BB BIOTECH54.05 EUR-74.8%
  • SARTORIUS70.90 EUR-73.2%
  • EVOLVA0.57 CHF-32.1%

Angaben ohne Gewähr, Stand: 18.02.2017

Aktuelle Ausgabe

Alle Ausgaben

Nachrichten

Wirtschaft

Aktuelle News auf Laborwelt.de

Produkt-Highlight

Produkte