MTZ-Award für Medizinische Systembiologie 2010 vergeben
21.06.10
Mit dem nationalen Nachwuchsförderpreis für herausragende Dissertationsarbeiten auf dem Gebiet der medizinischen Systembiologie wurden in diesem Jahr Edda G. Schulz, Stefan Leggewie und Thomas Maiwald ausgezeichnet. Die Biochemikerin Schulz forscht inzwischen am Institut Curie in Paris und konnte in ihrer Doktorarbeit am Deutschen Rheumaforschungszentrum aufklären, welche Prozesse die körpereigene Immunabwehr bei rheumatischen Erkrankungen fehlleiten. Leggewie befasste sich mit der Simulation von Rückkoplungsschleifen in biologischen Regelkreisen. Seine Doktorarbeit schrieb er an der Humboldt-Universität Berlin. Gegenwärtig forscht er am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg. Der Physiker Maiwald erarbeitete als Doktorand an der Universität Freiburg neue statistische Methoden, mit denen sich die Messqualität verbessern und die Anzahl der Experimente reduzieren lässt. Außerdem entwickelte er die Software PottersWheel, die Systembiologen dabei unterstützt, experimentelle Daten in mathematische Modelle zu übersetzen. Maiwald wechselte inzwischen an die Harvard Medical School in Boston. Die Preisvergabe erfolgte im Rahmen der dritten Conference on Systems Biology of Mammalian Cells (SBMC) unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Berücksichtigt werden bei der Preisvergabe, die alle zwei Jahre stattfindet, ausschließlich Promotionsarbeiten, die im Rahmen von Fördermaßnahmen des BMBF auf dem Gebiet der Systembiologie entstanden sind. Hintergrund ist die Hightech-Strategie, bei der öffentliche Fördergelder in Spitzentechnologien und technologieübergreifende Querschnittsmaßnahmen fließen.